Eine Reihe Wetzlarer Vereine sind in den Bundesligen vertreten. Zu nennen sind insbesondere HSG Wetzlar (Handball-Bundesliga Männer) und RSV Lahn-Dill (Rollstuhlbasketball-Bundesliga Männer). Als sechsfacher deutscher Meister, fünffacher Pokalsieger und vierfacher Europapokalsieger sowie Vize-Weltcupsieger 2006 zählt der RSV zu den weltbesten Vereinen. Im Turnen bilden KTV Wetzlar (Kunstturnen-Bundesliga) und TSG Niedergirmes gemeinsam ein Kunstturnleistungszentrum mit DTB-Turnschule. Bekannt wurde die Stadt zudem durch ihre Spitzensportler im Kunstturnen, unter anderem Fabian Hambüchen am Reck als Welt- Europameister und Bronzemedaillengewinner 2008 in Peking. Im Rudern stellte die RG Wetzlar 1883 bereits etliche Olympiasieger, Welt-, Europa- und Deutsche Meister, zum Beispiel die Weltmeister und Olympiasieger von 1968 Jörg Siebert und 1972 Johann Färber. Auch im Tanzsport (ebenfalls mit Welt-, Europa- und Deutschen Meistern wie die Tanzpaare Breuer, Jonas usw), Twirling, Radpolo, Eisstockschießen und Skat brachten es Wetzlarer Sportler zu überregionaler Bekanntheit. Klaus Enders ein ehemaliger deutscher Motorradrennfahrer konnte als Pilot zwischen 1967 und 1974, zusammen mit Beifahrer Ralf Engelhardt, auf BMW insgesamt sechsmal Seitenwagen-Weltmeister werden.
Der mitgliederstärkste Sportverein der Stadt und einer der größten Hessens ist der TV Wetzlar, dessen erfolgreichste Abteilungen im Volleyball (Damen) und im Badminton (Herren) bereits viele Jahre in der Bundesliga spielten. Im Fußball wurde Nationalspielerin Nia Künzer durch ihr Golden Goal beim Sieg im WM-Finale 2003 bekannt. Eintracht Wetzlar spielte in der Saison 2007/08 in der Fußball-Oberliga Hessen. In den 82 Sportvereinen mit 22.000 Mitgliedern, davon 7.300 Jugendliche, werden so gut wie alle Sportarten angeboten. Im Jahr 2004 wurden über das ZDF zwei Wetzlarer unter die besten 100 deutschen Sportler des Jahrhunderts gewählt.
Wetzlar ist immer wieder Standort nationaler und internationaler Sportveranstaltungen von Rang. Die Stadt gehörte unter anderem zu den offiziellen Ausrichtungsorten der Handball-Weltmeisterschaft 2007, der Europameisterschaft der Rollstuhlbasketballer 2007 sowie von Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften im Tanzsport. Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen mit internationaler Beteiligung sind unter anderem seit 2005 der Wetzlar Marathon und seit 2006 die Wetzlar Open, ein ATP-Tennisturnier, bei dem Weltranglistenpunkte erzielt werden können.
Die Stadt verfügt über eine Reihe hochwertiger Sportstätten. Das Stadion Wetzlar verfügt über 8000 Zuschauerplätze. Die 2005 eröffnete Rittal Arena mit max. 6.000 Plätzen gehört zu den modernsten Sportarenen Deutschlands und diente seit ihrer Eröffnung bereits mehrfach als Austragungsort internationaler Sportveranstaltungen. Das Europabad dient seit seiner Eröffnung 1973 als Wettkampfbad mit 50-Meter-Becken und Tribüne.
Der Tourismus gewinnt stetig an Bedeutung für Wetzlar. Die Stadt liegt an folgenden Ferienstraßen: Deutsche Fachwerkstraße, Lahn-Ferien-Straße und Solmser Straße. Auch die Oranier-Route führt über Wetzlarer Stadtgebiet. Die Stadt ist Mitglied im Taunusclub und im Westerwald-Verein und ist Sitz des Lahntal Tourismus Verbandes e. V..
