Das Denkmal zu Ehren Charles de Gaulle wurde auf dem gleichnamigen Rondo in den 1990er-Jahren aufgestellt. Der spätere französische Präsident war nach dem Ersten Weltkrieg mehrere Jahre in Warschau und gestaltete den Wiederaufbau der Polnischen Armee mit.
Die Ujazdowski-Allen beginnen am Platz der Drei Kreuze in dessen Mitte die Alexanderkirche steht und verlaufen bis nach Wilanow. Sie wurden 1766 als Alleen anstelle des 1724 bis 1731 von Joachim Daniel von Jauch angelegten Kalwariaweg. Seit 1784 hat sich der Name Ujazdowski Alleen eingebürgert. Südöstlich zweigt die Ulica Wiejska ab, an der sich die Regierungsgebäude des Sejm und Senat befinden. Der zunächst barocke Platz der Drei Kreuze wurde 1724 angelegt und wurde 1770 bis 1787 im klassizistischen Stil umgestaltet sowie 1817 nach Süden erweitert. 1817 wurde der Platz bis 1915 in Aleksander-Platz umbenannt. An den Alleen befinden sich viele Botschaftsvillen aus dem 19. Jahrhundert, die vor allem im eklektischen Stil entstanden.
Auf dem Gelände des Schloss Ujazdowski befand sich ursprünglich eine mittelalterliche Burg der Herzöge von Masowien mit dem Namen Jazdów. Um diese Burg entstand eine Siedlung, die um 1265 vom litauischen König Mendog zerstört wurde. Die Siedlung Jazdów wurde auf einer Anhöhe oberhalb der Weichsel angelegt, nachdem die Siedlung in Brody im 11. Jahrhundert zerstört worden war. Nach der der Zerstörung von Jazdów siedelten sich die Warschauer Handwerker und Kaufleute nördlicher, nämlich auf dem Gebiet der heutigen Altstadt an. Auf dem Gebiet der Burg Ujazdów (Burg bei Jazdów) entstand ein kleines Jagdschloss, das später zum Ujazdowski-Schloss ausgebaut wurde. Das Jagdschloss wurde von König Zygmunt II. zu einem Königsschloss erweitert, in dem seine Mutter Königin Bona Sforza nach dem Tod ihres Gemahls Zygmunt I. zeitweise wohnte. Von 1620 bis 1624 ließ Zygmunt III. das Schloss von Matteo Castello zu einer barocken Festung mit einem quadrattischen Innenhof ausbauen. 1683 erwarb Kronmarschall Lubomirski das Schloss und ließ es umgestalten. Einer der beteiligten Architekten war Tylman van Gameren. Der letzte polnische König Stanisław August Poniatowski erwarb 1764 das Schloss und übereignete das Gelände 1784 der Stadt Warschau, das Schloss und seine Nebenanlagen dienten zunächst als Kaserne und in den folgenden fast 150 Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg als Militärkrankenhaus. Es wurde während des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Wehrmacht in Brand gesetzt und dabei zu 40 Prozent zerstört. Nach dem Krieg wurde es nicht wiederaufgebaut, sondern seine Überreste 1954 abgetragen. Erst 1975 wurde es im ursprünglichen, frühbarocken Stil rekonstruiert. 1981 wurde es zum Sitz eines der hervorragendsten europäischen Zentren für zeitgenössische Kunst. Zeitgenössische bildende Kunst, Musik und Theater, Film und Video sind Thema von Ausstellungen und Künstler-Workshops. Das Schloss wird von mehreren Parkanlagen umgeben, dem Agrikola-Park, dem Ujazdwoski-Park und dem Botanischen Garten. Der Agrykola-Park umgibt das Ujazdowski-Schloss und schließt sich südlich des Ujazdowski-Parks und nördlich des Łazienki-Parks an. Westlich des Schlosses befindet sich der mehrere hundert Meter lange Piaseczyński-Kanal, der, mit einer Fontäne ausgestattet, in Richtung Weichselufer führt. Zwischen dem Agrykola-Park und dem Łazienki-Park befindet sich der Botanische Garten, der Anfang des 19. Jahrhunderts von der Universität Warschau angelegt wurde. Michał Szubert schuf ihn von 1817 bis 1819 an der Stelle eines früheren Englischen Parkes. Neben der Sternwarte befinden sich hier auch die Fundamente der Kirche der Göttlichen Vorsehung, mit deren Bau zu Ehren der Verfassung vom 3. Mai 1791, 1792 unter Jakub Kubicki begonnen wurde. Nach der Zweiten Polnischen