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Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Deutschland

Persönlichkeiten

Traditionell ist Schmallenberg seit dem 19. Jahrhundert Zentrum der Sauerländer Textilindustrie (größtes Unternehmen: Falke-Gruppe). Da die Entwicklung der Textilindustrie jedoch rückläufig ist, dominieren mittelständische Unternehmen. Diese sind vor allem in Industrie und Handwerk angesiedelt. Zu den bedeutenden Schmallenberger Unternehmen gehören die Firmen Audiotec Fischer GmbH (Car-Hifi: Brax / Helix) und Burgbad AG (Badmöbelhersteller mit Sitz in Bad Fredeburg) sowie die Firma Feldhaus (Bauunternehmen). Auf Grund der waldreichen Lage kommt der Holzwirtschaft eine wichtige Bedeutung zu. In Bad Fredeburg existiert etwa ein Holzgewerbepark, der kleinen und mittleren Unternehmen Gewerbefläche bietet. Einen großen Anteil am Dienstleistungssektor haben aufgrund der landschaftlich reizvollen Lage und der Wintersportmöglichkeiten Gastronomie und Fremdenverkehr.

Im Jahr 2002 gab es 7924 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Davon waren 2218 im verarbeitenden Gewerbe, 1840 in privaten Dienstleistungsberufen und 1188 im Baugewerbe angesiedelt.

Im Stadtgebiet Schmallenberg werden rund 6.300 Betten in 400 Ferienwohnungen, 200 Pensionen, 65 Gasthöfen, 30 Hotels (davon 16 mit eigenem Schwimmbad) und einer Jugendherberge bereitgehalten.

Vier staatlich anerkannte Kurorte gibt es im Stadtgebiet: Bad Fredeburg, das einzige Kneippheilbad im Hochsauerlandkreis, ist ein staatlich anerkannter Kneippkurort. Grafschaft ist ein anerkannter Heilklimatischer Kurort. Die Schmallenberger Kernstadt und Nordenau sind staatlich anerkannte Luftkurorte.

Das Stadtgebiet wird insgesamt von 34 km Bundesstraßen, 62 km Landesstraßen, 73 km Kreisstraßen und 248 km Gemeindestraßen erschlossen.

Die beiden Bundesstraßen in Schmallenberg sind die B 236 und die B 511. Die B 236 führt von Lennestadt über Lenne, Schmallenberg, Gleidorf und Oberkirchen nach Winterberg. Sie verläuft zu einem großen Teil durch das Lennetal. Der historische Stadtkern Schmallenbergs, durch den die B 236 zuvor führte, ist seit dem Jahr 1997 untertunnelt (Tunnellänge 235 m). Die B 511 verbindet die Orte Gleidorf an der B 236 und Bremke an der B 55. Sie verläuft durch Bad Fredeburg und Dorlar.

Die nächsten Autobahnanschlussstellen befinden sich in Olpe an der A 4/A 45 und in Meschede an der A 46.

Von 1888 bis 1994 war Schmallenberg an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Der regelmäßige Personenverkehr zwischen Altenhundem und Wenholthausen, mit Halt in Lenne, Fleckenberg, Schmallenberg, Gleidorf, Fredeburg und Heiminghausen, wurde am 28. Mai 1964 eingestellt. Der Streckenabschnitt Altenhundem–Schmallenberg wurde 1967 abgebaut. Die Verbindung von Schmallenberg nach Wennemen an der Oberen Ruhrtalbahn blieb noch bis zum 30. Dezember 1994 als Güterverkehrsstrecke bestehen. Auf dem Bahndamm zwischen Schmallenberg und Eslohe-Bremke befindet sich seit 2006 ein Radweg, der so genannte Sauerlandring.

Buslinien führen von Schmallenberg unter anderem nach Altenhundem, Eslohe, Meschede und Winterberg. Dabei wird ein Großteil der Linien von der Busverkehr Ruhr-Sieg GmbH (BRS) betrieben. In Schmallenberg gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe (VRL).

Der Busverkehr ist am Wochenende und in kleineren Orten teilweise stark eingeschränkt. Deshalb betreibt seit dem 2. November 2004 ein Verein mehrere Bürgerbus-Linien im Stadtgebiet. Der Bürgerbus wird in Gebieten eingesetzt, in denen keine Buslinie verkehrt oder nur ein eingeschränkter Busverkehr vorhanden ist. Bedient werden unter anderem die Ortschaften Wormbach, Felbecke, Dorlar, Berghausen, Bad Fredeburg und Kirchilpe.

Der als Sonderlandeplatz klassifizierte Flugplatz Schmallenberg-Rennefeld aus dem Jahr 1954 befindet sich zwischen Schmallenberg und Werpe. Der nächste Verkehrsflughafen ist der Siegerlandflughafen.

Die wichtigsten Tageszeitungen Schmallenbergs sind die Westfalenpost und die Westfälische Rundschau. Die Zeitungen, die beide zur WAZ-Gruppe gehören, unterhalten jeweils ein Redaktionsbüro und eine gemeinsame Geschäftsstelle in Meschede. Die Westfalenpost besitzt außerdem eine weitere Redaktion direkt in Schmallenberg. Darüber hinaus erscheint mittwochs und sonntags der kostenlose „Sauerlandkurier“, dessen Lokalredaktion und -geschäftsstelle sich ebenfalls in der Kernstadt befindet.

