Eckernförde gehört zur sogenannten KERN-Region.
In Eckernförde sind nur wenige größere Industriebetriebe beheimatet. Dazu zählen der Ventilatorräder- und Lufttechnikhersteller Punker (ca. 270 Beschäftigte), der Handfeuerwaffenproduzent Sauer & Sohn (ca. 330 Beschäftigte) und der Getränkehersteller Waldemar Behn GmbH & Co. KG (ca. 240 Beschäftigte). Die Wirtschaftsstruktur der Stadt ist insgesamt von über 1.400 Klein- und Mittelbetrieben geprägt, von denen 77 Prozent keine Gewerbesteuer zahlen. Trotz auch in Eckernförde erfolgtem Truppenabbau (eine Kaserne wurde vollkommen stillgelegt) ist die Bundeswehr weiterhin mit rund 2.200 Arbeitsplätzen in den verbliebenen zwei Kasernen und der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD 71, vormals TVA) der größte Arbeitgeber Eckernfördes. Die Arbeitslosenquote im Bereich des Arbeitsamtes Eckernförde, der den Altkreis Eckernförde umfasst, lag im Oktober 2006 bei 7,6 Prozent und damit niedriger als im Umkreis.
Die Kaufkraftzahl (auch: Kaufkraftkennziffer oder Kaufkraftindex) liegt im gesamten Kreis Rendsburg-Eckernförde (2005: 103,6) und auch in der Stadt Eckernförde selbst kontinuierlich oberhalb des bundesrepublikanischen Durchschnittswertes von 100. Das Handels-Einzugsgebiet der Stadt ist sowohl für den Bereich der periodischen kurzfristigen Bedarfsdeckung (Nahrungs- und Genussmittel u.a.) als auch dem der aperiodisch gehobenen Bedarfsdeckung (Non-Food-Bereich) durch die Einzugsbereiche der Städte Kappeln, Schleswig, Rendsburg samt Büdelsdorf und vor allem dem Oberzentrum Kiel, im Bereich der periodischen Bedarfsdeckung auch vom Einzugsgebiet Gettorfs auf halber Strecke zwischen Kiel und Eckernförde, begrenzt und umfasst ein Gebiet mit knapp 45.000 Einwohnern, von denen mehr als 50 Prozent direkt in Eckernförde leben. Die Touristen in den Sommermonaten beleben den Handel zusätzlich. Neben dem traditionellen Einkaufszentrum Innenstadt hat sich in den vergangenen 20 Jahren immer mehr der Süden der Stadt (im Bereich zwischen Domstag, Rendsburger Straße und Sauerstraße) zu einem zweiten Einkaufszentrum (mit SB-Warenhäusern, Discountern, Baumarkt, Einzelhandelsgeschäften etc.) entwickelt. Obwohl schon seit über zwei Jahrzehnten gutachterlich Eckernförde in einzelnen Branchen ein Überangebot an Verkaufsfläche/Einwohner attestiert wurde (z.B. UNIVERSA-Gutachten von 1982), hat sich diese Entwicklung seither verstärkt und in einzelnen Branchen Züge eines Verdrängungswettbewerbs (Baustoffhandel als Beispiel) angenommen.
Größtes Kreditinstitut vor Ort und in der Region ist die am 1. Januar 2007 aus der Fusion der Sparkasse Eckernförde mit der Sparkasse Kiel und der Sparkasse Kreis Plön hervorgegangene Förde Sparkasse, gefolgt von der Eckernförder Bank (vormals: Volksbank Eckernförde). Natürlich sind in Eckernförde auch die üblichen Ketten wie beispielsweise die großen Automobilhersteller mit ihren Autohäusern oder die überall anzutreffenden Discount-, Super- oder Drogeriemärkte präsent.
Die Übernachtungskapazität beträgt insgesamt rund 1.500 Betten, davon rund 400 in typischen Beherbergungsbetrieben wie Hotels und Pensionen, rund 900 in Privatquartieren einschließlich Ferienwohnungen und -häusern sowie 160 in der Jugendherberge.
