Zu den ältesten Zeugnissen menschlicher Besiedlung im Dürener Stadtgebiet gehören jungsteinzeitliche Pfeilspitzen aus Feuerstein und eine steinerne Streitaxt, die bei Berzbuir gefunden wurden.
Bei der Ankunft des römischen Feldherrn Julius Caesar im fünften Jahr des Kriegs gegen Gallien, im Jahre 54 v. Chr., siedelte zwischen Rhein und Maas der keltische Stamm der Eburonen unter seinem Anführer Ambiorix mit dem in der Mitte des Gebietes gelegenen Hauptort Aduatuca (Aachen?), wo Cäsar eine empfindliche Niederlage erlitt. Dass er die Eburonen bei seinem Rachefeldzug im Jahr darauf tatsächlich vernichtet haben soll, wie er selbst angibt, wird überwiegend in Zweifel gezogen. In den nachfolgenden 460 Jahren hielten die Römer das Land besetzt und siedelten zum Schutz der Rheingrenze germanische Stämme von rechts des Rheines als Foederaten an, die sich dann mit der keltischen Urbevölkerung vermischten.
Aus römischer Zeit sind Siedlungsplätze bei Berzbuir, Distelrath, Mariaweiler und Teile einer römischen Wasserleitung in Lendersdorf bekannt. Römische Ziegel und ein römischer Tempel fanden sich bei Hoven.
Der römische Historiker Tacitus berichtet, dass die im Kölner Raum siedelnden germanischen Ubier im Winter 69/70 n.Chr. in einem Kampf gegen rechtsrheinische Germanen bei „Marcodurum“ unterlegen waren. Zwar liegen aus der Dürener Kernstadt keine römischen Zeugnisse vor, aber die bei Mariaweiler gemachten Funde lassen auf einen Siedlungsplatz in der Zeit vom ersten Jahrzehnt v. Chr. bis etwa 260 n.Chr. schließen, der um 70 n.Chr. niederbrannte und auf einem unmittelbar benachbarten Areal neu errichtet wurde. Von diesem Ort wird angenommen, dass er Namensgeber der heutigen Stadt Düren war. Dem lang ausgesprochenen u in dem Wortbestandteil „Durum“ wurde später zur Kenntlichmachung ein Dehnungs-i hinzugefügt (Duirum), woraus sich schließlich die heutige Schreibweise „Düren“ entwickelte.
Nachdem in der Völkerwanderungszeit am letzten Tag des Jahres 406 n. Chr. Vandalen, Alanen und Sueben auf ihrem Zug nach Westen in gewaltigen Scharen über den zugefrorenen Rhein in das Römische Reich geströmt waren und es zur Aufgabe der Rheingrenze gezwungen hatten, drangen von Norden sich aus mehreren Stämmen zum Volk der Franken einende Germanen in das Rheinland vor Die Ortsnamen auf -weiler im Stadtgebiet geben Zeugnis von dieser frühen fränkischen, merowingischen Siedlungsperiode, während die Ortnamen auf –hausen, –rath und –dorf der späteren fränkischen, karolingischen Siedlungsperiode um die Mitte des 8. Jahrhunderts zuzurechnen sind. Fränkische Siedungsspuren wurden in Birkesdorf und Distelrath gefunden.
Wie Ausgrabungen ergaben, hatte um das Jahr 700 in Düren eine fränkische Saalkirche bestanden. Der karolingische König Pippin der Kleine (714-768), Vater des späteren Kaisers Karl der Große (~747-814), machte die Ansiedlung zu einem Königshof, einer Pfalz. Sie befand sich dort, wo heute die Annakirche steht. Villa Dura (Duria) wurde zum ersten Mal in den Fränkischen Reichsannalen (Metzer Annalen) für das Jahr 747 urkundlich genannt. In den Jahren 761, 775 und 779 fanden dort Reichstage statt; auf den beiden letzten Reichstagen wurden Feldzüge gegen die Sachsen beschlossen. Auch Karl der Große nutzte die Pfalz Villa Dura und weitere Pfalzen, die er entlang der Aachen–Frankfurter Heerstraße in Aachen, Sinzig, Ingelheim und Frankfurt hatte anlegen lassen. Die Straße trug auch den Namen Krönungsstraße, weil auf ihr 600 Jahre lang die deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Aachen zogen. Diese Landstraße war nicht nur die kürzeste Verbindung zwischen den Königssitzen, sondern es entwickelte sich auf ihr auch reger Verkehr, der in Düren schon bald eine Reihe von Märkten entstehen ließ (Kornmarkt, Viehmarkt, Holzmarkt, Hühnermarkt und Buttermarkt), die zum Wachstum Dürens beitrugen.