Teilung 1793 wurde der Bau eingestellt. Heute wird diese Kirche als monumentales und modernes Bauwerk in Wilanów errichtet. Der Ujazdowski-Park stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts. Er wurde von Franciszek Szanior in den Jahren 1893 bis 1896 angelegt. Der Park nimmt eine Fläche von fast sechs Hektar ein und schließt sich im Norden an das Ujazdowski-Schloss beziehungsweise die Parkanlage Agrykola und den Łazienki-Park an. Der Platz der Weggabelungen (polnisch Plac na rozdrożu) befindet sich im Schnittpunkt der drei Parkanlagen. Im Westen werden sie von den Ujazdowski-Alleen begrenzt. Im Park befand sich einst eine orthodoxe Kirche an einem künstlichen See. Heute stehen im Park mehrere Denkmäler, „Die Brücke“ von Wiliam Lindley, die „Personenwaage“ von 1898, der „Gladiator“ von Pius Wieloński von 1892, die Statue „Eva“ von Edward Wittig (1930), das Paderewski-Denkmal von Michał Kamieński von 1935 sowie der „Perseus“ von Theodor Charles Gruyer von 1972.
Das Palais auf dem Wasser (polnisch: Pałac na Wodzie oder Pałac Łazienkowski), auch Palais auf der Insel genannt, wurde im 17. Jahrhundert von Tylman van Gameren für Stanislaus Lubomirski, den Eigentümer von Ujazdow, errichtet. Von 1772 bis 1793 baute Domenico Merlini das Schloss im Łazienki-Park für Stanislaus August Poniatowski um, der es zu seiner Residenz machte. Die Badeanstalt wurde im Inneren im chinesischen Stil gestaltet, der in der Epoche des Klassizismus sehr beliebt war. Zu sehen sind vor allen Reliefs und bemalte holländische Kacheln, Möbel und Gemälde aus der Zeit der Aufklärung. Von Außen deominiert eine von Säulen getragene Attika mit allegorischen Statuen. Das Schloss befindet sich auf einer künstlichen Insel auf dem Łazienki-See, die durch zwei Arkadenbrücken mit dem Festland verbunden ist. Der längliche Łazienki-See wird von dem Palais in zwei Teile, dem kleineren nördlichen See und den größeren südlicheren See geteilt. Im Erdgeschoß befinden sich das Bacchuszimmer, die königlichen Bäder, der Ballsaal, das Portraitkabinett, der Salomonsaal, die Rotunde mit den Figuren der polnischen Könige, die untere Gemäldegalerie, die Schlosskapelle und der Speisesaal, in dem die berühmten Donnerstagstreffen stattgefunden haben, zu denen König Stanislaus August Poniatowski wöchentlich wichtige Kulturschaffende und Freimaurer seiner Zeit einlud. In der ersten Etage befinden sich die königlichen Appartements, die obere Gemäldegalerie, das Balkonzimmer, das Königskabinett, die königlichen Schlafgemächer, die Garderobe und das Offizierszimmer. Das Palais auf dem Wasser wurde nach dem Warschauer Aufstand 1944 von der deutschen Wehrmacht gebrandschatzt und nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut. Das Palais auf dem Wasser wird von Łazienki-Park (deutsch: Park der Bäder) umgeben. Es ist mit 80 Hektar die größte Parkanlage in Warschau. Die Gartenanlage wurde im 17. Jahrhundert von Tylman van Gameren im Stil des Barock für Stanisław Lubomirski errichtet. Namensgebend für den Park war ein Badepavillon, der damals errichtet wurde. Im Jahr seiner Wahl zum polnischen König 1764 erwarb Stanisław August Poniatowski den Schlossgarten. Die Anlage des neuen klassizistischen Gartens wurde zum Lebenswerk von Stanisław II. August. Die Parkanlage schufen Dominik Merlini und Jan Chrystian Kamsetzer sowie den gartenanleger Jan Christian Schuch. Die wichtigsten Gebäude sind um den Łazienki-See und -Fluss konzipiert, wie das Palais auf dem Wasser, das Theater auf der Insel sowie das Sobieski-Denkmal. Die meisten Gebäude wurden nach dem Warschauer Aufstand 1944 von der deutschen Wehrmacht niedergebrannt. Die Bausubstanz blieb aber im Vergleich zur Altstadt dennoch relativ gut erhalten, so dass der Wiederaufbau in den ersten Nachkriegsjahren vollendet werden konnte.
