Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1328.
Existenzgrundlagen waren seit jeher Viehwirtschaft und Holzverarbeitung in Heimarbeit wie Schnitzerei (Schneflerei), Dreherei, Spankorbherstellung. Die Nebenarbeit wurde vermehrt notwendig durch die zunehmende Flurzersplitterung im Realteilungsgebiet des Klosters St. Blasien.
Um 1770 waren die Waldungen der Gemeinde weitgehend dem Holzeinschlag zum Opfer gefallen. Das Holz wurde zum Hochrhein geflößt.
Mit der Gebietsreform wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1973 die bis dahin selbständige Gemeinde Menzenschwand, Landkreis Hochschwarzwald, der Stadt St. Blasien eingegliedert und damit dem Landkreis Waldshut zugeschlagen.
Menzenschwand ist als Talraum weitgehend geprägt durch die Nebenerwerbslandwirtschaft (Vieh- und Milchwirtschaft, auch Vertragsnaturschutz).
Die wesentliche Erwerbsquelle ist jedoch der Fremdenverkehr mit Beherbergungsbetrieben, Ferienwohnungen und spezifischen Dienstleistungen. Der heutige Ort versteht sich vorwiegend als Wintersportort im Skigebiet Feldberg. Im Ort gibt es ein Skisprungstadion mit zwei Schanzen (im Winter abends Sprungbetrieb bei Flutlicht), drei Lifte in Ortslage (einer gebührenfrei) und fünf auf dem Feldberg, sowie das größte Nordic-Walking-Netz in Deutschland. Ein neueres Angebot ist die Radontherapie.
Im Menzenschwander Krunkelbachtal gibt es ein reiches Uranvorkommen. Von 1961 bis 1991 wurde Uranerz abgebaut, offiziell war das Bergwerk aber nur ein „Uranaufsuchungsbetrieb“, dessen Hauptzweck die Erkundung und nicht der Abbau sein sollte. Nach Ende des Abbaus 1991 soff der Schacht bis zum Jahresende vollständig ab. Das Land übernahm die Rekultivierung der Halden. Aufgrund radonhaltiger Wasservorkommen aus dem stillgelegten Bergwerk wurde am 9. Oktober 2005 in Menzenschwand das erste Radonbad im Schwarzwald eröffnet, das Radon Revitalbad Menzenschwand.
Erreichbar ist Menzenschwand von St. Blasien aus oder über eine beim Ort Aha am Schluchsee von der Bundesstraße 500 abzweigende Straße, die im Winter teils nur eingeschränkt befahrbar ist.
- Ortsbild mit mehreren Ensembles gut erhaltener Schwarzwaldhäuser
- Gipfelbereich Feldberg
- Gipfelbereich Herzogenhorn
- Wildbestand der alpinen Steilhänge (u.a. Gämsen, Greifvögel)
- Klamm und Wasserfälle der Menzenschwander Alb unterhalb der Menzenschwander Kluse (siehe auch Wasserfälle in Deutschland)
- Hochmoor Scheibenlechtenmoos in einem Kar unter dem Spießhorn
- Winterhalter-Ausstellung