Der gesamte Hochsauerlandkreis ist Sendegebiet von Radio Sauerland, eines lokalen Radiosenders, der im Schmallenberger Sauerland sowie in der Gemeinde Eslohe (Sauerland) über die Antennenfrequenz 89,1 MHz empfangen werden kann. Das für Schmallenberg zuständige Fernseh- und Hörfunkstudio des Westdeutschen Rundfunks ist das WDR-Studio Siegen. Ein Regionalbüro des Senders befindet sich in Arnsberg.

Das Amtsgericht Schmallenberg und die Polizeiwache Schmallenberg befinden sich in Bad Fredeburg. Die Stadtverwaltung (Rathaus), die Stadthalle (Fassungsvermögen 1.500 Sitzplätze oder 2.500 Stehplätze), die Agentur für Arbeit, die Post und die für den Fremdenverkehr zuständige Kur- und Freizeit GmbH Schmallenberg befinden sich in Schmallenberg.

Mit dem Sauerlandbad in Bad Fredeburg, dem Wellenfreibad in Schmallenberg sowie dem Hallenbad in Bödefeld gibt es in Schmallenberg drei öffentliche Schwimmbäder.

Neben einem Krankenhaus und zwei Fachkliniken in Bad Fredeburg gibt es in Holthausen noch eine Jugendklinik. Das Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, eine Lungenfachklinik, befindet sich in Grafschaft.

Das Martinswerk Dorlar ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Diakonischen Werk. Es entstand ab 1932 aus einem evangelischen Jugendheim in Dorlar. Dieses Jugendheim, der „Martinshof“, wurde von seinem Gründer Pastor Friedel Birker nach Ende des Zweiten Weltkrieges weiter auf- und ausgebaut.

1951 wurde die Kirche „St. Petri“ eingeweiht. Im selben Jahr entstand der „Heidhof“. Es folgten die Errichtung des Kinder- und Erholungsheimes „La Fontanella“ in San Nazzaro/Tessin (1953), des „Martin-Luther-Hauses“ (1954), der Wohnheime „Maria-Martha-Haus“ (1954) und „St. Michaelshaardt“ (1964) sowie des Personalwohnhauses „Haus Hedwig“ (1968). 1969 begann die Planung des 1972 fertiggestellten Kinderdorfes. 1985 eröffnete die „Martinsschule“, 1989 „Haus Twismecke“. 1998 wurden die Häuser in Berghausen und Gleidorf erworben.

Auslandsmaßnahmen wurden 1997 auf Island begonnen und anschließend in Schottland, auf Korsika (2000) und in Rumänien (2001) fortgesetzt.

Das Sozialwerk St. Georg ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen, das in Nordrhein-Westfalen Hilfen für Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung bereitstellt. In Schmallenberg befindet sich der Hauptsitz des Sozialwerk St. Georg Westfalen-Süd gGmbH und die Hauptverwaltung des Sozialwerks St. Georg Bauen und Wohnen GmbH sowie das Internat Bad Fredeburg. Darüber hinaus betreibt das Sozialwerk eine Kontakt- und Beratungsstelle für ambulantes Wohnen sowie die Tagesstätte für Begegnung und Arbeit (Tabea).

Die Stadt Schmallenberg hat zehn Grundschulen (in Berghausen, Bödefeld, Dorlar, Felbecke, Fleckenberg, Bad Fredeburg, Gleidorf, Kirchrarbach, Oberkirchen, Schmallenberg-Kernstadt), eine Hauptschule (Stammschule in Schmallenberg und Teilstandort Bad Fredeburg), eine Realschule (in Bad Fredeburg), ein Gymnasium (in Schmallenberg-Kernstadt) und zwei Förderschulen (in Schmallenberg-Kernstadt und Dorlar). In den 50er Jahren wurde in der Kernstadt eine Berufsschule gebaut und die Bauernhochschule des Deutschen Bauernverbandes in der Akademie Bad Fredeburg eingerichtet. Beide Schulen verlegte man in den 60er Jahren an andere Standorte.

Schmallenberg ist seit 1959 Sitz des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME). Dieses wird wegen der dort in der Vergangenheit durchgeführten Versuche an Ratten von den Einheimischen auch scherzhaft „Rattenburg“ genannt. Das Institut ist in dem Bereich Angewandte Ökologie tätig. Die Kompetenzen des IME liegen bei der Umweltchemie, Umweltsimulation, Umwelt- und Lebensmittelanalytik, Cryobanking, Ökologie und Ökotoxikologie, Mathematische Modellierung sowie Risikobewertung und -kommunikation. Durch Projektbearbeitung im Auftrag von Behörden und entsprechende Beratungstätigkeit übt das Institut einen maßgeblichen Einfluss auf umweltpolitische Entscheidungen aus.