Das Weiße Haus war eines der ersten Gebäude, die von Dominik Merlini im Łazienki-Park vollendet wurden. Es befindet sich auf dem Königsweg von den Ujazdowski-Alleen zum Palais auf dem Wasser. Der Bau dauerte von 1774 bis 1776 für die Geliebte des Königs Stanislaus II. August Elzbieta Grabowska. Das Weiße Haus ist auf quadratischem Grundriss errichtet worden. Das Innere wurde mit Fresken von Jan Bogumił Plersch und Jan Ścisło geschmückt. Das kleine Gebäude war für die Mätresse Stanislaus Augusts vorgesehen. Während seines Exils lebte hier aber auch Ludwig XVIII. Obwohl das Weiße Haus nach dem Warschauer Aufstand von der deutschen Wehrmacht teilweise niedergebrannt wurde, blieb es dennoch eines der best erhaltensten Gebäude im Łazienki-Park. Das Innere ist zum großen Teil im Originalzustand der Zeit Stanislaus August Poniatowski erhalten geblieben.
Das frühklassizistische Myślewicki-Palais im Łazienki-Park verdankt seinen Namen dem Dorf Myślewice. Der Palast wurde in Auftrag König Stanislaus II. Augusts von 1775 bis 1779 von Dominik Merlini in drei Phasen errichtet. Das zunächst auf einen quadratischen Grundriss errichtete Gebäude wurde um zwei Rundflügel ergänzt. Im Inneren ist die Originaldekoration des Esssaals mit Ansichten von Rom und Venedig sowie das vom Maler Jan Bogumił Plersch gestaltete Bad erhalten geblieben. Ursprünglich für Angehörige des Königshofes vorgesehen, ging es später an Józef Antoni Poniatowski über, dessen Initialen in eine Kartusche über dem Eingang eingearbeitet wurden.
Das Belvedere-Palais (Belweder) von 1660 befindet sich auf einem Hügel am westlichen Rand des Łazienki-Parks. Es wurde von Jan Kubicki im klassizistischen Stil nach 1767 umgebaut. Das Belvedere ist von den Ujazdowski-Alleen am besten zu erreichen. Vom Park aus dagegen ist es nur schwer zugänglich, da es auch einer steilen Anhöhe über einem künstlichen Teich liegt. Von 1817 bis 1830 diente es als Privatpalais des russischen Statthalters Großfürst Konstantin Romanow, dem Bruder des Zaren. Die Aufständischen des Novemberaufstandes stürmten es am Abend des 29. November 1830 von der ebenfalls im Łazienki-Park gelegenen Fähnrichsschule kommend. Zwar gelang es Konstantin Romanow zu fliehen, doch damit wurde der über ein Jahr dauernde Aufstand ausgelöst. Das Palais diente hunderten polnischer Kleinadelspalais als Vorbild. In der Zwischenkriegszeit sowie von 1989 bis 1994 diente es dem polnischen Präsidenten als Wohnsitz.
Das Leszczyński-Palais, auch Śleszyński-Palais oder Józef-Fox-Palais genannt, wurde 1826 von Antonio Corazzio im spätklassizistischen Stil für die Śleszyńskis errichtet. Die Śleszyński richteten von 1825 bis 1827 einen öffentlichen Garten um das Palais an, der Schweizer Tal genannt wurde. Das Palais wurde 1944 von der deutschen Wehrmacht zerstört und nach dem Zweiten Weltkrieg von Helena Weinfeld und Szymon Syrkus rekonstruiert. Die Botschaft der Republik Jugoslawien hatte hier ihren Sitz.
Der Sobański-Palais wurde 1852/53 von Julian Ankiewicz im Stil der toskanischen Neurenaissance gebaut. 1912 kamen die Büsten der polnischen Könige Kazimierz der Große und Władysław Jagiełło nach dem Vorbild der Sarkophage in der Krakauer Wawelkathedrale hinzu. Im Garten steht eine Davidstatue aus dem 19. Jahrhundert, die eine Kopie der um 1440 angefertigten Skulptur von Donatello ist.
