Ferienwohnung Ferienhaus günstig mieten - Last Minute

Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Deutschland

Geschichte

Das Wappen der Ortsgemeinde Hochspeyer wurde erst 1960 eingeführt, und zeigt oben einen silbernen Adler (motiviert durch den leininger Adler) auf blauem Grund, und unten ein silbernes Balkenkreuz mit blauem H auf rotem Grund.

In früherer Zeit zeigte das Hochspeyerer Gemeindewappen ein großes, silbernes Kreuz auf blauem Grund, und einen kleinen goldenen Buchstaben H im linken oberen Viertel.

Der Gemeinderat aus Hochspeyer setzt sich aus 21 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Im Jahr 2008 wird zur Förderung der Familien und des bürgerschaftlichen Engagements in Zusammenarbeit mit Verbandsgemeindeverwaltung, Bürgern, Bildungseinrichtungen und Vereinen ein Lokales Bündnis für Familie gegründet.

In den 1990er Jahren gab es in Hochspeyer die Bürgerinitiative Neustadter Tal, die sich ohne Erfolg gegen den Bau der geplanten Umgehungsstraße zu Wehr setzte.

Die Ortsgemeinde Hochspeyer hat eine Partnerschaft mit der Gemeinde Leutenberg/Thüringen.

Der älteste Teil des heutigen Dorfes Hochspeyer ist der Münchhof aus dem 8. oder 9. Jahrhundert, der bis etwa 1800 unabhängig war.

Hochspeyer selbst wurde möglicherweise erst nach der Jahrtausendwende gegründet. Manche Quellen sprechen die Gründung den Leiningern zu, andere den Grafen von Saarbrücken.

Im Jahre 1195 wird Hochspeyer erstmals in einer Urkunde des Otterberger Klosters erwähnt. In dieser Urkunde bestätigt Kaiser Heinrich Vl. den Mönchen ihren Besitzanspruch am Münchhof (damals: Hof Sendelborn).

Um 1500 zählt Hochspeyer 18 Haushaltungen.

Im dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wird der Ort vernichtet und bleibt 15 Jahre lang menschenleer.

Die Region wird 1801 dem Département Donnersberg (Frankreich) zugeschlagen, der Münchhof wird mit Hochspeyer vereinigt.

Die Ludwigsbahn wird 1849 in Betrieb genommen. Der Heiligenbergtunnel bei Hochspeyer ist der letzte Streckenabschnitt dieser Bahnlinie zwischen Mannheim und Saarbrücken.

Die Industrialisierung führt unter anderem zur Ansiedlung einer chemischen Fabrik (1880-1924) zur Rohstoffgewinnung aus der Verkohlung von Buchenholz.

Erster Weltkrieg (1914-1918): Die Bahnlinie dient den Truppentransporten. In Hochspeyer wird in der alten Schule zeitweise ein Lazarett eingerichtet. Die Nahrungsmittelknappheit der Jahre 1916/1917 können die Bürger durch Intensivierung der Selbstversorgung abmildern.

Zweiter Weltkrieg (1939-1945): Der Verkehrsknotenpunkt Hochspeyer dient als Durchgangslager für Flüchtlinge und Arbeiter (Westwall), sowie Truppen. Ende 1944 wird die Bahnlinie in Hochspeyer das Ziel von Bombenangriffen. Am 19. März 1945 marschieren die Amerikaner in Hochspeyer ein und treffen auf keinen Widerstand.

In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wächst Hochspeyer beträchtlich, Neubaugebiete entstehen.

Hochspeyer war von 1317 bis 1797 für die Dauer von 480 Jahren als Kondominium, also als Herrschaftsgebiet mehrerer Grafschaften, anzusehen.

Ursache war das frühe Aussterben der männlichen Linie der Leininger im Jahre 1217, und die anschließenden Teilungen des Erbes des Leiniger Hauses in den Jahren 1237 und 1317.

In den nachfolgenden Jahrhunderten kam es immer wieder zum Gebietstausch zwischen verschiedenen Besitzern von Teilen Hochspeyers. Hochspeyer ist dabei allerdings als Dorf nie wirklich geteilt gewesen, sondern von den jeweiligen Herren gemeinsam verwaltet worden - die Abgaben wurden aufgeteilt.

Das überregional dominierende Herrschaftshaus der Kurpfalz spielte als Besitzer von Hochspeyer nur zeitweise eine Rolle. Die Kurpfalz war nämlich von 1706 bis 1797 nur 91 Jahre lang mit einem Sechstel an Hochspeyer beteiligt.

Erst mit der Annektierung der Pfalz durch französische Revolutionstruppen im Jahr 1797 endete das Kondominium, und Hochspeyer gehörte zum ersten Mal in seiner Geschichte zum Gebiet eines Nationalstaats.

Der Name Hochspeyer leitet sich vom Namen des Hochspeyerbachs ab. Der mittelalterliche Name Hospira des Hochspeyerbachs ist bereits im 10. Jahrhundert nachgewiesen, und leitete sich wiederum vom Speyerbach (Spira) ab.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hochspeyer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.