Es gibt in Wetzlar und Umgebung eine Reihe von Wanderwegen. Die Stadt ist Ausgangspunkt des vom Taunusklub beschilderten Jakobsweges. nach Burg Lahneck und zur Hospitalkapelle in Lahnstein. Zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen bestehen auf den Lahnhöhenwegen. Die Dill-Wanderweg führt von Haiger nach Wetzlar. Die Vier-Türme-Wanderung verläuft komplett im Wetzlarer Stadtgebiet und verbindet vier historische Türme: Die Garbenheimer Warte (heutiger Bismarckturm), die Brühlsbacher Warte (Bleistift), den Stoppelbergturm und die Burgruine Kalsmunt. Die Wegstrecke dieser Wanderung rund um die Altstadt beträgt ungefähr 14 Kilometer, der Höhenunterschied 264 Meter. Eine andere Wanderung verläuft zirka 18 Kilometer durch das südliche Umland und führt von Brandoberndorf durch das Sieben-Mühlen-Tal nach Wetzlar. Am südlichen Stadtrand wurde in einem Wald am Finsterloh der Abenteuerparcours, ein Hochseilgarten (Waldkletteranlage), errichtet. Seit Januar 2009 besteht das Cube-Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins e.V. im Sportpark des TV Wetzlar auf dem Spielburggelände. Diese künstliche Kletteranlage mit 1000 m² Kletterfläche bei einer Höhe von mehr als 13 Metern kann von Jedermann gegen Entgelt genutzt werden.
Der durch Wetzlar führende Lahntalradweg gehört laut ADFC zu den Top 10 der deutschen Radfernwanderwege. Die Lahn ist für Wasserwanderer mit Kanu oder Ruderboot gut geeignet. In der Stadt gibt es fünf offizielle Ein- und Ausstiegsstellen mit Raststätten, Toiletten, Campingplatz, Einkaufsmöglichkeiten, Unterkünften und Busanbindung.
Vor Ort sind einige seit Jahrzehnten bestehende Diskotheken. Zu den ältesten im Kernbereich Wetzlars gehört das Poco, eine Rock-Disco an der Dill, das seit 1978 existiert, bekannt geworden ist das Poco insbesondere durch seine außergewöhnliche Karnevalsveranstaltung (Fasching Total), bei der von Samstag bis Aschermittwoch rund um die Uhr gefeiert wird. Ebenfalls populär und stark besucht sind das Lolly Pop und das Super Mäx, die beiden Diskotheken im Lahnhof (direkt gegenüber dem neuen Forum Wetzlar).
Auch haben sich hier einige Szenebars und -lounges im Altstadtbereich etabliert, die mitunter am Wochenende nur per vorheriger Tischreservierung besucht werden können. In jüngerer Zeit entstanden auch auf dem Gelände der ehemaligen Spilburg-Kaserne eine Reihe von Lokalitäten.
Ein römisches Wegenetz um Wetzlar war schon früh vorhanden. Bereits vom Mittelalter an war der Knotenpunkt Wetzlar gut an das überregionale Verkehrswegenetz angeschlossen. Unter anderem lag die Stadt an der historischen Handelsstraße Hohe Straße, einem bedeutenden Handelsweg. Sie führte von Antwerpen über Köln, die Reichsstädte Wetzlar und Friedberg nach Frankfurt am Main. Sie wurde auch als Cölnische Hohe Heer- und Geleitstraße bezeichnet. Oder der Weinstraße (Wagenstraße) sie führte von Mainz bzw. Frankfurt-Höchst über Usingen und Wetzlar, westlich an Marburg vorbei, nach Hildesheim und weiter Richtung Bremen bzw. Lübeck.
Wetzlar liegt an der A 45 (Sauerlandlinie Dortmund–Aschaffenburg) mit den Abfahrten Wetzlarer Kreuz (zur A 480 nach Wetzlar-Nord, Aßlar und Wz-Blasbach), Wetzlar-Ost (zur B 49 Richtung Stadtmitte) und Wetzlar-Süd (in die südlichen Stadtteile Münchholzhausen, Dutenhofen und Blankenfeld).
