Der Name kommt vom Umladen (Umheben) von Wagenladungen an einer Grenze:
Bauern und andere Untertanen, die bis in das 19. Jahrhundert Transporte durchzuführen hatten (z. B. als Robot-Dienste für die eigene Grundherrschaft), konnten bzw. durften mit diesen Fuhren nicht immer über die Grundherrschafts- oder Landesgrenze fahren, weil sie für das Verlassen des Gebietes ihrer Grundherrschaft Abgaben und Sicherheiten zu leisten gehabt hätten oder dies überhaupt verboten war.
Es waren aus diesem Grund an den höchsten Stellen der Verkehrswege, unweit der „Landesconfinen“ (Landesgrenzen) „... unterschiedlich eigene Heb- und Leg-Stätte errichtet, bis dahin die Steyerischen Fuhrleute, von dort aber die Kärntnerischen die Fuhren versehen haben.“ (Rectifikationsfassion der Herrschaft Schwanberg, um 1750.) Dabei konnten fallweise auch Geldbeträge (Zoll, Maut) zu leisten sein, soweit diese nicht bereits am Fuß der Pass-Straße eingehoben wurden.
Die Hebalm wurde auch „Freyländer Hebstatt“, „Höbalben“, „Hubstatt“ genannt. Ortsnamen auf der Höhe des Koralmzuges, die auf „‑eben(e)“ lauten, werden ebenfalls von früheren Umladestationen abgeleitet, wie Weineben oder See Eben.
Hinweise darauf, dass der Name mit der griechischen Göttin Hebe zu tun hätte oder mit der Einnahme von Getränken, treffen nicht zu. Ebenso nicht Ableitungen von Personennamen.
Die Hebalm war eine von mehreren Pass-Straßen am Rand des Grazer Beckens in der Steiermark, die diesen Namen trugen. Andere Stellen, die als Hebalm bezeichnet wurden, liegen auf der Gleinalm und auf der Stubalm.
Bis Mitte des 17. Jahrhunderts waren die Wege aus der Steiermark auf die Hebalm und weiter nach Kärnten Teil eines „Geflechtes von Weinstraßen“ und wichtige Handelswege z. B. für Salz oder Erzeugnisse aus Eisen.
Im Mittelalter war „Heber“ ein Berufsstand, der sich mit dem Ab- und Aufladen von Waren beschäftigte. Namen, die das Wort „Absetz“ enthalten, wie „Hube an der Absetz“ (Name des ersten Bauernhofes südöstlich der Hebalm im Tal des Rettenbaches, vlg. Nikljosl) oder „Absetzwirt“ (beim Rosenkogel) erinnern ebenfalls an frühere Transportwege (Abladen der Frachten bzw. Absetzen getragener Lasten zumindest für die Dauer einer Rast).
Der Name des Berges „Gfällkogel“ im Norden der Hebalm soll ebenfalls auf die Einhebung von Gebühren (früher „Gefälle“ genannt) zurückzuführen sein. Der Weg von der Hebalm nach Modriach führt zwar an diesem Kogel vorbei, das Wort Gefälle kann aber auch auf einen Witterungsschaden (Windbruch, Schneebruch) im Wald zurückzuführen sein.
Im Alltag wird die Form „-alm“ verwendet. Das gilt auch für die Koralpe, auf deren Rücken die Hebalm liegt. Die Form -alm ist auch in Rechtsvorschriften vorhanden, eine „eindeutig richtige“ und damit zu bevorzugende Variante gibt es nicht.
Das Wort bezeichnet eine Weide am oder auf einem Berg, eine Bergweide.
Das Wort „Alm“ soll wie der Gebirgsname „Alb‑“ oder „Alpen“ auf ein vor‑indogermanisches alb für Berg zurückgehen. Dieses Wort soll schon früh mit der Silbe alb(us)‑weiß zusammengeführt bzw. vermischt („volksetymologisch angeschlossen“) worden sein, aber damit nichts zu tun haben. Die Nebenform „Alm“ soll seit dem 15./16. Jahrhundert durch Angleichung aus „alb(e)n“ (für einen Weideplatz am Berg) entstanden sein. Beleg für diese Namensableitung ist die Bezeichnung der Hebalm in der Karte der Steiermark von Georg Matthäus Vischer aus dem Jahr 1678: Nördlich der Freiländer Alm findet sich dort der Name „Deiggitsch Alben“ (nach dem Einzugsgebiet der Teigitsch, eines Nebenflusses der Kainach).
Zum Wort „Alpe“ wurde in der Sprachwissenschaft der Standpunkt vertreten, dass „Alpen“ aus dem Altertum stamme und es sich dabei um eine „gelehrte Neuauffrischung“ handle. Das Wort „Alpe“ wäre die erst viel später erfundene Einzahl dazu, „eine reine Papierform“. Das Wort soll schon im Altertum für keltisch gehalten worden sein. Die Sprachwurzel, die ihm zugrunde liegt, soll auch in Alimenten vorkommen, also eine Beziehung zum Bereich Ernährung (hier: des Viehs) haben.