Der insgesamt rund drei Kilometer lange Ostseestrand aus feinem Quarzsand unterteilt sich in den rund zwei Kilometer langen Kurstand (mit den Strandabschnitten An de Dang und Südstrand I mit angrenzendem Kurpark) am Rande der Stadtmitte und den etwa einen Kilometer langen Südstrand II (auch: Sandkrug-Strand) im Süden der Stadt. Diese sind inzwischen wieder auch während der Kursaison von April bis September kurtaxfrei; ein 160 Meter langer Teil des Strandes ist als Hundestrand ausgewiesen. Daneben bestehen ein etwa einen halben Kilometer langer schmaler Ostseestrandabschnitt in Borby, eine Badestelle am Großen Schnaaper See sowie das Meerwasserwellenbad.
Das Verwaltungshaushaltsvolumen der Stadt beträgt 2007 rund 33 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von etwa 1,5 Millionen Euro und 4,73 Prozent entspricht. Der Vermögenshaushalt beträgt rund 9,5 Millionen Euro - gegenüber 2006 eine Steigerung von über 1 Million Euro und einem Plus von 13,36 Prozent. Die Verschuldung der Stadt beträgt knapp 6,5 Millionen Euro. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 275,90 Euro liegt Eckernförde weit unter dem Durchschnittswert der Mittelstädte Schleswig-Holsteins (631,– Euro), obwohl die Steuerkraft mit 471,– Euro/Einwohner gleich um gut 34 Prozent unter dem Durchschnitt der Mittelstädte des Landes (714,29 Euro) liegt. Die jährliche Zunahme der Pro-Kopf-Verschuldung lag im Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre bei etwas weniger als zwei DM bzw. bei unter einem Euro.
Die Stadtwerke Eckernförde GmbH und die Eckernförde Touristik GmbH sind Eigenbetriebe der Stadt mit einem Stammkapital von insgesamt etwa 4,6 Millionen Euro.
Eckernförde liegt an der Bahnstrecke Kiel–Flensburg, die seit 1881 verkehrt. Mit Kiel besteht teilweise eine halbstündliche, nach Flensburg eine stündliche Verbindung. Die Linien der Eckernförder Kreisbahnen nach Kappeln und Owschlag (an der Bahnstrecke Neumünster–Flensburg) wurden Ende der 1950er Jahre eingestellt. Neben dem Anfang der 1970er Jahre erbauten neuen Bahnhofsgebäude gibt es auch einen ZOB. Mehrere Buslinien des Stadtverkehrs Eckernförde durchqueren nahezu das gesamte Stadtgebiet. Eine der wenigen innerdeutschen Fernbuslinien führt von Eckernförde nach Berlin. Die wichtigsten Überlandbusverbindungen verkehren in Richtung Kiel, Rendsburg (Mo-Fr im Stundentakt), Schleswig sowie Kappeln.
Sowohl die Bundesstraße 76 als auch die Bundesstraße 203 führen, teilweise auf gemeinsamer Trasse, durch den Ort. Von der Bundesautobahn 7 gibt es zwei Abfahrten nach Eckernförde bei Rendsburg/Büdelsdorf und Owschlag.
In Eckernförde gibt es insgesamt vier Häfen sowie einen Schiffsanleger an der Torpedoschießanstalt im Süden (Sandkrug) der Stadt: Der Eckernförder Stadthafen - meist nur als Hafen bezeichnet - dient unter anderem als Fischerei-, Traditionssegler- und Frachthafen (vor allem Getreideumschlag). An der Hafeneinfahrt befindet sich der Vorhafen - ein Yachthafen vor allem für Motoryachten. Der Kranzfelder Hafen, benannt nach Alfred Kranzfelder, ist ein Tiefseehafen im Stadtteil Louisenberg (Eckernförde) der Bundesmarine, in dem inzwischen sämtliche deutsche U-Boote stationiert sind. Auf der Stadtteilgrenze zwischen Louisenberg und Borby gibt es den Segelyachthafen des SC Eckernförde. Die Ringelnatter - eine Seeboje - grenzt in der Eckernförder Bucht den Gesamtbereich der Eckernförder Häfen inclusive der Reede-Seeflächen ab. Noch in den 1980er Jahren reichte eine Umrundung der Ringelnatter mit einem Passagierschiff oder Fischkutter zum zollfreien Einkauf.
In Eckernförde erscheinen die Tageszeitungen Eckernförder Zeitung und die Kieler Nachrichten (mit der Regionalausgabe Eckernförder Nachrichten). Jährlich erscheint das Jahrbuch der Heimatgemeinschaft Eckernförde, das sich mit Historischem wie Aktuellem aus dem Bereich des ehemaligen Kreises Eckernförde beschäftigt.