In den Jahren 881–882 verwüsteten Normannen, die über Rhein und Maas in das Land eingedrungen waren, den Ort. Kaiser Otto III. bestätigte ihn im Jahre 1000 als Freie Reichsstadt und 1124 wurde mit dem Bau der Dürener Stadtmauer begonnen. Zur Stadtmauer gehörten zwölf Türme und fünf Tore, die in den vier Himmelsrichtungen lagen, im Norden das Philippstor und das Wirteltor, im Osten das Kölntor, im Süden das Obertor und im Westen das Holztor. Von ihnen bestehen noch Ruinen.
Als Kaiser Friedrich II. 1241 die Stadt an Graf Wilhelm IV. von Jülich verpfändete, verlor sie die Reichsunmittelbarkeit und kam unter die Herrschaft der Grafen und späteren Herzöge von Jülich. Das älteste erhaltene mittelalterliche Bauwerk in Düren ist der Turm des „Ühledömche“ (Eulendom), einer Kapelle im Stadtteil Distelrath, aus dem 11./12. Jahrhundert. 1459 wurde eine zweite Kirche in der Innenstadt genannt, die heutige Marienkirche.
Der Steinmetz Leonhard entwendete im Jahre 1501 einen Schrein mit einer Kopfreliquie der Heiligen Anna, dem sogenannten Annahaupt, aus der Mainzer Stiftskirche St. Stephan und brachte ihn nach Düren. Der daraufhin entbrannte Streit um den Besitz der Reliquie wurde vor Kaiser und Papst ausgetragen, bis Papst Julius II. ihn 1506 zugunsten Dürens entschied. Die Gegenstände wurden in der Martinskirche, die schon 1505 in Annakirche umbenannt worden war, aufbewahrt. Möglicherweise hat die Kirche aber auch erst sehr viel später den neuen Namen erhalten, denn noch im 19. Jahrhundert war die Rede von der Pfarrkirche zum Heiligen Martinus.
Schon kurz nach der Ankunft der Reliquie setzte eine Wallfahrtsbewegung zur Dürener Pfarrkirche ein, die Pilger aus ganz Europa nach Düren führte. Die Heilige Anna wurde Schutzpatronin Dürens, und auch heute noch feiert man jedes Jahr eine Woche lang den Namenstag der Heiligen Anna (26. Juli) mit der Annaoktav, einer kirchlichen Feier, und der Annakirmes, einem der größten Volksfeste Deutschlands.
Nachdem 1538 das Herzogtum Geldern an Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg gefallen war, Kaiser Karl V. das Land aber für sich beanspruchte, was ihm 1541 auf dem Reichstag zu Regensburg auch zugebilligt wurde, ließ der Kaiser im dritten Geldrischen Erbfolgekrieg 1543 mit einem 30.000 Mann starken Heer auf einem Kriegszug in die Niederlande die Stadt erstürmen, plündern und in Brand setzen. Mehr als 600 Gebäude, darunter das Rathaus und die Annakirche, wurden zerstört. Der Wiederaufbau nahm einige Jahre in Anspruch, 1563 stand die Annakirche wieder.
Die Spanier unter Ambrosio Spinola nahmen die Stadt 1614 ein. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie 1642 von hessischen Truppen zerstört und verwüstet. Als der Krieg 1648 beendet war, suchte die Pest die Stadt heim und forderte zahlreiche Menschenleben. Eine zweite Epidemie brach 1665 aus. Durch verschiedene Angriffe auf die geschwächte Stadt wurde Düren 1679 erneut teilweise zerstört. In dieser Zeit ging auch Miesheim für immer unter.
