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Orte am Millstätter Berg

Der Millstätter Berg ist im Osten durch den steilen Abfall nach Döbriach topografisch deutlich begrenzt. Im Westen zieht sich die Talstufe bis zum Liesertal hin. Der landschaftliche Abfall zum Millstätter See ist nicht mehr stark ausgeprägt. Historisch gesehen war Tangern ein Dorf des Millstätter Klosters, während Liedweg schon zur Herrschaft Sommeregg gehörte. Heute sind Tangern sowie alle weiter westlich liegenden Ortschaften wie Liedweg, Schloßau oder Treffling Teil der Gemeinde Seeboden. Im einheimischen Sprachgebrauch wird der zur Gemeinde Millstatt gehörende Ortsteil Gössering als westlichster Ort des Millstätter Bergs angesehen. Folgende Ortschaften liegen (von Osten nach Westen) am Millstätter Berg:

  • Starfach, eine heute zur Gemeinde Radenthein gehörende Streusiedlung mit 136 Einwohnern, liegt am südöstlichen Abhang des Millstätter Bergs bei Döbriach. Ursprünglich hatte die Siedlung eine Gotteshaus, die Maria Magdalena-Kapelle, eine Filialkirche von Millstatt, die einstweilen in ein Wohnhaus umgebaut wurde. Die frühere Kirchenglocke ist heute in Matzelsdorf.
  • Matzelsdorf Siehe Hauptartikel
  • Sappl Siehe Hauptartikel
  • Görtschach ist eine Streusiedlung mit 105 Einwohnern. Die in Kärnten häufiger anzutreffende Ortsbezeichnung Görtschach leitet sich aus der spätalthochdeutschen Lehnform aus dem schriftslowenischen Goričah ab, das bei den Bichlern bedeutet. Dieser Zusammenhang wird hier besonders deutlich, denn der älteste Bauernhof, der Pichler erstmals 1520 erwähnt, liegt auf einem der für die Landschaft typischen Hügel. Das ortsnamentliche Gegenstück ist Dellach vom slawischen Dôljah, das bei den Talbewohnern bedeutet. Beide Ortschaften liegen am Görtschacher Bach. Durch einen alten Fußweg waren die Orte früher stärker miteinander verbunden, als die heute weit ausholende Autostraße vermuten lässt. Weitere alte Höfe sind der Niggele und der Lindel. Bei beiden bestehen die alten Häuser, jeweils in Blockbauweise, noch. Die drei kleineren Höfe von Görtschach heißen Aichbichler, Bodenbauer und Waldadam.
  • Lammersdorf ist eine Dorf mit 163 Einwohnern. Der Ortsname, 1177 als Lomärsdorf, 1466 als Lamersdorff geht auf den slawischen Personenname (Mi-)Lomĕr zurück. Der Ort, auf dessen Gebiet die bisher ältesten Siedlungsfunde Oberkärntens gefunden wurden (siehe unten) ist viel älter. Beim Fastian, heute Hotel XXX, wurde ein Urne aus der Urnenfelderzeit gefunden und Steinbeile gefunden. Der Ort liegt am Pesentheiner Bach. Alte Höfe sind der Mentele, Fastian, Wastl und Gritzen.
  • Grantsch ist eine Streusiedlung mit 80 Einwohner. Die Ortschaft mit einem Namen unbekannten Ursprungs wurde 1466 als Gränsch, 1506 als Gratsch erwähnt. Bis in das 20. Jhdt. waren auch noch die Bezeichnungen Gräntsch und Grätsch gebräuchlich.
  • Obermillstatt Siehe Hauptartikel
  • Weitere Siedlungen sind Kleindombra (92 Einwohner), Schwaigerschaft (115 Einwohner), Großdombra (185 Einwohner), Tschierweg (149 Einwohner), Öttern (19 Einwohner).
  • Laubendorf ist ein Dorf mit 233 Einwohner.
  • Gössering ist das westlichste Dorf der Gemeinde Millstatt mit 57 Einwohnern.

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