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Gebäude

Die St.-Alexander-Kirche wurde von 1818 bis 1825 von Chrystian Piotr Aigner an der Stelle des 1815 zu Ehren des Zaren Alexander I. errichteten Triumpftores im Stil des Klassizismus erbaut. Der von dem römischen Pantheon inspirierte Bau wurde durch eine öffentliche Sammlung finanziert. Christian Peter Aigner und Szymon Boguslaw Zug hatten diese Form bereits im 19. Jahrhundert bei der Errichtung der Evangelisch-Augsburgischen Kirche Warschaus und der Mariahimmelfahrstkirche in Pulawy erprobt. Die St.-Peter-Kirche hatte jedoch die Besonderheit, dass sie zwei korinthische Säulenfassaden jeweils von Süden und Norden hatte. Von 1886 bis 1895 wurde die Kirche von Józef Pius Dziekoński im Stil der Neogotik und -renaissance um- und ausgebaut. Zwei Glockentürme wurden an der Südfassade errichtet und die Kuppel wurde nach dem Vorbild der vatikanischen Peter und Paul Basilika vergrößert. 1944 wurde die Kirche von der deutschen Wehrmacht zerstört. Bis 1949 galten ihre romantisch anmutenden Ruinen als die schönsten in Europa und inspirierten viele Künstler, die nach der Zerstörung der Stadt nach Warschau zurückkehrten. Die Kirche wurde in den Jahren 1949/50 im ursprünglichen bescheidenen klassizistischen Stil rekonstruiert. Die zerstörten Glockentürme mussten jedoch 1951 abgetragen werden.

Das Gebäude des Ministerrates ist der polnische Regierungssitz. Er liegt an den Ujazdowski Alleen gegenüber dem Łazienki-Park. Der Ministerrat hat seinen Sitz in vier Gebäuden der ehemaligen Kaserne des Kadettenkorpses Suworow. Das Kadettenkorpes wurde um 1900 von Wiktor Junosza-Piotrowski und Henryk Julian Gay umgebaut. 1914 wurde das Gebäude von Stefan Szyller in ein Stadtlazarett im Stil der Neurenaissance umgebaut. 1920 zog hier die Fähnrichschule und die Generalinspektion der Polnischen Armee ein. Im Südflügel befand sich die Militärbibliothek und die Sammlungen des Polenmuseums aus dem schweizerischen Rapperswill. Dieser Flügel brannte nach dem Bombardement der deutschen Luftwaffe 1939 ab. 1944 wurde das Gebäude während des Warschauer Aufstands beschädigt. Von 1946 bis 1949 wurde es von Odyniec Dobrowolski als Sitz des Staatsrates wiederaufgebaut. Aus dieser Zeit stammt der nach dem Entwurf von Franciszek Krzywda-Polkowski ausgeführte Portikus. Die Innenräume wurden in den Jahren 1947/48 von Jan Bogusławski und Bogdan Urbanowicz entworfen. Die Skulpturen stammen von Stanisław Sikora und die Details von Henryk Grunwald.

Das Gebäude des Sejm und Senats wurde von 1851 bis 1853 von Bolesław Podczaszyński anstelle des Józefa-Bodachowski-Zapolski-Palais aus dem 18. Jahrhundert, das der Geliebten Fürst Kazimierz Poniatowski gehörte, erbaut. 1863 wurde ein Mädchengymnasium hier untergebracht. Seit 1919 tagte hier der polnische Sejm in dem umgestalteten Ballsaal und der Senat im angrenzenden Gymnasiumgebäude. Von 1925 bis 1929 wurde es als Halbrotunde von K. Skórewicz für das Parlament umgestaltet. Das Basreliefen auf der Fassade stammt von J. Szczepkowski. Seit 1929 ist es Sitz des polnischen Zweikammerparlaments Sejm und Senat. 1939 wurde das Gebäude von der deutschen Wehrmacht abgebrannt. 1946 wurde es von Prof. Bogdan Pniewski wiederaufgebaut und 1949 bis 1952 ausgebaut. 1992 erfolgte eine generelle Restaurierung.

Das Haus zu den Riesen wurde von 1904 bis 1907 von Władysław Marconi für den Künstler Antoni Strzałecki im Geiste früherer Moderne erbaut. Es ist eines der am besten erhalten gebliebenen reichen Warschauer Bürgerhäuser mit den originellen Innenpolychromien des Eigentümers. Der Name stammt von den beiden Skulpturen am Gebäudeeingang. Heute hat ein Ärzteverein hier seinen Sitz.