- Amtsgericht
- Dänische Bücherei (in der Jes Kruse-Skole)
- Finanzamt Eckernförde-Schleswig
- Kfz-Zulassungsstelle für den Kreis Rendsburg-Eckernförde
- Kreiskrankenhaus
- Museum Eckernförde seit 1987 im Alten Rathaus
- Stadthalle mit Stadtbücherei
- Meerwasserwellenbad
- Ostsee-Informations-Zentrum (Aquarium)
- das „Haus“ mit kommunalem Kino
- Konsulat der Republik Niger
private Einrichtungen
- Galerie „nemo“ für zeitgenössische Kunst mit Kupferdruckwerkstatt
- Frisörmuseum
- Kinocenter „Stadt Hamburg“
- Albert-Schweitzer-Schule (Grund- und Hauptschule), benannt nach Albert Schweitzer
- Fachbereich Bauwesen der Fachhochschule Kiel (umgangssprachlich als Bauschule bekannt) (wird auf Beschluss der Landesregierung im September 2007 geschlossen und der Fachhochschule Lübeck zugeschlagen; derzeit gibt es Pläne dort eine privat finanzierte Hochschule unter Leitung der Uni Flensburg und zweier chinesischer Hochschulen entstehen zu lassen)
- Berufliche Schulen
- Jes Kruse-Skolen (Dänische Grund- und Gesamtschule), benannt nach Jes Kruse
- Fritz-Reuter-Schule (Grund- und Hauptschule), benannt nach Fritz Reuter
- Gorch-Fock-Schule (Grundschule), benannt nach Gorch Fock
- Gudewerdt-Schule (Realschule), benannt nach der Bildschnitzer-Familie
- Peter-Ustinov-Schule (Gesamtschule), benannt nach Peter Ustinov
- Jungmannschule (Gymnasium), benannt nach Eduart Julius Jungmann
- Pestalozzi-Schule (Förderschule), benannt nach Johann Heinrich Pestalozzi
- Richard-Vosgerau-Schule (Grundschule), benannt nach Richard Vosgerau, 1929-1933 Bürgermeister im damals noch selbständigen Borby
- Volkshochschule Eckernförde
- Waldorfschule
- Willers-Jessen-Schule (Grundschule), benannt nach Willers Jessen
- Heimatgemeinschaft Eckernförde
- Zentralstelle für Landeskunde (Schleswig-Holsteinischer Heimatbund)
- Wilhelm Lehmann (1882–1968), Lehrer und Schriftsteller
- Kurt Schulz (* 1922), ehemaliger Bürgermeister der Stadt Eckernförde, langjähriges Mitglied des Landtages für den Wahlkreis Eckernförde und ehemaliger Landesbeauftragter für das Grenzland, Minderheiten und die niederdeutsche Sprache
- Jürgen Anbuhl (* 1940), langjähriger Bürgervorsteher der Stadt, ehemaliges Mitglied des Bundestages für den Wahlkreis Eckernförde, ehemaliger Schulleiter
- Hans Friedrich Baasch (1784–1853), Maler
- Walter von Bülow-Bothkamp (1894–1918), Jagdflieger im Ersten Weltkrieg und Träger des Ordens Pour le Mérite
- Grietje Staffelt (* 1975), Politikerin, MdB
- Ritha Elmholt (* 1947), (geborene Roswitha Ceglars) Malerin und Autorin.