Gegen Ende des Jahres 1755 begann in der Gegend von Düren und Aachen eine Serie von Erdbeben, die am 18. Februar 1756 bei Düren ihren Höhepunkt mit einem Beben der Stärke 8 nach der Mercalliskala (dies entspricht in etwa 6,5 der Richterskala) erreichte und das stärkste bis dahin bekannte Erdbeben in Deutschland war. Die Stadtmauer bekam große Risse. Zu dieser Serie von Erdbeben, die ganz Europa erfasste, zählte auch das Erdbeben von Lissabon.
Nachdem französische Revolutionstruppen 1794 die linksrheinischen Länder besetzt hatten, war Düren von 1798 bis 1814 Hauptort des gleichnamigen Kantons im Arrondissement Aachen des Départements de la Roer. Nach dem Niedergang Napoléons wurde der König von Preußen aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815 neuer Landesherr in der späteren Rheinprovinz.
Seit 1837 erschloss die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft das Rheinland und das Ruhrgebiet mit einem Eisenbahnnetz und legte Düren als Knotenpunkt an zwischen den vier Städten Aachen im Westen, Neuss, Köln und Bonn im Osten den Rhein entlang. Es siedelte sich Industrie an, die rasch wuchs, vor allem mit der Papierherstellung.
Am Ende des Jahrhunderts (1880) zählte die Stadt 17.368 Einwohner, darunter 1.408 Evangelische und 252 Juden. Sie besaß fünf katholische und zwei evangelische Kirchen, eine Synagoge, ein katholisches Gymnasium, ein evangelisches Realprogymnasium, eine katholische Bürgerschule, eine paritätische und eine katholische höhere Töchterschule, eine gewerbliche Zeichenschule, eine Stadtbibliothek, eine Blindenanstalt, eine Irrenanstalt und ein Hospital. Es gab 93 fabrikmäßige Betriebe, insbesondere mehrere Papierfabriken, drei Tuchfabriken, eine Flachsspinnerei/ Leinenweberei, Eisengießereien, Maschinenfabriken. In der Stadt wurden Nadeln, Zucker, Kunstwolle und Teppiche produziert. Außerdem gab es eine Bierbrauerei, Töpfereien, Braunkohlentagebau und Galmeigruben. Um 1900 galt Düren als eine der wohlhabendsten Städte Deutschlands und als zweitreichste Stadt in Preußen. Dort wohnten 42 Millionäre.
Während des Ersten Weltkrieges wurde 1915 südlich von Distelrath ein Flughafen für Zeppeline gebaut, die Luftschiffhalle Düren, von der aus man zu Frontfahrten nach Frankreich und England startete. Da in diesem Krieg die Bürger zu Rüstungszwecken alles Metall, Gold und Silber und die Kirchen einen Teil ihrer Glocken hergeben mussten und zudem die Goldwährung durch Papiergeld ersetzt worden war, führte das nach dem verlorenen Krieg und der Besetzung des Ruhrgebietes in das Inflationsjahr 1923, in dem auch die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Düren beeinträchtigt wurde. Man versuchte, mit eigenem Notgeld die Krise zu meistern.
Nach Hitlers Machtergreifung im Jahre 1933 zwangen die Nationalsozialisten den amtierenden Oberbürgermeister Ernst Overhues aus dem Amt und nannten Straßen und Plätze nach ihren Parteigrößen. Schon zu dieser Zeit organisierte die NSDAP Boykotte gegen jüdische Geschäfte. Während der Novemberpogrome kam es wie überall im Deutschen Reich 1938 schließlich zu antijüdischen Gewalttaten, bei denen die Synagoge zerstört, Juden grundlos verhaftet und ihre Geschäfte geplündert und verwüstet wurden.
