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Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Deutschland

Sehenswürdigkeiten

Die Insel ist gut bewässert und vor allem in den niederen Teilen nahe der Nordwestküste und in einem Zentralbecken im Inland, aber auch in Terrassengärten zahlreicher Bergdörfer sehr fruchtbar. Die landwirtschaftliche Tätigkeit ist auf Obst- und Gemüsebau, Wein, Öl- und Olivengewinnung, Getreideanbau (vor allem Gerste als Viehfutter), Viehzucht und Milchprodukte (Käse, Joghurt) konzentriert.

Industriell abgebaut wird Marmor; der Abbau von Schmirgel, bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts der bedeutendste Wirtschaftszweig der Insel, wurde eingestellt. Bereits seit der Antike wurde im Untertagebau in kleinen Stollen Schmirgel abgebaut. Er fand und findet als Schleifmittel Verwendung. Die Firma Naxos-Union in Frankfurt hatte seit 1871 jahrzehntelang das Alleinverkaufsrecht für Naxosschmirgel auf dem europäischen Festland. In der Folge stellte Naxos-Union nicht nur Schleifmittel her, sondern entwickelte und produzierte seit 1880 erste Steinschleifmaschinen. Mit der Einführung von Elektrokorund und Siliziumcarbid als Ersatzstoffe büßte der Naturschmirgel seit Anfang des 20. Jahrhunderts seine Bedeutung für die Schleifkörperherstellung ein.

Seit den 1980er Jahren gewinnt der Tourismus zentrale Bedeutung für die naxische Wirtschaft. Allein das bebaute Stadtgebiet hat sich seither annähernd verdoppelt, und in den küstennahen Gebieten sind zahlreiche Ferienhäuser von Griechen und Ausländern gebaut worden. Der noch bis vor wenigen Jahren einzigartige Strandabschnitt Agia Ana - Plaka mit seinen Dünen wird inzwischen touristisch stark genutzt, es gibt kaum mehr einen Platz an diesem Strand, der nicht von einem Hotel mit gebührenpflichtigen Liegestühlen und Sonnenschirmen belegt ist. Einzig von weiträumiger Überbauung durch große Hotelkomplexe ist die Insel bislang freigeblieben, trotz kilometerlanger Strände vor teilweise kleinteiliger Dünenlandschaft vor allem entlang der Westküste. Massenhafter Zustrom wird durch den Mangel an einem internationalen Flughafen verhindert, allerdings wird von Teilen der insularen Touristikwirtschaft seit längerem der Ausbau des nur dem binnenländischen Verkehr dienenden Flughafens gefordert. Für die Nutzung als Massenziel mag auch das lokale Klima hindernd sein, das von Starkwinden und eher kühlen Temperaturen an 240 Tagen im Jahr, nicht zuletzt in den Sommermonaten, gekennzeichnet ist. Außerdem wird der Zugang zum Meer mancherorts durch zerklüftete, algenüberwachsene Steinplatten stark behindert.

Die Sicherung des gegen das Meer offenen Fährhafens, neben Paros zentraler Verteiler der östlichen Kykladen, ist ein Ziel, dem die natürliche Beschaffenheit der Hafenbucht entgegensteht.

  • Burgstadt (Kastron)

Die Insel-Hauptstadt wird überragt von der von den Venezianern über dem 30m hohen Stadthügel erbauten Burganlage. Von ehemals 12 Wehrtürmen steht als einziger der Glezos-Turm aufrecht. Das benachbarte Trani-Tor, einer von einst drei Zugängen zur Burg, ist fast unversehrt erhalten. Im Inneren der Burgstadt sind die Wohnsitze der katholischen Aristokratie vorhanden, eines der Häuser ist als Museum Venezianischer Wohnkultur geöffnet. Gegenüber der katholischen Bischofskirche findet sich am Zentralplatz das Archäologische Museum mit Funden von der Insel.

  • Bürgerstadt

Den Burgberg umringt bis auf Meereshöhe hinab die in ihrer mittelalterlich engen Gassenstruktur vor allem in den Stadtvierteln Burgos und Agorá fast unveränderte Bürgerstadt. Unter der orthodoxen Bischofskirche im Viertel Grotta sind im Grotta-Museum Ausgrabungen von Gebäuderesten aus der frühen Siedlungszeit um 1600 v. Chr. zu besichtigen.

  • Portara

Auf der dem Hafen vorgelagerten einstigen Insel Palátia steht als einziges Relikt des unvollendeten Dionysos-Tempel des Lygdamis das mächtige Tor des Opisthodoms aus dem späten 6. Jahrhundert v. Chr., die Portara. Das marmorne Tempelportal misst 5,95 m in der Höhe und 3,65 m in der Breite.

  • Wohntürme

Über die gesamte Insel, strategisch verteilt, finden sich zahlreiche burgartige venezianische Gebäude (Pirgoi, singular Pirgos = Turm) des späten Mittelalters, erbaut gleichermaßen als Landsitze des Adels innerhalb je zugeteilter Lehen und als Festungen gegen Angriffe auf die Insel.

  • Kuroi

Drei antike, aus dem rohen Stein gehauene, unvollendete monolithische Kolossalstatuen sog. Jünglinge (Kuroi) liegen noch heute in Steinbrüchen aus der archaischen Zeit. Die Statuen stammen aus dem 7. oder 6. Jahrhundert v. Chr. und waren zur Aufstellung in Heiligtümern bestimmt. Wahrscheinlich stellen sie die Götter Apollon oder Dionysios dar. Der in einem dörflichen Garten zu sehende Kouros von Flerio erreicht eine Größe von 4,7 m; der Apollon genannte, der offen in geringer Höhe über dem Dorf Apollonas lagert, misst 10,45 m. Warum die Kuroi nicht vollendet wurden, ist nicht überliefert. Die Forschung nimmt an, dass entweder die Auftraggeber ihre Zahlungen einstellten oder dass die Arbeiten abgebrochen wurden, weil sich die Marmorblöcke bei der Bearbeitung als fehlerhaft erwiesen oder wegen mangelnder Sorgfalt bei der Bearbeitung zerbrachen. Zumindest der Kouros von Farangi (beim Dorf Melanes, in der Nähe des Kouros von Flerio) scheint diese These zu stützen: kürzlich rekonstruierte und auf dem Gelände ausgestellte Relikte der Kuroi-Füße legen dies nahe.

  • Industriedenkmale

Die Gebirgshöhen über der Ostküste sind von heute aufgegebenen Schmirgel-Minen durchsetzt. Von dort führen erhaltene Seilbahnstränge zum kleinen Hafen Moutsoúna hinab. Obwohl die Anlagen schon im Besatzungsjahr 1941 außer Betrieb gesetzt wurden, hängen immer noch gefüllte Behälter an den Seilen. Inzwischen besteht allerdings Einsturzgefahr. An der Straße nach Lionas wurde vor einigen Jahren der Versuch unternommen, eine Anlage mit EU-Mitteln zu einer Art Museum auszubauen. Außer einigen halbfertigen Gebäuden und neu angelegten Wegen ist von diesem Vorhaben kaum mehr etwas zu sehen, nur das in einem Felseinschnitt am Boden liegende Baustellenschild weist noch darauf hin, dass an diesem Ort Gelder der EU offensichtlich in die falsche Richtung gelenkt wurden.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Naxos aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.