Knabenmusik, Stadtkapelle und Fanfarenzug vertreten Meersburg musikalisch.
Die Stadt Meersburg vergibt in unregelmäßigen Abständen den Droste-Preis an Schriftstellerinnen zum Gedenken an Annette von Droste-Hülshoff.
Das Zeppelinmuseum in Meersburg und das Zeppelin Museum in Friedrichshafen ergänzen sich. Die Meersburger Museumsstücke des Zeppelinmnuseums wurden und werden in Privatinitiative zusammengestellt. Besonders werden Originalbauteile, Uniformen, Inventar und Modelle gezeigt. Insgesamt umfasst die Sammlung 10000 Exponate.
Burgmuseum (Alte Burg Meersburg): Es gibt diverse Ausstellungsstücke aus dem Mittelalter zu sehen. Unter anderem sind auch das Arbeitszimmer und das Schlaf- und Sterbezimmer von Annette von Droste-Hülshoff zu besichtigen. Davon abgesehen ist auch ein Großteil der Burg begehbar, so kann man beispielsweise auch den Rittersaal, den Königssaal, die Waffenkammer, die Folterkammer und den Dagobertsturm besichtigen.
Im Neuen Schloss sind drei Museen untergebracht.
Das Weinbaumuseum wurde in den 1950er Jahren vom Staatsweingut eingerichtet. Es befindet sich im Neubau von 1680 des Heilig-Geist-Spitals in der Vorburggasse. Im Untergeschoss befand sich der Torkel. Im Obergeschoss dieses Hauses starb 1815 der Arzt und Heiler Franz Anton Mesmer.
Im Weinbaumuseum ist der Heilig-Geist-Torkel (Kelter, Weinpresse) von 1607 ausgestellt. Ferner ein Fass mit 50000 l Fassungsvermögen, das „Türkenfass“. Weiter werden gezeigt eine Flaschensammlung, geschnitzte Fassböden, und Küferwerkzeuge.
Stadtmuseum: Dokumentation zu Franz Anton Mesmer
Bibelgalerie: Erlebnisausstellung zur Welt der Bibel
Droste-Museum im Fürstenhäusle: Es liegt mitten in einem Rebberg oberhalb der Oberstadt. Es wird Fürstenhäusle genannt nach dem Konstanzer früheren Domherrn und späteren Fürstbischof Jacob Fugger von Kirchberg und Weißenhorn. Er ließ das Gartenhaus im 16. Jahrhundert als Hort der Zuflucht bauen. Es wurde der Kirche durch die Säkularisation enteignet. Annette von Droste-Hülshoff ersteigerte das Fürstenhäusle im November 1843 von der Meersburger Priesterhausverwaltung. Das Arbeitszimmer mit Aussicht auf den Bodensee nannte sie „Schwalbennest“. In einem Brief an Elise Rüdiger, geborene Hohenhausen von 1843 schreibt sie: „Die Aussicht ist fast zu schön, d. h. mir zu belebt, was die Nah- und zu schrankenlos, was die Fernsicht betrifft.“
- Von der Terrasse des Neuen Schlosses: Blick auf Burg, Unterstadt und den Bodensee.
- Vom Känzele: gelegen zwischen Priesterseminar (heute Droste-Hülshoff-Gymnasium) und Reithof (heute Staatsweingut) - oberhalb der Reblage Rieschen ergibt sich eine beeindruckende Sicht auf den Hafen und den See.
- Von der Rieschentreppe, die mit 171 Stufen direkt von der Schiffsanlegestelle hinauf in die Oberstadt führt. Auf halber Höhe inmitten des Weinhanges Rieschen findet sich eine Aussichtsplattform mit dankbar genutzten Sitzbänken, ebenso am oberen Treppenende (am so genannten Glatten Stein). Blick auf das Hafentreiben und die Unterstadt.
- Von der Seepromenade in der Unterstadt lassen sich See, Schiffsbetrieb, Fische, Wasservögel und bei guter Fernsicht das Panorama der Alpen beobachten.
- Im Verlauf des Höhenweges Meersburg - Hagnau eröffnen sich vom Wetterkreuz sowie vom Ehrenmal aus Ausblicke auf den See und das Schweizer Ufer.