Die Autobahn A 480 sollte eigentlich von der luxemburgischen Grenze bei Trier durch den Westerwald bis zum Hattenbacher Dreieck führen. Diese Strecke war als A 48 geplant. Aus Kostengründen wurde sie nie vollständig realisiert. Den Verkehr soll nun die B 49 aufnehmen. Heute heißt sie A 480 und führt nur von der Abfahrt Wetzlar Nord/Aßlar bis zum Wetzlarer Kreuz und darüber hinaus bis zum derzeitigen Autobahnende mit der Behelfsausfahrt nach Wetzlar-Blasbach. Einige Kilometer nordöstlich Gießens geht der bisher ausgebaute Teil weiter und führt von Heuchelheim-Nord bis zum Reiskirchener Dreieck an der A 5. Die Strecke von dort bis zum Hattenbacher Dreieck ist auch weiterhin die A 5.
Folgende Bundesstraßen führen durch die Stadt: die B 49 (Trier–Wetzlar–Alsfeld) als Ost-West-Verbindung. Des Weiteren die B 277, sie verbindet Aßlar mit dem Knoten Dalheim. Zwischen Wetzlar und Limburg hat an der B 49 der mehrjährige, vierspurige Ausbau in 13 Bauabschnitten begonnen. Die B 49 führte früher mitten durch die Innenstadt und die Stadtteile Dutenhofen und Steindorf in Ost-West-Richtung. Die B 277 verlief von Aßlar kommend in Nord-Süd-Richtung durch die Innenstadt und dann über Rechtenbach nach Butzbach. Die heutige B 49 trug bis 1985 die Bezeichnung B 429. Die Bundesstraßen im Zuge der Ortsdurchfahrten im Stadtgebiet Wetzlar wurden zu Landesstraßen herabgestuft (B 49: 1. Januar 1985, B 277: 1. Januar 1990).
Seit der Kommunalen Gebietsreform in den 1970er Jahren ist das Kraftfahrzeug-Unterscheidungszeichen bezüglich der Stadt Wetzlar ein Sonderfall. Von 1956 bis zum 31. Dezember 1976 hatte der Kreis Wetzlar mit der gleichnamigen Kreisstadt das Kennzeichen WZ. Mit Gründung der Stadt Lahn zum 1. Januar 1977 wurde zwischenzeitlich das Autokennzeichen L eingeführt, seit dem 1. November 1990 gilt die Kombination LDK.
Wetzlar liegt an den Bahnstrecken Frankfurt am Main–Siegen–Köln (Dill-Strecke/Siegstrecke) und Gießen–Limburg–Koblenz (Lahntalbahn Wetzlar–Koblenz), die am Wetzlarer Bahnhof zusammentreffen und von RegionalBahnen und RegionalExpress-Zügen befahren werden. Neben dem Bahnhof Wetzlar in der Kernstadt gibt es einen weiteren Bahnhof im Stadtteil Dutenhofen. Der frühere Bahnhof in Wetzlar-Garbenheim wurde mit der Stilllegung der Strecke Wetzlar–Lollar (Kanonenbahn) geschlossen. Auf dem verkleinerten Güterbahnhof werden seit Februar 2007 wieder die Güterzüge für Mittelhessen (Railion) zusammengestellt. Größere Städte, die von Wetzlar aus direkt angefahren werden, sind Aachen, Köln, Koblenz, Frankfurt am Main und Siegen. Bis zum Fahrplanwechsel 2002 war Wetzlar auch Haltepunkt für InterRegios von und nach Norddeich-Mole. 2003 erfolgte nochmals ein kurzes Intermezzo von Connex-Zügen zwischen Köln und Berlin. Heute ist die Stadt ohne Personen-Fernverkehrsanschluss.
