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Wirtschaft

Mit 6724 Einwohnern (Ende 2007) gehört Ollon zu den grösseren Gemeinden des Kantons Waadt. Von den Bewohnern sind 79.2 % französischsprachig, 5.4 % englischsprachig und 3.9 % deutschsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Ollon belief sich 1900 auf 3428 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl langsam aber kontinuierlich an (4126 Einwohner im Jahr 1960). Erst seit 1980 (4429 Einwohner) wurde ein deutlich verstärktes Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Ollon war bis Ende des 19. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Seit etwa 1840 entwickelte sich der obere Gemeindeteil um Villars-sur-Ollon und Chesières zu einem bedeutenden Fremdenverkehrsort.

Heute bietet Ollon rund 2100 Arbeitsplätze an. Mit 14 % der Erwerbstätigen, die noch im primären Sektor beschäftigt sind, hat die Landwirtschaft immer noch einen gewissen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Etwa 12 % der Erwerbstätigen sind im industriellen Sektor tätig, während der Dienstleistungssektor 74 % der Arbeitskräfte auf sich vereinigt (Stand 2001).

Die Landwirtschaft zeigt noch heute dank des ausgedehnten Gemeindegebietes und der unterschiedlichen Höhenlagen eine grosse Vielfalt. In der Rhôneebene befinden sich ausgedehnte Ackerbau- und Obstbaukulturen. An den optimal besonnten Hängen bei Ollon, Verchiez und Sala sowie bei Saint-Triphon wird auf einem Gebiet von insgesamt rund 140 ha Weinbau betrieben. Oberhalb der Rebflächen gedeihen an den Hängen Edelkastanienwälder. Die höheren Lagen dienen der Milchwirtschaft und Viehzucht. Östlich des Chamossaire und im Bereich des Col de la Croix gibt es ausgedehnte Alpweiden zur Sömmerung der Viehbestände.

Die Industrie hat sich vor allem in der Rhôneebene niedergelassen, ist aber in Ollon gegenüber den Nachbargemeinden nur wenig vertreten. An den Hügeln von Saint-Triphon wird Kalkstein und Schwarzer Marmor abgebaut. Die Unternehmen sind im Bereich des Bau- und Transportgewerbes tätig. Ansonsten ist das Gewerbe neben der Deckung des täglichen Bedarfs hauptsächlich auf die Bedürfnisse des Fremdenverkehrs ausgerichtet. Nahe von Ollon wurden nach 1990 Probebohrungen für ein allfälliges Endlager radioaktiver Abfälle durchgeführt.

Seit 1867 setzte mit der Eröffnung der Strasse von Ollon nach Chesières der rasche wirtschaftliche Aufschwung von Villars-sur-Ollon und Chesières durch den Tourismus ein. Seither entstanden zahlreiche Hotels, Ferienwohnungen, Wochenendhäuser sowie Sportzentren (Tennis, Golf, Eishalle). Heute gehören Villars und Chesières zu den bedeutendsten Wintersportorten der Region. Die umliegenden Höhen sind durch mehrere Bergbahnen und die Zahnradbahn Villars-Bretaye sowie Skilifte erschlossen. Durch die Bahnlinie nach Gryon und mehrere Skilifte ist die Skiregion von Villars-sur-Ollon mit derjenigen von Gryon verbunden. Auch während des Sommers ist Villars ein beliebter Erholungsort und Wanderziel des Tagestourismus.

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