  • Sophie Stecker († 19. November 1957, Fabrikantin) erhielt am 29. August 1953 zur Vollendung ihres 90. Lebensjahres den ersten Ehrenbürgerbrief Schmallenbergs.
  • Paul Falke wurde 1977 das Ehrenbürgerrecht bei seinem 25-jährigen Amtsjubiläum als Bürgermeister verliehen.

Zur Würdigung von Verdiensten, die sich Personen um das Wohl und das Ansehen der Stadt Schmallenberg erworben haben, stiftet der Rat den Ehrenring und die Verdienstmedaille der Stadt Schmallenberg. Den ersten Ehrenring für die Stadt hat der Künstler Friedrich Becker geschaffen.

Ehrenringträger der Stadt Schmallenberg sind (in Klammern Ort und Jahr der Verleihung):

  • Paul Wiethoff (Schmallenberg, 1959, Erster Träger des Ehrenrings)
  • Elli Bellinger (Schmallenberg, 1975)
  • Wilhelm Schauerte (Schmallenberg, 1975)
  • Heinz Dreher (Schmallenberg, 1975)
  • Dieter Ruddies (Fredeburg, 1982)
  • Albert Falke (Schmallenberg, 1983)
  • Schwester Elisabeth Schache (Kloster Grafschaft, 1983)
  • Günter Schauerte (Hilden, 1990)
  • Hubert Rötz (Schmallenberg, 1990)
  • Josef Wiegel (Schmallenberg, 1990)
  • Schwester M. Brunhilde Prause (Kloster Grafschaft, 2004)
  • Marianne Henkel (Bad Fredeburg, 2004)

  • Norbert Abels (* 1953), Publizist, Musiker, Literatur- und Musikwissenschaftler, Chefdramaturg der Oper Frankfurt
  • Theresia Albers (1872–1949), Lehrerin und Ordensgründerin.
  • Tom Astor (* 1943), Sänger, Komponist der Schlager- und Country-Szene.
  • Julius Bamberger (1880–1951), Kaufhausbesitzer in Bremen.
  • Carl Johann Ludwig Dham (auch D’ham) (1809–1871), Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49.
  • Albert Falke (1922), deutscher Politiker der CDU, Mitglied des NRW-Landtags (21. Juli 1962 bis 28. Mai 1980).
  • Paul Falke (1920–1990), Textilunternehmer und Bürgermeister.
  • Hans Frankenthal (1926–1999), wurde mit seinen Eltern von Schmallenberg nach Auschwitz deportiert, überlebte den Holocaust und kehrte trotz des Mordes an seiner Familie nach Schmallenberg zurück.
  • Hinrich Grauenhorst (1919–1998), Sauerländer Künstler, Maler, Illustrator, Bildhauer, Architekt und Erzähler.
  • Franziskus Hennemann (1882–1951), Missionsbischof, 1913 zum Titularbischof von Coptus ernannt, 1933 bis 1949 Bischof von Kapstadt (Südafrika).
  • Thomas Kemper (* 1951), Pressesprecher der CDU-Landtagsfraktion (1986–1992) und der CDU NRW (1987–1992), Regierungssprecher und Staatssekretär für Medien in Nordrhein-Westfalen (8. Juni 2005 bis 31. August 2006).
  • Christine Koch geb. Wüllner (1869–1951), Lyrikerin der sauerländischen Mundart. Sie erhielt den Klaus-Groth-Preis (1939) und den Westfälischen Literaturpreis (1944).
  • Franz Josef Koch (1875 -1947), war Lehrer und Autor.
  • Heinrich Knoche (1831-1911), Lehrer und Autor.
  • Renate & Werner Leismann (* 1942 bzw. * 1936 in Schmallenberg), singendes Geschwisterpaar aus dem Bereich des Schlagers und der volkstümlichen Musik.
  • Margret Mönig-Raane (* 1948), letzte Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) von 1993 bis zur Vereinigung mit ver.di im Jahre 2001 und seitdem stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft ver.di.
  • Franz Schauerte (1848–1910), Bischöflicher Kommissar in Magdeburg und Autor.
  • Heinrich Schauerte (1882–1975), Professor für Religiöse Volkskunde und Erster Vorsitzender des Sauerländer Heimatbundes (1924-1928).
  • Karl Schneider (* 1952), Landrat des Hochsauerlandkreises (seit 2005).
  • Josef Schüttler (1902–1972), deutscher Politiker der CDU, Mitglied des Landtages (1946-1949), Mitglied des Bundestages (1949-1960) und Arbeitsminister in Baden-Württemberg (1960-1968).
  • Carl Siebert (* 1922), Sauerländer Maler, Graveur und Skulpteur.
  • Karl Willeke (1875–1956), Lehrer und Autor.

  • Friedrich Albert Groeteken (1878–1961), Priester, Autor und Leiter der Höheren Stadtschule in Fredeburg.
  • Elisabeth Schache (1906–1999), Generalprokuratorin des Ordens der barmherzigen Schwestern vom heiligen Karl Borromäus und Leiterin des Klosters Grafschaft.
  • Michael Spanner († 1742), Architekt des Barock und Baumeister des Klosters Grafschaft.

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