→ Siehe auch: Nahverkehr in Wetzlar
Der öffentliche Nahverkehr ist im Rahmen des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) organisiert. Die Stadt Wetzlar ist selbständiger Aufgabenträger für den ÖPNV und einer der 26 kommunalen Gesellschafter des RMV (15 Landkreise, 4 Großstädte und 7 Sonderstatusstädte). Mit der Durchführung des Busverkehrs hat die Stadt Wetzlar ihr eigenes Unternehmen, die Werner-Gimmler-Wetzlarer-Verkehrsbetriebe und Reisebüro GmbH, beauftragt.
Die Stadt verfügt über ein gut ausgebautes städtisches Buslinien-Netz mit zwölf Buslinien im 10- bis 30-Minuten-Grundtakt. Diese haben alle Anschluss an den Busbahnhof (ZOB), hinzu kommen noch diverse Linien im Überlandverkehr in das Wetzlarer Umland. In den späten Abendstunden fährt die Nachtbuslinie 007, der sogenannte Disco-Bus, der fast alle Stadtteile anfährt. Auf allen Linien gilt der Tarif des Rhein-Main-Verkehrsverbunds. Zusätzlich verknüpft der Citybus zum Einheitstarif von 50 Cent wochentags von 10 bis 19 Uhr und werktags bis 15 Uhr die Altstadt mit dem Bahnhof und dem dortigen Einkaufszentrum Forum Wetzlar im 20-Minuten-Takt.
Die Entfernung zum Flughafen Frankfurt am Main beträgt etwa 70 km, zum Regional-Flughafen Siegerland ca. 40 km. Direkt auf der Stadtgrenze zwischen Wetzlar und Gießen, zwischen den Stadtteilen Lützellinden und Münchholzhausen, gibt es für Sportflieger eine befestigte Bahn (Stripe). Zudem befindet sich in den Lahnwiesen nördlich des Stadtteils Garbenheim ein Segelflugplatz.
Im Frühjahr 2005 wurde in Bahnhofsnähe das neue Einkaufszentrum FORUM Wetzlar eröffnet. Es ist mit rund 24.000 m² Verkaufsfläche und knapp 120 Geschäften nach Angaben des Betreibers das größte Einkaufszentrum in der Region Mittelhessen mit einem Einzugsbereich von zirka 540.000 Personen. Im zugehörigen Parkhaus stehen 1.700 Stellplätze zur Verfügung. Das Forum ist allerdings nicht das erste Einkaufscenter in der Stadt, unweit davon befinden sich noch das kleinere Herkules-Center mit 40 Geschäften sowie einige weitere große, zusammenhängende Einzelhandelsflächen (Lahnhof, Kaufhäuser entlang der Bahnhofstraße und des Karl-Kellner-Rings).
Daneben gibt es viele kleine Einzelhandelsgeschäfte unterschiedlicher Branchen sowie Cafés und Gaststätten in der Wetzlarer Altstadt, die in ungefähr zehn Minuten Fußweg vom Bahnhofsbereich aus oder mit dem Citybus zu erreichen sind.
Die Stadt ist Standort einiger international tätiger und weltbekannter Unternehmen. Der Buderus-Konzern wurde im Jahre 1731 gegründet und ist damit europaweit eines der ältesten noch existierenden (Groß-)Unternehmen. Als BBT Thermotechnik, inzwischen Bosch Thermotechnik, war Buderus jahrzehntelang der mit Abstand größte Arbeitgeber im mittelhessischen Raum mit weit mehr als 10.000 Beschäftigten allein in Wetzlar (weltweit über 16.000) in den Bereichen Guss (mit Zement), Edelstahl und Heiztechnik sowie der Hauptverwaltung am Ort. Wirtschaftliche Veränderungen, wiederholte Übernahmen der Aktienmehrheit sowie Schließungen und Verkauf von Betriebsteilen haben den Konzern inzwischen stark verändert. Er zählt aber immer noch zu den großen Unternehmen in Hessen.