Das Museum der Polnischen Armee stammt aus der Zwischenkriegszeit und wurde 1920 von Marschall Jozef Piłsudski gegründet. Im Museum befindet sich die größte Militariasammlung in Polen, die Ausstellungsstücke aus über tausend Jahre polnischer Militärgeschichte präsentiert. Es besitzt auch eine orientalische Waffensammlung, die auf die von Jan III. Sobieski 1683 bei Wien eroberten Waffen der osmanischen Armee Kara Mustafa zurückgeht. Im Museumspark und auf dem Gebiet des Czerniakowski Fortes sind Ausstellungsstücke der schweren Kampfausrüstung zu sehen. Seit 1993 beherbergt das Czerniakowski Fort auch das Katyńmuseum, das die Ermordung von 40.000 polnischen Offizieren durch den sowjetischen NKWD um 1940 dokumentiert. Die Militariasammlung ist eine der größten in Europa.

Das Gebäude des Nationalmuseums wurde von 1926 bis 1938 von Prof. T. Tołwiński für die 1862 als Museum der Schönen Künste gegründete Sammlung erbaut, die 1916 zum Nationalmuseum ausgeweitet wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude beschädigt und die meisten Sammlungen wurden nach Deutschland ausgeführt. Teilweise gelang es sie nach dem Zweiten Weltkrieg zurückzuführen. Rund zwei Millionen Kunstobjekte sind allerdings bis heute verschollen. Das Museum besitzt eine wertvolle Sammlung der antiken und mittelalterlichen Kunst, der polnischen Kunst aus dem 16. bis 21. Jahrhundert und Sammelobjekte fremder Kunst, sowie Sammlungen der Gewerbekunst und der Münzen. Besondere Beachtung verdienen die frühchristlichen Fresken aus Faras (Sudan), die von polnischen Archäologen entseckt wurden, die Gemäldesammlung der italienischen, holländischen und flämischen Meister aus der frühen Neuzeit, sowie der polnischen Kunst des Mittelalters, der Neuzeit, der Romantik, des Realismus und der Moderne.

Die Sternware wurde von 1820 bis 1824 von Michal Kado, Hilary Szpilowski und Chrystian Piotr Aigner für die Universität Warschau anstelle einer Orangerie aus dem 18. Jahrhundert im klassizistischen Stil errichtet. Das Gebäude wurde während des Zweiten Weltkrieges von der deutschen Wehrmacht zerstört und 1948/49 von Jana Dabrowski rekonstruiert.

Das Gebäude des Instituts für Taubstumme wurde für das 1817 von Pfarrer Jakub Falkowski gegründete Institut im Neorenaissancestil in den Jahren von 1827 bis 1830 anstelle des Holländischen Hauses des Architekten Dominik Merlini errichtet. Von 1845 bis 1846 wurde es von Stanislaw Pszczólkowski und Franciszek Maria Lanci umgebaut. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte die deutsche Wehrmacht das Gebäude, das von 1945 bis 1949 wiederaufgebaut wurde.

Das Szelechow-Haus wurde 1904 von Stanislaw Grochowicz im Stil der Frühmoderne und Sezession für den Kaufmann Szelechow errichtet.

Das Kolobrzeg-Kolberg-Haus wurde 1910 von Stanislaw Grochowicz im Stil der Frühmoderne und Sezession für den Kaufmann H. Kolobrzeg-Kolberg errichtet. Die Details an der Fassade gehen auf Józef Gardecki zurück.

Das Dziekonski-Haus wurde von 1890 bis 1900 von Józef Pius Dziekonski im Stil der Neogotik errichtet. Charakteristisch ist die wunderschöne Fassade aus Keramikziegeln.

Das Strzalecki-Haus wurde von 1904 bis 1907 von Wladyslaw Marconi im Stil der Frühmoderne für den Künstler Antoni Strzalecki errichtet.

Besondere Beachtung verdient auch das Gebäude der Botschaft der Vereinigten Staaten, das sich unter der Hausnummer 31 befindet.

Das Ericsson-Gebäude wurde 1925 von Marian Lalewicz im Stil des Modernismus und Neoklassizismus errichtet.

Das Kulikiewicz-Gebäude wurde 1833 von Antoni Corazzi im Stil Klassizismus für J. Kulikiewicz errichtet. Stefan Szyller hat das Gebäude um 1900 umgebaut.

Das Karszo-Siedlewskich-Gebäude wurde 1889 von Aleksander Woyda im Stil des Klassizismus für die Magnatenfamilie Karszo-Siedlewski errichtet.

Das Gebäude der Planungskommission wurde 1948 von Stanislaw Bieñkowski und Stanislaw Rychlowski errichtet.

Das Gebäude unter den Greifen wurde von 1884 bis 1886 von Józef Huss für die Familie Fuchsów im gemischten Neorenaissance, Neobarock und Neoklassizistischen Stil erbaut und ging später an die Classen.

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