- Friedrichshöhe (Wasserturm) im Verlauf der Von-Laßberg-Straße bietet ein Wasserturm einen Panoramablick auf die historische Stadt, den See und die Alpen.
Die mittelalterliche Stadtbefestigung schützte Burg, Ober- und Unterstadt. Gegen feindliche Übergriffe bestand die Kombination aus Burg, Burggraben und Stadtmauern.
Als Überreste der Stadtbefestigung sind in der Unterstadt das Unterstadttor und in der Oberstadt das Obertor erhalten. Die Befestigung in der Oberstadt verlief vermutlich in halbrunder Linienführung vom Turm der katholischen Stadtkirche - Mauerreste und Wehrturm „Am Stadtgraben“ - Obertor (Die Häuser zu beiden Seiten des Obertors sind direkt auf die Stadtmauer gebaut.) - Rückseite der Häuser der „Vorburggasse“ - Gewölbekeller des Staatsweinguts Meersburg. Der Gewölbekeller ist um 1720 in der Vertiefung des Stadtgrabens in der Regierungszeit von Fürstbischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg angelegt worden.
Das Obertor wurde um 1300 erbaut als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Das Brückenhaus des Obertors wurde 1838 abgerissen. In der Unterstadt gab es am Hafen das „hintere Seetor“, das 1852 abgebrochen wurde.
Im Mittelalter wurde im Neuweiher bei Daisendorf Wasser gesammelt, um von dort den Stadtgraben von Meersburg mit Wasser zu füllen oder zu fluten. Das Wasser aus dem Neuweiher fließt heute durch den Haselbach in den Siechenweiher am nordöstlichen Stadtrand von Meersburg und von dort in den Bodensee. Die Wasserläufe in der Meersburger Altstadt wurden Mitte des 20. Jahrhunderts überdeckelt und münden in den Bodensee.
Es gab einen Fluchtweg aus der Burg. Dieser entstand während der Burgbelagerung durch die Schweden im 16. Jahrhundert und führt aus einem Haus in der Unterstadt direkt in den Burgstall, wo dessen Einstieg auch heute noch im Rahmen einer Burgbesichtigung zu sehen ist.
Die Burg Meersburg (Altes Schloss) mit Dagobertsturm (langjähriger Wohnort der Droste, siehe insbesondere deren Gedicht „Am Turme“).
Vom See her ergibt sich eine einzigartige Sicht auf Meersburg. Neben dem Alten Schloss sind auch die Gebäude zu sehen, die unter den Konstanzer Fürstbischöfen (u. a. Johann Franz Schenk von Stauffenberg) als Barockensemble in der Oberstadt gebaut wurden: das rote Neue Schloss (1712 - 1762), der gelbe Reit- und Stallhof (1751 - 1760) und das rote ehemalige Priesterseminar (1725 - 1735).
Das Gebäude des ehemaligen Reithofs des Fürstbischofs beherbergte Stallungen und Kutschenremisen und wurde später von der Weinbaudomäne bzw. dem Staatsweingut und dann von der Volksschule bzw. dem Aufbaugymnasium genutzt.
Das Gebäude des Priesterseminars, das oberhalb der Reblage Rüschen und über dem Hafen thront, wurde immer für Ausbildungszwecke genutzt: von 1735 bis 1825 zur Ausbildung katholischer Priester, dann als katholisches Lehrerseminar, Aufbaurealschule (1925 - 1937), Reichsfinanzschule (1937 -1945), Pädagogium für angehende Volksschullehrer (1946 - 1953) und als Aufbaugymnasium (seit 1952). Die Schule heißt heute Droste-Hülshoff-Gymnasium. Durch diese Zweckbestimmungen war die im Priesterseminar gelegene Barockkapelle mit Deckenfresken über die Pestzeit für die Öffentlichkeit nie zugänglich.
Die Fachwerkhäuser in der Oberstadt in der Steigstraße, der Winzer- und Kirchgasse bilden ein romantisches Ensemble. Das Fachwerk war um 1920 noch mit Putz bedeckt. Die Handelsstraße von Konstanz nach Ravensburg verlief über die Steigstraße.