In einer Landkarte wurden beide Schreibweisen nebeneinander verwendet. Die Schreibweisen können auch zwischen zwei Überarbeitungsgenerationen (Revisionen) desselben Kartenwerkes wechseln: So ist das Forsthaus im Gebiet einmal als „Fh. Hebalpe“ ausgewiesen, in der folgenden Kartengeneration als „Fh. Hebalm“. Die Veränderungen in der Schreibweise selbst amtlicher Karten sind zunächst Belege für die Unsicherheit der Schreibung. Die Variante „Hebalm“ wird häufiger verwendet als „Hebalpe“.
Manche Karten schränken das Wort „Hebalm“ auf das Schigebiet des Malteserordens im Nordwesten des gesamten Hebalmgebietes ein, wobei das Gesamtgebiet unbezeichnet bleibt.
Die Landesstraße L 606, die durch das Gebiet führt, wird Hebalmstraße genannt.
Das Grundbuch verwendet für die Eintragung der Agrargemeinschaft die Form „Freiländer Alpe“.
Namen im Hebalmgebiet wurden teilweise für verschiedene Gebäude und Gebiete verwendet. Die nicht eindeutige Namensverwendung löst bei der Arbeit mit unterschiedlichen Kartenauflagen Irrtümer aus und kann bewirken, dass Auskünfte die falsche Richtung angeben, das falsche Schigebiet nennen oder Urkunden falsch interpretiert werden.
Um 1900 war der Nordhang des Kampele Kogels als „Stocker Alm“ bezeichnet, dieser Name scheint auf den Karten als Alternative zu „Hebalm“ auf (siehe Messtischblatt). Das Forsthaus war mit W.H., also als Wirtshaus bezeichnet.
Bis in die Jahre um 1930 war (nur) das alte Zentrum beim Forsthaus benannt: Forsthaus „Heb.A“. (siehe Bild der damals aktuellen amtlichen Karte).
Diese Darstellung wurde in der Kartenberichtigung 1940 beibehalten. Dort ist jedoch erstmals das Hebalmschutzhaus verzeichnet, noch ohne Namen.
Die Kartenrevision 1969 der amtlichen Karte verwendet „Hebalpe“ neben dem Forsthaus für das Gebiet vom alten Zentrum über die Grandner Alm bis nördlich des Münzerkogels in das Gebiet von Modriachwinkel. Der Name hat in dieser Karte die größte Ausdehnung.
Die Kartenrevision 1976 dieses Kartenwerkes verwendet „Hebalpe“ für das Gebiet der Grandner Alm und des Gfällkogels nördlich der Freiländer Almhütte. Das Forsthaus wird mit „Fh. Hebalm“ bezeichnet. Der Namenszug liegt in dieser Kartenauflage in dem Bereich, der als „Revier Hebalm“ des Malteser Ritterordens bezeichnet wird. Der Name steht in dem Gebiet, das ca. 1900 als „Stocker Alm“ bezeichnet war.
Die Kartenfortführung 1991 dieser Karte ist „Hebalm“ einerseits für die Bezeichnung des gleichnamigen Schigebietes, andererseits für das Schutzhaus (Rehbockhütte) als „Wh. Hebalm“. Das Forsthaus trägt keinen Namen mehr. Diese Praxis findet sich auch in Karten privater Verlage.
Die Kartenfortführung 1998 verwendet „Hebalm“ nur mehr für die Bezeichnung des gleichnamigen Schigebietes. Beim Schutzhaus steht der Name „Rehbockhtt.“.
Die Veränderungen der Namensgebung belegen die Entwicklung, mit der die ursprüngliche Bedeutung der Silbe „Heb‑“ in Vergessenheit geriet: Wald‑ und Schigebiete wurde erst später mit diesem Namen belegt, als die ursprüngliche Bedeutung des Wortes als Umlade‑, Umhebestation bereits vergessen oder zumindest verblasst war.
Die Hebalm gehörte mit dem Gebiet der Freiländer Alm vom 13. bis Mitte des 19. Jahrhunderts wie die Gemeinden Kloster und Freiland zur Grundherrschaft Freiland des Stiftes Admont. Diese Alm war Teil des Landgutes („predium“), das „… zwischen den beiden Flüssen, die »Losnitz« genannt werden, […] bis zu den Grenzen des bambergischen Besitzes …“ lag und mit einer Urkunde vom 6. Jänner 1203 dem Stift Admont übergeben worden war. Das damalige Bistum Bamberg besaß im Mittelalter in Kärnten neben seinen Besitzungen um Villach auch Landgüter im oberen Lavanttal, die im westlichen Hebalmgebiet in der Gemeinde Preitenegg bis an die Grenze zur Steiermark reichten.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte die Hebalm zum Operationsgebiet von Partisanen aus dem Gebiet des früheren Jugoslawien. Es kam zu Konflikten der Partisanengruppe mit Bewohnern eines Lagers des Reichsarbeitsdienstes in St. Oswald in Freiland und Polizeistellen in Deutschlandsberg. Am 10. April 1945 wurden 18 Personen, denen Unterstützung der Partisanen vorgeworfen worden war, bei einem Bombentrichter an der östlichen Grenze der Hebalm erschossen.
Die Stelle ist nicht bezeichnet und liegt bei ca. 46° 54′ n. Br., 15° 05′ ö. L. im Wald nördlich des ehemaligen Bauernhofes vlg. Leitner („Leitnerwald“) einige Meter südlich der heutigen Hebalmstraße, ca. zwei Kilometer südöstlich der Rehbockhütte und südlich des Blochriegels.