Als im Zweiten Weltkrieg die Alliierten im Juni 1944 in der Normandie gelandet waren, begannen im Juli 1944 die ersten großen alliierten Luftangriffe auf das grenznahe Gebiet. Anfang September 1944 näherten sich die Anglo-Amerikaner der deutschen Westgrenze, so dass ein großer Flüchtlingsstrom ostwärts über den Rhein einsetzte. Mitte September begann auch die planmäßige Evakuierung der Zivilbevölkerung aus dem Grenzgebiet, viele aber wollten bleiben und hofften auf das baldige Ende der Nazidiktatur und des Krieges. Im Oktober 1944 fiel Aachen.
Ungefähr 22.000 Menschen befanden sich zu dieser Zeit noch in der inzwischen weiter gewachsenen Stadt und lebten vor dem nahenden Artilleriebeschuss schutzsuchend zu 16 und 20 Personen in Kellern. Am 16. November 1944 verdunkelten 474 Bomber der Royal Airforce den Himmel über Düren und warfen in einem 36 Minuten dauernden Angriff 2.751 Tonnen Bomben ab. Bei diesem schwersten und verheerendsten von insgesamt 51 nachgewiesenen Luftangriffen auf Düren der Alliierten im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt völlig zerstört. Von fast 10.000 Häusern blieben nur einzelne unversehrt. 3.106 Menschen starben im Bombenhagel und unter den Trümmern: 2.392 Dürener Bürger, 394 auswärtige Personen, 220 Soldaten und 100 Unbekannte. Mit 99,2 % zerstörten Wohnungen war Düren die am stärksten betroffene Stadt Deutschlands. Rund 1,6 Millionen Kubikmeter Trümmer bedeckten den Dürener Boden. Das Leben in den Ruinen war nicht mehr möglich. Die Überlebenden mussten ihre Heimat verlassen und wurden nach Mitteldeutschland evakuiert, nur vier Menschen blieben in der Stadt.
Nachfolgend lag Düren im Hauptabschnitt des alliierten Truppenaufmarschs gegen die Rurfront, die die deutsche Wehrmacht nördlich der Eifel entlang der Rur aufgestellt hatte. Am 25. Februar 1945 überquerten amerikanische Truppen nach heftigen Kämpfen den Fluss in der Nähe Dürens und errichteten eine Militärregierung mit Sitz im Dürener Amtsgerichtsgebäude. Anfang März ernannten sie den Heizungsmonteur Alfred Stiegler, einen der wenigen in der Stadt verbliebenen Einwohner, zum Bürgermeister. Wenige Wochen nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht übernahmen die Briten im Mai 1945 das Kommando.
Nach Kriegsende kehrten schon im Sommer 1945 viele evakuierte Dürener in ihre zerstörte Stadt zurück. Im Juni waren wieder 3.806 Bürger in Düren. In den folgenden Monaten nahmen zahlreiche Ämter und Organisationen wieder ihre Arbeit auf. Nach der Beseitigung der Trümmer begann der Wiederaufbau der völlig zerstörten Gebäude. Während die Alliierten eine Neugründung der Stadt südlich der Trümmerberge favorisierten, waren die Dürener entschlossen, ihre Stadt am bisherigen Standort wieder aufzubauen. Die Dürener Innenstadt ist heute noch in hohem Maße von der Architektur der 1950er Jahre geprägt.
Im Zuge der kommunalen Neugliederung vergrößerte sich das Stadtgebiet 1972 erheblich und die Erschließung neuer Gewerbegebiete förderte die industrielle Entwicklung. Durch die umgebaute Pleußmühle und das Haus der Stadt, die beide 1991 eröffnet wurden, ergaben sich neue kulturelle Möglichkeiten. Mit diversen Partnerschaften entwickelten sich internationale Beziehungen.
