Meersburg hat sich mit den Gemeinden Daisendorf, Hagnau, Stetten und Uhldingen-Mühlhofen zu einem Gemeindeverwaltungsverband zusammengeschlossen und ist Sitz dieses Verbandes.
- 1919–1937: Karl Moll
- 1937–1946: Fritz Vogt
- 1945–1946: Bruno Helmle
- 1946–1948: Otto Ehinger
- 1948–1958: Hans Netscher
- 1958–1968: Franz Gern
- 1969–1980: Horst Eickmeyer
- 1981–1997: Rudolf Landwehr (CDU)
- 1997–2005: Heinz Tausendfreund (CDU)
- 2005-2009: Sabine Becker (CDU)
Im zweiten Wahlgang der Bürgermeisterwahl am 28. November 2004 wurde Sabine Becker mit absoluter Mehrheit (56%) zur neuen Bürgermeisterin gewählt. Sie ist die erste Bürgermeisterin im Bodenseekreis und seit dem 1. Februar 2005 im Amt.
Bei der Bürgermeisterwahl am 1. Februar 2009 trat Sabine Becker nicht mehr an. Gewählt wurde mit relativer Mehrheit und 35,36 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen Martin Brütsch (parteilos).
Nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
Städtepartnerschaften bestehen mit
- Hohnstein in Sachsen – seit 1991
- Louveciennes in der Region Île-de-France in Frankreich – seit 1991
- San Gimignano in der Toskana in Italien – seit 2002.
Außerdem hat Meersburg die Patenschaft für den Versorger Meersburg (Schiffs-Nr. A 1418) der Bundesmarine und den Lufthansajet Meersburg (Nr. D-ACHB) übernommen.
Meersburg hat Bedeutung als Weinbau- und Tourismusort. Der sonnige Hang ist durch seine Ausrichtung nach Süden und durch das milde Bodenseeklima für den Weinbau geradezu prädestiniert. Im Jahr 2004 war Meersburg der Veranstaltungsort des Ride to the Lake Urban Freeride Events.
Durch die günstige Erreichbarkeit per Schiff und PKW und durch die besonders idyllische Lage zieht Meersburg mit seinen teilweise überregional bekannten Restaurants und Weinstuben in der Urlaubssaison ungefähr eine Million Tagesausflügler an. Den 250000 Übernachtungsgästen pro Saison stehen zahlreiche Hotels, Pensionen, Gasthöfe, Ferienwohnungen und Privatzimmer zur Verfügung. Meersburg besitzt das Prädikat "Erholungsort".
Meersburg gehört zum alemannischen Sprachraum. Es liegt in der Regio D-A-CH.
Die Weinhänge Richtung Unteruhldingen und Hagnau sind vom Schiff und von der Fähre aus gut zu sehen. Dazu kommen Reblagen nördlich der Bundesstraße 33. Die Weinanbaufläche in den Gemarkungen Meersburg und Stetten umfasst ca. 120 Hektar und liefert etwa 1 Million Liter Wein. Die begrenzte Anbaufläche teilt sich auf mehrere Winzer auf. Die Betriebe werden sowohl genossenschaftlich, als Stiftung (Konstanz), staatlich, in markgräflicher und fürstlicher Tradition als auch rein privatwirtschaftlich geführt. Ein privater Winzer in Meersburg-Stetten am Höhenweg von Meersburg nach Hagnau wurde sogar vom renommierten Weinführer Gault Millau 2007 mit sehr guten drei Trauben ausgezeichnet.
Der Anbau in den Meersburger Lagen in 444 bis 500 Meter Höhe ist nur durch die Besonderheiten des Seeklimas möglich. Der Bodensee speichert die Wärme der Sonne, wirkt damit mildernd auf das Klima und sorgt für einen langen, milden Herbst. Hinzu sorgt die häufige Föhnwetterlage und die Reflexion der Sonne vom See auf die Uferhänge für gutes Weinbauklima.
Wichtige Rebsorten sind Müller-Thurgau und Spätburgunder, aus dem in Meersburg Rotwein (durch Vergärung von Saft, Fleisch und Haut der Beeren) sowie der goldgelbe bis bernsteinfarbene Weißherbst (Vergärung des Safts ohne Fleisch und Haut der Beeren) ausgebaut wird. Weitere Rebsorten sind Grauer Burgunder, der in der lieblichen Ausbaustufe Ruländer und in der trocken Grauburgunder genannt wird. Rebsorten, die ein besonderes Bukett ergeben, sind der Traminer, Bacchus, Kerner und Sauvignon Blanc. Eine weitere wichtige Rebsorte ist auch der Weißburgunder.