Das Wilhelm-Ellisa-Rau-Palais wurde von 1865 bis 1868 von Leandro Marconi im Neorenaissancestil für den Großindustriellen und Mitgründer der Metalurgiefabrik "Lilpop Rau Loewenstein" Wilhelm Ellisa Rau errichtet. Leandro Marconi ist auch der Autor der beiden allegorischen Statuen Architektur und Bildhauerkunst auf der Fassade. Auf Andrzej Pruszynski gehen die beiden anderen Figuren, die die Malerei und Mechanik symbolisiseren, zurück. Beide Künstler schufen auch die antiken Büsten an der Fassade. Ludwik Kucharzewski schuf die Fontaine und die Statuen im Garten. Das sehr gelungene Palais fand Beachtung weit über Kongresspolen hinaus. 1884 schuf Antoni Siedek in Krakau das dortige Chapski-Palais nach dem Vorbild dieses Baus. 1906 erwarb die Fürtsin Maria Sapiehów Branicka das Palais, das nach ihrem Tod an ihre Tochter Fürstin Maria Branicka Radziwill ging. 1906 ließen Fürstin Maria Sapiehów Branicka und Fürst Jerzy Radziwill das Palais durch einen Flügel mit dem ebenfalls ihnen gehörenden Lilpopów-Palais verbinden. In den 1930er Jahren wurde das Palais von der neuen Eigentümerin Fürstin Izabella Radziwill an das Außenministerium vermietet. 1944 wurde es von den deutschen Wehrmacht niederausgebrannt und in den Jahren 1948/49 von Szymon Syrkus und dem Schweizer Hans Schmidt rekonstruiert. Es dient seither als Botschaft der schweizerischen Eidgenossenschaft. In die Seitenfassade wurden erhaltengebliebene Medaillen von Ludwik Kucharzewski aus dem Jahre 1882 eingemauert. Die Statuen und die Gartenfassade wurden jedoch nicht rekonstruiert.
Das Lesserów-Palais, auch Rembieliński-Palais oder Poznański-Palais genannt, wurde von 1859 bis 1865 von Franciszek Maria Lanci errichtet. Aleksander Rembeliński erwarb das Grundstück von den Lesseróws und ließ das Palais im neoklassizistischen Stil erbauen. Bereits 1865 ging es in noch nicht vollendetem Zustand an Jan Kurtz und Stanisław Ratyński, wobei ersterer 1866 Alleineigentümer wurde. Der Großfabrikant Izrael Poznański aus Łódź erwarb das Palais 1900. Ab 1918 befand sich hier die französische und ab 1924 die dänische Botschaft. Abraham Sojka erwarb das Palais 1935 und richtete in ihm ein Offizierscassino ein. Das Palais wurde 1939 von der deutschen Wehrmacht beschädigt und 1944 zerstört. Den Wiederaufbau 1949 leiteten Wacław Kłyszewski, Jerzy Mokrzyński und Eugeniusz Wierzbicki. Hier befand sich zunächst das Museum der Geschichte der Vereinigten Polnischen Arbeiterpartei sowie später der Sitz der Vereinigung der Kämpfer für Freiheit und Demokratie.
Das Marconi-Palais wird auch Palais unter dem Karczoch genannt.
Das Eliza-Wielopolska-Palais wurde von 1875 bis 1876 von Józef Huss errichtet.
Das Dziewulski-Palais wurde 1909/10 von Wladyslaw Marconi für den bekannten Juristen und Ökonom Stefan Dziewulski und seine Frau Antonina Maria Natansonów anstelle eines älteren Gebäudes im Neorenaissancestil errichtet. 1946 wurde in dem Palais die Botschaft Bulgariens eingerichtet.
Das Karnicki-Palais wurde 1877 von Józefa Huss für den Geheimrat, Staatssekretär und Senator des russischen Zarenreichs Jan Karnicki im Neorenaissancestil errichtet. Beachtung finden vor allem die Loggien auf dem ersten und zweiten Stockwerk. 1928 kam eine Offizin hinzu. Das Palais beherbergt heute das Deutsche Historische Institut Warschau.