Wetzlar ist neben Jena und Oberkochen ein deutsches Zentrum der Optik sowie der bedeutendste deutsche Standort für die feinmechanische Industrie. Deren Industrieprodukte brachten es zu Weltruf, allen voran die Mikroskope der Firma Leica Microsystems GmbH (früher Ernst Leitz), die in ihren Spitzenzeiten in der Stadt über 7000 Beschäftigte hatte. Die Kleinbildfotografie wurde in Wetzlar erfunden. Außerdem sind Kameras der Firmen Leidolf und Minox, die Ferngläser und Fernrohre der Firma Hensoldt AG (jetzt Carl Zeiss Sports Optics), Zeiss-Gruppe (mit in Spitzenzeiten über 2.000 Beschäftigten), die Mikroskope der Firma Seibert, der Wilhelm Loh Optikmaschinenbau, die Helmut Hund GmbH und eine Vielzahl weiterer mittelständischer feinmechanischer und optischer Unternehmen zu nennen.
Andere bekannte Unternehmen sind die Philips* Automotive Playback Modules AG (* mit seinerzeit rund 1.200 Beschäftigten) oder Siemens und Siemens VDO (bereits im Juli 2007 an Continental verkauft), die (inzwischen im benachbarten Aßlar ansässige) Arthur Pfeiffer Vakuumtechnik (durch deren geänderten Kreiselkompass die Nutzung von Raketen für die Raumfahrt erst möglich wurde) oder die Sancura BKK, eine überregionale Krankenversicherung, die nach einer Fusion mit zwei anderen Betriebskrankenkassen als Taunus BKK firmiert.
Der Gewerbepark Spilburg, eine ehemalige Kaserne, ist für eine Reihe innovativer Unternehmen, vor allem aus den Bereichen Optik/Feinmechanik, Informationstechnologie und Dienstleistungen, ein überwiegend positiv bewerteter Standort geworden. Außerdem sind für die Ansiedlung weiterer, neuer Gewerbe verkehrstechnisch gut erschlossene Gebiete im Westend sowie das Hörnsheimer Eck und das Dillfeld vorhanden.
Als größte Tageszeitung der Region wird die Wetzlarer Neue Zeitung als Hauptausgabe der in Wetzlar ansässigen Zeitungsgruppe Lahn-Dill herausgegeben. Daneben erscheinen wöchentlich die werbefinanzierten Anzeigenblätter Lahn-Dill-Anzeiger mit Veranstaltungskalender und Sonntag-Morgenmagazin, sowie monatlich das Stadtmagazin Wetzlarer Hefte. Der monatlich erscheinende Wetzlar Kurier als CDU-nahe „Zeitung für den Lahn-Dill-Kreis“ nimmt häufig politisch kontrovers diskutierte Positionen ein. Weitere Medien aus Wetzlar sind unter anderem das Jugendnetz Wetzlar, das Kindernetz Wetzlar und die NETZ Bangladesch Zeitschrift.
Inzwischen hat sich ein Cluster aus christlichen Medieneinrichtungen und -unternehmen von überregionaler und teilweise weltweiter Bedeutung etabliert. Hierzu gehört der Evangeliums-Rundfunk (ERF) als Partner von Trans World Radio (TWR), der bereits 1959 gegründet wurde und Radio- sowie Fernsehprogramme produziert und weltweit ausstrahlt. Weitere Organisationen dieser Branche sind die Christliche InterNet-Arbeitsgemeinschaft (CINA), der Christliche Medienverbund KEP mit der Christlichen Medien-Akademie Wetzlar sowie die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA.
Regional bedeutsame öffentliche Einrichtungen in Wetzlar sind neben der Kreisverwaltung für den Lahn-Dill-Kreis unter anderem die Agentur für Arbeit für den Arbeitsamtsbezirk Wetzlar und die Industrie- und Handelskammer (IHK) für den Kammerbezirk Dillenburg und Wetzlar. Weiter ist sie Standort eines Finanzamts, eines Kreiswehrersatzamts, eines Hessischen Forstamts, eines staatlichen Umweltamts, der Abteilung Ländlicher Raum, Natur- und Verbraucherschutz des Regierungspräsidiums, einer Staatsanwaltschaft, eines Arbeits- und eines Amtsgerichtes, des Bildungs- und Beratungszentrums des Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, des Wasser- und Schifffahrtsamts für den Außenbezirk Wetzlar und des Zollamts Wetzlar. Die Stadt verfügt über eine Polizeistation, drei Feuerwachen im Stadtgebiet sowie mehrere Stützpunkte in den Stadtteilen und mit dem Klinikum Wetzlar-Braunfels (jährlich etwa 25.000 Patienten) über eines der größten Krankenhäuser der Region.