Die Bevölkerungszahl wuchs im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur langsam und ging aufgrund der zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1805 erst 4.563 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 27.168. Bis 1939 stieg die Einwohnerzahl auf über 45.000, sank dann aber durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs bis Juni 1945 auf nur noch 3.806. Nach dem Bombenangriff vom 16. November 1944 lebten am 1. März 1945 nur noch vier deutsche Einwohner in der Stadt, mit Zwangsarbeitern etc. waren es 21 Personen. Am 1. April war die Einwohnerzahl auf 180 gestiegen und am 1. Mai 1945 waren es bereits 1.218 Personen. Im Dezember 1945 erhöhte sich die Zahl auf 25.000 Einwohner und 1958 waren es mit 45.000 wieder so viele wie vor dem Krieg. Durch Eingemeindungen mehrerer Orte in der Umgebung wuchs Einwohnerzahl der Stadt am 1. Januar 1972 um 35.522 auf 89.087. Am 31. Dezember 2007 erreichte sie mit 92.945 ihren historischen Höchststand.
Der Anzahl der Nichtdeutschen in der Bevölkerung hat sich in den Jahren 1975–2005 ungefähr verdreifacht, der Anteil beträgt heute 17 %. Die Todesfälle weisen gegenüber den Geburten seit 2001 einen Überschuss auf, insbesondere in den Jahren 2002 (-124 und -119) und 2007 war der Unterschied besonders deutlich. Bei der Analyse der Zu- und Fortgezogenen ist zu erkennen, dass junge Menschen − gegen den Trend in anderen großen Mittelstädten − besonders gerne nach Düren kommen. Insgesamt ziehen seit 2001 (außer im Jahr 2006) immer mehr Menschen zu als weg. Trotzdem zeigt sich auch in Düren die allgemeine demographische Entwicklung, wonach der Anteil der älteren Menschen steigt. Die meisten Neubürger kommen aus der Nachbargemeinde Kreuzau, aus Niederzier und den benachbarten Großstädten Aachen und Köln. Diese Orte stehen auch bei den Zielen der aus Düren Weggezogenen an erster Stelle.
Die Katholiken bilden die bedeutendste Glaubensgemeinschaft in Düren. Mitte des 15. Jahrhunderts gründeten die Franziskaner ein Kloster, das später zur Marienkirche wurde. Die Annuntiatinnen und die Jesuiten kamen 1628 hinzu. Heute sind vier Ordensgemeinschaften in Düren ansässig. Die Eucharistiner haben dort eine von insgesamt drei Gemeinden in Deutschland. Die Karmelitinnen kamen aus den Niederlanden in ihr Dürener Kloster an der Kölner Landstraße. Die Cellitinnen von der Hl. Gertrud haben ihren Sitz im Marienkloster in Niederau und widmen sich im angrenzenden Seniorenheim und einem weiteren Heim in der Innenstadt ihrer pflegerischen Arbeit. Die Ursulinen kümmerten sich um das Schulwesen. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts vorübergehend aus der Stadt vertrieben.
Da die Reformation in Düren nicht von Landesherren durchgesetzt wurde, hatte sie zunächst nur geringen Einfluss. Die ersten reformierten Prediger übernahmen presbyterianische Prinzipien von Flüchtlingen aus Frankreich und den Niederlanden. Im Zuge der Reformation trat in Düren zeitweise die Gemeinschaft der Wiedertäufer auf, die dort nach ihrem Anführer Lancelot von Kettig auch als Kettisten bezeichnet wurden. In ihrer religiösen Überzeugung standen sie zwischen den Katholiken und den Anhängern Martin Luthers. Mit ihrer Forderung auf Eigentumsverzicht gewannen sie Sympathien bei den armen Menschen und bereiteten der Obrigkeit Ärger.
Nachdem sie durch den Religionsvergleich von 1672 im Herzogtum die nötigen Freiheiten zur Ausübung ihres Glaubens erhalten hatten, bildeten sich eine reformierte und eine lutherische Gemeinde. 1837 übernahmen beide Gemeinden im Kirchenkreis Jülich das Unierte Bekenntnis, wie es in Preußen bereits 1817 eingeführt worden war. 1887 vereinigten sich beide Gemeinden. Heute gibt es für die Innenstadtgemeinde alleine die Christuskirche.
Des Weiteren sind mehrere Freikirchen in der Stadt vertreten, darunter die Neuapostolische Kirche, die Baptisten und die Zeugen Jehovas.