Die Magische Säule auf der Hafenmole wurde von Peter Lenk geschaffen und setzt damit die Reihe seiner Kunstwerke an den Schiffsanlegestellen des Bodensees fort: nach der Imperia-Figur an der Hafeneinfahrt Konstanz, dem Reiter über den Bodensee bei der Anlegestelle in Überlingen, jetzt (2007) die Magische Säule an der Hafeneinfahrt in Meersburg. In diesem filigranen Werk werden Begebenheiten und Persönlichkeiten mit Bezug zur Meersburger Stadtgeschichte dargestellt. An einem hohen Pfahl sind der Meersburger Amor des Fürstbischofs aus dem 13. Jahrhundert, Freiherr Joseph von Laßberg, Wendelgart von Halten (Haltnau-Sage), Franz Anton Mesmer und Johann Joseph Gassner (Exorzist) dargestellt. Am oberen Ende des Pfahles schwebt, symbolisch als angreifende Möve dargestellt, Annette von Droste-Hülshoff. Das Denkmal ist derartig transparent, dass die Sicht auf die Stadtkulisse nicht gestört wird.
Auf dem städtischen Friedhof Meersburg sind die Gräber von Annette von Droste-Hülshoff, Franz Anton Mesmer und Fritz Mauthner erhalten.
Die kleine vergitterte Kapelle „Zum Frieden“ am Wegesrand des Spazierweges „Am Rosenhag“ beherbergt eine Kopie der Stalingradmadonna in Form eines Gobelins durch die russische Künstlerin Elena Kikopule. Die Kapelle wurde im 17. Jahrhundert unter Fürstbischof Franz Johann von Praßberg gebaut und wegen Straßenbaus hierher, vor die Einmündung in die Töbelestraße, umgesetzt.
Die am äußersten Südosten des Meersburger Gebietes und am südlichen Rand von Stetten gelegene Kriegsgräberstätte Lerchenberg ist auch über den Höhenweg (Fußweg) Meersburg - Hagnau zu erreichen. Auf diesem mit Muschelkalk-Mauern eingefriedeten Gelände oberhalb der Rebhänge sind 69 Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg beigesetzt. Eine Inschrift in schwarzen Lettern weist darauf hin, dass diese Stätte auch den Kriegstoten geweiht ist, „deren Gräber uns unerreichbar sind“ (Volksbund Deutsche Kriegsgräber).
- Die Internationalen Schlosskonzerte werden mit wechselnde Werken und Solisten von März bis Dezember im Spiegelsaal des Neuen Schlosses aufgeführt.
- Alljährlich im Mai werden die Droste-Literaturtage veranstaltet.
- Das Seenachtsfest lässt die Stadtkulisse durch Feuerwerk und Beleuchtung in anderem Licht erscheinen.
- Das Meersburger Jazz-Festival findet jährlich an einem Wochenende im Reithof statt.
- Beim Bodensee-Weinfest im September auf dem Schlossplatz und in der Vorburggasse haben die Besucher die Gelegenheit, die Weine der Winzer aus Meersburg und Umgebung zu vergleichen.
Es ist Bestandteil der schwäbisch-alemannischen Fasnet.
- Schnabelgiere-Umzug: Einmal im Jahr zieht der Schnabelgiere, eine als weißer Vogel mit rotem Schnabel verkleidete Person, durch die Stadt und teilt an die ihn umringenden Kinder Esswaren aus einem umgeschnallten Weidenkorb aus. Der Korb wird von den Geschäftsleuten entlang der Route fortlaufend mit neuen Gaben bestückt. Die Kinder müssen „Schnabel-, Schnabel-, Giere“ rufen. Sie werden, falls sie zu leise rufen oder sich vordrängen, von zwei schwarz gekleideten und maskierten Helfern mit luftgefüllten Saublotern (Schweineblasen) an Stöcken geschlagen. In der Winzergasse unterhalb der katholischen Stadtkirche befindet sich mit dem Schnabelgiere-Brunnen eine würdigende Darstellung. In Museen werden ähnlich gekleidete Figuren bisweilen als Ärzte der Pestzeit in ihrer Schutzkleidung vorgestellt.
- Hemmedglonker-Umzug: Dies ist ein Umzug von Gesellen im weißen langen Hemd, die mit Fackeln durch die Stadt ziehen. Zum Abschluss wird eine humorige Rede in alemannisch über die Begebenheiten des vergangenen Jahres in Meersburg gehalten.