Die Geschichte der Hochschule in Wetzlar begann bereits vor 200 Jahren. Als Kaiser Franz II. im Jahre 1806 die Kaiserkrone niederlegte, endete das Heilige Römische Reich deutscher Nation und das Reichskammergericht wurde aufgelöst. Um die Nachteile für Wetzlar zu mindern, versuchte Karl von Dalberg, etliche Juristen durch die Gründung einer Rechtsschule an Wetzlar zu binden, aber ihr war kein langes Bestehen beschieden. Bereits 1816 wurde sie wieder aufgelöst.
In der Gegenwart wird am Zentrum Dualer Hochschulstudien (ZDH) seit dem 25. April 2001 das StudiumPlus angeboten, ein duales Hochschulstudium mit internationalen Hochschulabschlüssen (Bachelor und Master). Die Zusammenarbeit der Fachhochschule Gießen-Friedberg mit der Industrie- und Handelskammer und Unternehmen der Region ermöglicht ein praxisnahes Studium. Es werden zur Zeit zwölf Fachrichtungen in den vier Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen/Mikrosystemtechnik und dem Masterstudiengang - Prozessmanagement angeboten. Weitere wie zum Beispiel die Fachrichtung Krankenhausmanagement (Master) und der neuartige Studiengang Frühpädagogik sind in Vorbereitung. Als Campus dient ein Gebäudekomplex auf dem Gelände der ehemaligen Wetzlarer Spilburg-Kaserne. Im Wintersemester 2008/2009 studieren dort 471 Studenten.
In der Stadt werden alle wichtigen Schultypen angeboten, hauptsächlich jedoch Gesamtschulen (Klassen 5-10) und drei Oberstufenschulen (Klasse 11-13). Darunter befindet sich die Goetheschule, das mit über 1000 Schülern größte Oberstufengymnasium Hessens. Es gibt Gymnasien, Fachgymnasien, Berufsschulen mit Technikerausbildung, ein Hessenkolleg (Erwachsenenabitur), eine Zivildienstschule, eine Krankenpflegeschule, das Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der hessischen Handwerkskammern, eine Volkshochschule, Tanz-, Ballett- und Musikschulen.
Die Naturschutz-Akademie Hessen ist ein Kooperationsmodell des Landes Hessen mit dem Naturschutz-Zentrum Hessen e. V. und wird getragen von hessischen Verbänden des Natur- und Umweltschutzes, vom Land Hessen, vom Lahn-Dill-Kreis und von der Stadt Wetzlar. Die Akademie ist auf dem Gebiet der Umweltbildung tätig und ist der hessische Vertreter im Bundesweiten Arbeitskreis der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz (BANU).
Das Zentrum für Mathematik Wetzlar organisiert Kurse und Wettbewerbe für mathematisch interessierte und begabte Kinder und Jugendliche. Zum MatheTreff3456 sind Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 6 eingeladen, die Samstagsakademie besuchen Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 13. Außerdem veranstaltet das Zentrum Fortbildungen für Mathematiklehrer.
In der Christliche Medien-Akademie (CMA) werden journalistische Grundkurse, besonders geeignet für Studenten und Volontäre, sowie Aufbaukurse als Ergänzung und ideale Fortbildung für Redakteure und Medienschaffende angeboten. Die Konferenz Evangelikaler Publizisten e. V., ist ein Service der Christlichen Medienakademie der Medienschule des Christlichen Medienverbundes KEP e. V. PR-/Öffentlichkeitsarbeits-Workshops, speziell konzipiert für Mitarbeiter von Organisationen, Verbänden und Gemeinden werden veranstaltet. Sie sind ebenso als ergänzende Weiterbildung für Journalisten und Volontäre geeignet.