- Im Norden der Stadt, wo auch viele Türken wohnen, befindet sich die Fatih-Moschee, das wichtigste muslimische Gotteshaus der Stadt.
- Die Juden haben seit der Pogromnacht keine eigene Gebetsstätte mehr in Düren. Sie sind bisher in der Jüdischen Gemeinde Aachen organisiert.
Dem Dürener Stadtrat gehören neben dem Bürgermeister fünfzig Mitglieder an. Derzeit sind sieben Parteien im Rat vertreten. Bei der Kommunalwahl am 26. September 2004 konnte die CDU mit 26 Sitzen die absolute Mehrheit gewinnen. Die zweitstärkste Fraktion bildet die SPD mit 14 Sitzen vor den Grünen mit drei Sitzen. Die FDP und die PDS (jetzt Die Linke) kamen mit jeweils zwei Mitgliedern in den Rat. Die restlichen Plätze besetzen die lokalen Gruppen Bürger für Düren (BfD) und Europäer für Düren (EfD) mit zwei beziehungsweise einem Vertreter. Die politische Arbeit findet in elf Bezirks- und fünfzehn Fachausschüssen sowie drei Beiräten (Behinderte, Feuerwehr, Senioren) statt.
Bei den Kommunalwahlen ist seit 1989 ein deutlicher Trend zugunsten der CDU zu erkennen. Die Union konnte ihren Stimmenanteil von rund 35 % auf mehr als 50 % steigern, während die Anteile der SPD von der absoluten Mehrheit auf unter 30 % sanken. Bei den Landtagswahlen gibt es eine ähnliche, aber nicht so deutliche Entwicklung und bei den Ergebnissen der Bundestagswahlen liegt die SPD seit 1994 immer vor der CDU.
Der Bürgermeister Paul Larue ist gleichzeitig Leiter der Verwaltung mit fünf Dezernaten. Zu den Dezernaten I und III gehören neben der allgemeinen Verwaltung das Bürgerbüro und die Ämter für Soziales und Kultur, außerdem die Bereiche Schule und Jugend. Für die Finanzen ist der Erste Beigeordnete und Kämmerer zuständig. Dem Dezernat II ist der Dürener Service-Betrieb (DSB) angegliedert, der als Dienstleistungsunternehmen für die Stadtreinigung sowie die Grünflachen und Friedhöfe sorgt. Ein technischer Beigeordneter leitet das Dezernat IV (Bauen), das auch für die Stadtentwässerung zuständig ist. Das Dezernat V ist verantwortlich für Recht und Ordnung. Zu dieser Abteilung gehört außerdem das Standesamt.
Alle Amtsinhaber sind in der Liste der Persönlichkeiten der Stadt Düren aufgeführt.
Johann Heinrich Flügel wurde 1798 zum Präsidenten der Munizipalität des Kantons Düren ernannt und 1814/1815 erster preußischer Bürgermeister der Stadt Düren. Die nächsten drei Bürgermeister übten ihre Tätigkeit nebenberuflich aus. Hubert Jakob Werners war der erste hauptberufliche Amtsträger. In der Zeit von 1943 bis 1952 gab es sieben verschiedene Amtsinhaber.
Von 1893 bis 1976 gab es in Düren den Titel Oberbürgermeister. Von 1976 bis 1997 war der Bürgermeister ein ehrenamtlich tätiger Bürger, der auch dem Rat vorstand. Die Verwaltung wurde in dieser Zeit gemäß der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen von einem Oberstadtdirektor beziehungsweise Stadtdirektor geleitet. Seit 1994 ist der Bürgermeister gleichzeitig Vorsitzender des Stadtrats und Leiter der Verwaltung. Der gegenwärtige Bürgermeister Paul Larue ist seit 1999 im Amt.
Das Wappen der Stadt Düren ist geteilt und zeigt oben in Gold einen rot bewehrten schwarzen Adler, unten in Gold einen schreitenden rot gezungten schwarzen Löwen. Der Adler erinnert an die alte Königs- und spätere freie Reichsstadt. Der Löwe im unteren Feld symbolisiert die Jülicher Herrschaft. Zuvor gab es bereits ein Siegel, das den König mit der Stadtmauer zeigt und eine lateinische Aufschrift trägt: HOC EST REGALE SIGILLVM OPIDI DVRENSIS („Dies ist das königliche Siegel der Stadt Düren“).