- Hänsele-Treiben: Während des Fasnet-Treibens (Fastnacht) sind diese Gestalten mit Ganzkörper-Anzügen aus schuppenförmigen Stoffstücken verkleidet und vermummt. Sie bewegen sich hüpfend und johlend in Gruppen.
- Narrebom setzen: Ein glattgeschälter Nadelbaum (Narrenbaum) wird zunächst durch die Stadt gezogen und schließlich aufgerichtet. Mutige Kinder versuchen den glatten Stamm zu erklimmen bis zu einem hoch oben hängenden grünen Kranz. Von diesem Kranz reißen sie einige der dort befestigten Lebensmittel ab, werfen sie in die Menge und behalten einige für sich.
In den 1950er Jahren wurden die Kult-Heimatfilme Briefträger Müller mit Heinz Rühmann sowie Die Fischerin vom Bodensee (1956) mit Marianne Hold und Gerhard Riedmann teilweise in Meersburg gedreht. In Die Fischerin vom Bodensee sind die Trachtenhauben sowie die historischen Gebäude Meersburgs im Erhaltungszustand des Jahres 1956 dokumentiert.
In den 1970er Jahren wurde der Kult-Musikfilm Alter Kahn und junge Liebe, in dem Roy Black heimatliche und besinnliche Lieder singt, teilweise vor den Kulissen des Marktplatzes in Meersburg, des Obertors, der Häfen der Unterstadt sowie vor der Kulisse des Rheins gedreht.
- Stefan Lochner (auch Meister Stephan genannt) (um 1410–1451), deutscher Maler
- Franz Konrad Kasimir Ignaz Reichsfreiherr von Rodt (1706–1775), Kardinal und Fürstbischof von Konstanz 1750–1775
- Johann Baptist Lingg von Linggenfeld (1765–1842), Generalleutnant
- Josef Ehinger (1889–1955), Bildhauer in Meersburg
- Wolfgang Baumgratz (* 1948), deutscher Organist und Musikpädagoge
- Markus Baur (* 1971), deutscher Handballer
- Branco Vukovic (* 1978) bekannter deutscher Fernseh- und Filmschauspieler, Moderator
- Franz Anton Mesmer (1734–1815). Nachdem seine zunächst europaweites Aufsehen erregende Lehre vom tierischen Magnetismus auf immer stärkere Ablehnung stieß, zog er sich Anfang des 19. Jahrhunderts aus Paris nach Meersburg zurück, wo er 1815 starb. Sein Lebenswerk ist im Stadtmuseum dokumentiert. Seine Grabstelle befindet sich auf dem Friedhof in Meersburg. Der Mesmerismus gilt heute als Vorläufer der Hypnose.
- Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) lebte von 1841 bis zu ihrem Tod am 24. Mai 1848 während ihrer Besuche am Bodensee bei ihrem Schwager Joseph von Laßberg. Arbeits- und Sterbezimmer sind bis heute auf Burg Meersburg erhalten und können besichtigt werden. Auf dem alten Friedhof befindet sich ihre Grabstätte.
- Karl Raichle (1889–1965), Zinnschmied und Metallkünstler, gründete 1933 Meersburger Zinnschmiede im Lehrenweg
- Ralf Zacherl kochte einst bei Stefan Marquard im Gasthaus Drei Stuben
- Ingo Lenßen, Fernsehanwalt
- Christian Pampel, Volleyball-Nationalspieler
- Stefan Waggershausen, Musiker
- Franz Sales Meyer (*1849; †1927) am 12. Oktober 1915
- Fritz Mauthner (*1849 in Horzitz, Böhmen; †1923 in Meersburg), deutscher Schriftsteller und Philosoph, Ehrengrab auf dem Meersburger Friedhof.
- Hermann Schwer (*1877; †1936)
- Fritz Zimmermann (*1873; †1959)
- Hans Dieter (*14. Januar 1881 in Mannheim, †30. Dezember 1968 in Meersburg) wurde wegen seiner naturverbundenen Werke als Malerpoet gewürdigt, Ehrengrab auf dem Meersburger Friedhof.
- Georg Seyfried (*1889; †1963)
- Wilhelm Restle (*1884; †1980), Ehrengrab auf dem Meersburger Friedhof.
- Wilhelm Schuh (*1901; †1994)
- Kurt Kränkel (*1929; †2007)