Bekannte Meersburger Weinlagen (Einzellagen) sind von West nach Ost: Chorherrnhalde, Fohrenberg, Rieschen, Jungfernstieg, Sängerhalde, Bengel, Haltnau, Lerchenberg. Allgemein gehört Meersburg zu der Großlage Sonnenufer. Weinbau in Meersburg ist seit 1324 urkundlich belegt. Die besonderen Weinlagen waren bis zur Säkularisation im Besitz der Fürstbischöfe von Konstanz.
- Die Stadt liegt an den Bundesstraßen 31 (von Breisach an der französischen Grenze über Freiburg im Breisgau bis Lindau an der österreichischen Grenze) und 33 (Willstätt – Konstanz – Ravensburg). Die B 31 führt als 4-spurige Schnell-/Umgehungsstraße an Meersburg vorbei. Wer zur Fähre oder in die Meersburger Stadtteile will, der sollte beachten, dass es wegen des hügeligen Geländes nur zwei Ausfahrten gibt: Meersburg und Uhldingen-Mühlhofen.
- Die Stadt liegt an mehreren Ferienstraßen. Sie liegt am Schnitt- und Endpunkt der West- und der Südroute der Oberschwäbischen Barockstraße. Außerdem ist sie südlicher Endpunkt der Schwäbischen Dichterstraße, die in Bad Mergentheim beginnt, und der südlichsten der neun Routen der Deutschen Fachwerkstraße mit Start in Mosbach.
- Zwischen Meersburg und Konstanz am gegenüberliegenden Bodenseeufer besteht eine wichtige Autofährverbindung, die Autofähre Konstanz–Meersburg. Die Schiffe der Bodensee-Schiffsbetriebe befördern Passagiere von Meersburg nach Konstanz, von Meersburg nach Überlingen und von Meersburg nach Lindau und Bregenz.
- Die Stadt ist mit einigen Buslinien u.a. mit Friedrichshafen und Überlingen verbunden und gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.
- Die Altstadt von Meersburg ist Fußgängerzone. Unter- und die höher gelegene Oberstadt sind durch die Burgtreppe, Rieschentreppe und die steile Steigstraße miteinander verbunden. Autofahrer umfahren die Unter- und Oberstadt auf der B 33 (Serpentine), die den einzigen Zugang zur Fähre darstellt.
- Als direkt am See liegende Stadt ist Meersburg auch Station des Bodensee-Radwegs und des Bodensee-Rundwanderwegs.
Meersburg ist Sitz des Dekanats Linzgau des Erzbistums Freiburg.
Die Stadt Meersburg verfügt über zwei Schulen:
Das Droste-Hülshoff-Gymnasium ist ein staatliches Aufbaugymnasium mit angeschlossenem Internat. Schulleiterin ist Annette Brunke-Kullik, stellvertretender Schulleiter ist Heinz Scholten. Im Gymnasium arbeiten 52 Lehrer; es wird von 629 Schülern in 18 Klassen besucht. Die durchschnittliche Klassengröße war mit 25,4 Schülern im Schuljahr 2006/07 die niedrigste im Bodenseekreis an einem Gymnasium.
Die Sommertalschule ist eine Grund- und Hauptschule mit 24 Lehrern und 335 Schülern in 15 Klassen. Schulleiter ist Jürgen Ritter, stellvertretender Schulleiter ist Wolfgang Fitz. Im Schuljahr 2006/07 waren 26 % der Schulübergänge von der Grundschule an Hauptschulen, 26 % an Realschulen und 48 % an Gymnasien.
In Meersburg gibt es ein Freibad und ein Thermalbad, eine Sporthalle, eine Tennisanlage mit fünf Tennisplätzen und einen Skatepark.
Meersburg verfügt über einen großen Sportverein. Der TuS Meersburg umfasst unter anderem die Sportdisziplinen Fußball, Turnen,Volleyball und Leichtathletik. Die Fußballabteilung spielt in der so genannten Sommertalarena, wo gegen Ende 2007 ein neuer Rasenplatz für ungefähr 120.000 Euro fertiggestellt wurde. Die Turner und Volleyballer sind heimisch in der Sommertalhalle, die zu einer der modernsten im ganzen Bodenseekreis gehört.