Das Wappen ist auch oben rechts im Logo der Stadt Düren enthalten, das in den gleichen Farben (schwarz, rot, gold) gestaltet ist. Unter dem Namen der Stadt steht das heutige Motto „lebendig, offen, mittendrin.“
Düren hat sechs Partnerstädte. Die ersten Beziehungen knüpfte die Stadt im Jahre 1959 mit dem französischen Valenciennes und leistete damit einen Beitrag zur Versöhnung der beiden Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg. Noch heute pflegen viele Vereine Kontakte mit der rund 250 Kilometer entfernten Stadt im Département Nord und es gibt einen regelmäßigen Schüleraustausch. Cormeilles wurde im Juni 1970 die zweite Partnerstadt aus dem Nachbarland. Der Kontakt kam durch eine Tanzgruppe des TV Arnoldsweiler zustande. Die Menschen aus Arnoldsweiler laden die Gäste aus der Normandie jedes Jahr zum Karneval ein und besuchen ihre Partner zu Christi Himmelfahrt. Am 23. Dezember 1971 unterzeichnete der Dürener Bürgermeister eine Partnerschaftsurkunde mit der österreichischen Marktgemeinde Altmünster am Traunsee. Der Männergesangverein aus Niederau blickt auf eine langjährige Freundschaft mit dem Musikverein Neukirchen zurück und drei Straßen in dem Stadtteil sind nach den österreichischen Orten benannt. Die Schüler aus Niederau und Altmünster besuchen sich jedes Jahr abwechselnd in ihrer Heimat.
Im 21. Jahrhundert richtete sich der Blick in Richtung Osten. Im August 2001 wurde die Partnerschaft mit der bosnischen Stadt Gradačac besiegelt, die wie Düren unter den Auswirkungen eines Krieges zu leiden hatte und nun einen Stadtteil nach dem deutschen Partner benannt hat. Die Dürener beherbergten Mitte der 1990er Jahre Kriegsflüchtlinge von dort und leisteten anschließend Hilfe beim Wiederaufbau. Außerdem gibt es Begegnungen beim Dürener Stadtfest und ähnlichen Veranstaltungen in Gradačac. Einen Monat nach der Partnerschaft mit den Bosniern kam die ukrainische Stadt Stryj hinzu, wo Mitarbeiter des Lendersdorfer St.-Augustinus-Krankenhauses medizinische Hilfe leisteten. Heute kommt die Partnerschaft unter anderem jungen Ukrainern zugute, die in Dürener Betrieben Praktika absolvieren können. Jüngste Partnerstadt ist seit Oktober 2002 das chinesische Jinhua. Die Kontakte entstanden nach einem Auftritt eines Dürener Jugend-Jazz-Orchesters in der 400 Kilometer südlich von Shanghai gelegenen Stadt.
Am 22. April 1959 wurde in Cuxhaven das Minensuchboot M 1079 auf den Namen Düren getauft. Es war bis zum 20. Dezember 1979 im Dienst, wurde dann in ein Hohlstablenkboot umgebaut und zum 1. April 1989 unter gleichem Namen in Wilhelmshaven wieder in Dienst gestellt. Nach dem Ende der Nutzung am 28. September 2000 wurde es über die Verwertungsgesellschaft für ausgesondertes Wehrmaterial (VEBEG) an die Marine von Südafrika verkauft, wo es zum Küstenschutz eingesetzt wird.
- Siehe Hauptartikel: Düren (Schiff)
Die Gattin des Dürener Bürgermeisters taufte am 9. September 2002 auf dem Frankfurter Flughafen einen Airbus A340 auf den Namen Düren. Die Maschine hat 247 Sitzplätze und fliegt hauptsächlich in die Metropolen Nord- und Südamerikas, Afrikas und Asiens.