- Eskil Lille (Eskil der Kleine) (um 1300), Schiffseigner - ein ihm gehörendes vor Lübeck 1302 aufgefundenes Schiff war Anlass einer Korrespondenz, aus der hervorgeht, dass Eckernförde zweifelsfrei Stadt war
- Arissa Ferkic (* 1984), Schauspielerin
- Tony Franck, geb. Thiedemann (1827–1875), Pianistin
- Hans Gudewerth I. oder Hans Gudewerth der Ältere (1570–1642), Bildschnitzer
- Hans Gudewerth II. oder Hans Gudewerth der Jüngere (1599/1600–1671), Bildschnitzer
- Hans Gudewerth III. (1639/1640–nach 1709), Bildschnitzer
- Erika Haendler-Krah (1893–1979), Theaterfotografin in Kiel
- Willi Harwerth (1894–1982), Grafiker und Illustrator
- Thomas Jonigk (* 1966), Dramaturg
- Nikolaus Jürgensen (1901–1971), Politiker
- Jes Kruse (1805–1859), Befürworter eines dänischen Schleswigs
- Anja Klafki (* 1967), Grafikerin
- Christian Otte (1674–1747), Großkaufmann, Reeder, Stifter
- Friedrich Wilhelm Otte (1715–1766), Großkaufmann, Unternehmer, Bürgermeister
- Friedrich Wilhelm Otte der Jüngere (1763–1851), Etatsrat, Oberlandinspektor, Schriftsteller
- Friedrich Rathgen (1862–1942), Chemiker
- Sönke Rix (* 1975), Politiker, Mitglied des 16. Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Eckernförde
- Karl Friedrich Samwer (1819–1882) Staatsrechtsprofessor und Gothaer Staatsminister
- Hansjörg Schneider (* 1960), Grafiker und Designer
- Lorenz von Stein (1815–1890), Staatsrechtslehrer und Nationalökonom
- Karl Wilhelm Valentiner (1845–1931), Astronom
- Rüdiger Wolff (* 1953), Schlagersänger
- Jürgen Anbuhl (* 1940), Politiker, ehemaliges Mitglied des Bundestages für den Wahlkreis Eckernförde, langjähriger Bürgervorsteher und Schulleiter a. D.
- Johann Joseph Beckh (1635-1692), Schäferdichter und Dramatiker der Barockzeit, Stadtschreiber
- Carl Bössenroth (1863-1935), Maler
- Otto Bernhardt (* 1942), Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Eckernförde
- Klaus Buß (* 1942), Politiker, langjähriger Bürgermeister und ehemaliger Landesminister
- Iver Callø (1888-1972), Politiker und Kaufmann
- Gerald Eckert (* 1960), Komponist, Musiker, Künstler
- Ewerdt Friis (1619-1672), Bildschnitzer
- Bernd Hadewig (* 1946) Politiker und Waldorfpädagoge
- Eduart Julius Jungmann (1815-1862), deutscher Hauptmann im Schleswig-Holsteinischem Krieg
- Bischof Hans-Christian Knuth (*1940), Bischof, langjähriger Propst des Kirchenkreises Eckernförde
- Eugen Lechner (1903-1971), Politiker
- Helmut Lemke (1907-1990), Bürgermeister zur Zeit des Nationalsozialismus
- Ulrike Mehl (* 1956), Politikerin, ehemaliges Mitglied des Bundestages für den Wahlkreis Eckernförde
- Lianne Paulina-Mürl, Politikerin, langjähriges Mitglied des Landtages für den Wahlkreis Eckernförde, ehemalige Landtagspräsidentin
- Ludwig Theodor Preußer (1822-1849), verteidigte Eckernförde im Krieg gegen die Dänen
- Kurt Prokscha (1919-1998), Dirigent
- Ulrike Rodust (* 1946), Politikerin, Mitglied des Landtages für den Wahlkreis Eckernförde
- Heide Simonis (* 1943), Politikerin, ehemalige Landesministerin und langjährige Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, ehemaliges Mitglied des Bundestages für den Wahlkreis Eckernförde
- Gerhard Stoltenberg (1928-2001), langjähriges Mitglied des Bundestages für den Wahlkreis Eckernförde
- Johann Jakob Thiedemann, Pädagoge
- Marianne Tralau (* 1935), Künstlerin und Galeristin
- Wilhelm Dreesen (1840-1926), Fotograf
- Jens Hilbert (* 1966), Rekordtaucher
- Alfred Kranzfelder (1908-1944), Korvettenkapitän und Widerstandskämpfer, nach ihm wurde der „Kranzfelder Hafen“ benannt
- Rüdiger Nehberg (* 1935), Abenteurer, Aktivist für Menschenrechte
- Charlotte Niese (1854-1935), Schriftstellerin und Lehrerin
- Wolfgang E. Nolting (* 1948), Vizeadmiral und Inspekteur der Bundesmarine
- Martin Pörksen (1903-2002), Theologe und Politiker
- Graf von Saint Germain (1696-1784), Alchemist, Okkultist, Violinist und Komponist