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In Emden befindet sich ein Seehafen an der Mündung der Ems in die Nordsee. Es handelt sich dabei um den westlichsten Seehafen Deutschlands. Der Hafen hatte bereits um 1600 große Bedeutung, die aber in den folgenden Jahrhunderten abnahm. Seit dem späten 19. Jahrhundert erfolgten ein großzügiger Ausbau und Industrieansiedlungen.

Der drittgrößte Autoverladehafen Europas in Emden schlägt fast ausschließlich Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns um. Hinzu kommen unter anderem Forstprodukte, Baustoffe und zunehmend Windenergieanlagen. Außerdem besteht ein Fährverkehr nach Borkum.

Größter Arbeitgeber in Emden ist das VW-Werk. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten handelt es sich um den größten industriellen Produktionsstandort westlich von Bremen und nördlich des Ruhrgebietes. Das Werk zählt etwa 8.100 Beschäftigte. Das Volkswagenwerk in Emden wurde 1964 nach neunmonatiger Bauzeit eingeweiht und im Werk begann am 01. Dezember 1964 der Produktionsbeginn vom VW Käfer. Im Dezember 1965 hatte VW für das Werk Emden, die 1960 errichteten 120.000 m² großen Hallen mit „25 Hektar“ auf dem Larrelter Polder, von dem LKW-Hersteller Büssing übernommen, der dort LKW-Getriebe gebaut hatte. Hier lief 1978 der letzte in Deutschland produzierte Käfer vom Montageband.

Seit 1978 wird im Emder Werk der VW Passat produziert, die Fabrik ist das Leitwerk für dieses Modell. Neben der Limousine werden auch das Kombi-Modell Variant und der Coupé in Emden hergestellt, die letzteren beiden ausschließlich in der Seehafenstadt.

Im Industriepark Frisia, auf dem Gelände einer abgerissenen Erdölraffinerie vor den Toren des VW-Werkes, haben sich inzwischen mehrere Zulieferfirmen angesiedelt. Zweitgrößter industrieller Arbeitgeber in Emden und drittgrößter in Ostfriesland nach VW und Enercon sind die ThyssenKrupp Nordseewerke.

Neben den Industrie-Beschäftigten auf den Werften und im VW-Werk gibt es noch eine Reihe anderer Unternehmen in der Stadt, vornehmlich des Bausektors, des Maschinenbaus und der Lebensmittelindustrie. Es existiert noch eine kleine Zahl an fischverarbeitenden Betrieben. Zudem gibt es eine Anzahl von Schiffsausrüstungsbetrieben und anderen Werftzulieferern, darunter im Bereich der Navigations- und Kommunikationstechnik (siehe Unternehmen und Behörden in Emden).

Im Westen der Stadt steht der große (on-shore-)Windpark „Wybelsumer Polder“. An dieser Stelle war noch bis 1983 ein Kernkraftwerk geplant, jetzt ist dort ein Kohlekraftwerk (durch die dänische Firma DONG) in der Planung. Enercon produziert und versendet im südlichen Emder Hafen seit 2005 Betonturm-Fertigteile für Windkraftanlagen. Im Westen Emdens befindet sich seit Mitte der 1970er Jahre eine Erdgas-Anlandestation. Diese empfängt das Gas aus norwegischen Feldern in der Nordsee. Damit wird über Emden ein wesentlicher Teil des deutschen Gas-Importes angeliefert.

Im Frühjahr 2006 hat der Energiekonzern E.ON das Kraftwerk Emden 4 (Leistung 400 MW) wieder in Betrieb genommen. Zuvor war das in den 1950er Jahren entstandene Kraftwerk einige Jahre lang vom Netz genommen worden. Basis ist weiterhin Erdgas. Zudem gibt es seit 2005 ein Biomasse-Kraftwerk (20 MW) im Emder Hafen.

In den vergangenen Jahren wurde der Tourismus als Standbein entwickelt. Dabei herrschen Tagestouristen vor, die im Zuge eines Urlaubes an der Küste Emden besuchen. Die Touristen besuchen dabei vor allem die kulturellen Einrichtungen Emdens. Des Weiteren wurde (und wird) insbesondere der Wassertourismus ausgebaut. Beim Fahrradtourismus arbeitet die Stadt eng mit den umliegenden Kreisen zusammen. Die Ausweisung von Ferienwohnungen und Ferienhäusern sowie die Errichtung des Parkhotels Upstalsboom in Emden sind wirtschaftliche Zeichen der touristischen Entwicklung. Ein Campingplatz befindet sich in der Nähe des Seedeiches an der Knock. Emden liegt an den folgenden Rad- und Fernwanderrouten: North Sea Cycle Route, Dollardroute und Dortmund-Ems-Kanal-Route.

Neben den sonstigen Dienstleistungen einer kreisfreien Stadt hat Emden eine wichtige Funktion im Einzelhandel Ostfrieslands. Hier befindet sich auch das Dollart-Center, größtes Einkaufszentrum der Region. In der Seehafenstadt gibt es zudem eine Anzahl von Reedereien.

Die Emder Stadtverwaltung beschäftigt zirka 800 Menschen. Zudem gehören noch die im folgenden aufgeführten Unternehmen zu wichtigen (öffentlichen) Arbeitgebern. Dabei handelt es sich um öffentliche Unternehmen - also solche, deren Eigentümer die Stadt Emden ist. Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aufgeführt sind lediglich die wichtigeren Behörden und Betriebe. Die Sparkasse Emden hatte 2004 nach eigenen Angaben eine Bilanzsumme von 644 Millionen Euro und knapp 240 Mitarbeiter.

Die Stadtwerke Emden GmbH (SWE) übernehmen die Versorgung mit Gas, Wasser, Strom und Fernwärme im Emder Stadtgebiet. Strom wird zu einem kleineren Teil selbst mit Windenergieanlagen im Emder Stadtgebiet gewonnen, zum deutlich größeren Teil aber extern eingekauft. Weitere Tochterunternehmen der Stadtwerke und damit letztlich der Stadt Emden sind SVE (Stadtverkehr Emden GmbH), die den ÖPNV mit Omnibussen innerhalb des Stadtgebiets sicherstellen, sowie FPE (Flugplatz Emden GmbH), die den örtlichen Flugplatz betreiben.

Das Hans-Susemihl-Krankenhaus (HSK) ist die einzige Emder Klinik und eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) der Stadt Emden.

Weitere wichtige (nicht-städtische) öffentliche Arbeitgeber mit einer teils dreistelligen Beschäftigtenzahl sind die Fachhochschule sowie mehrere Behörden, darunter das Finanzamt, das Gewerbeaufsichtsamt, das Amtsgericht, das Arbeitsgericht und das Wasser- und Schifffahrtsamt Emden (mit Außenstellen in Leer sowie auf Borkum und Norderney; zusammen 351 Beschäftigte).

Außerdem gibt es in der Seehafenstadt eine Niederlassung der landeseigenen Niedersachsen Ports GmbH (Hafenbetreiber) und die regionale Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg. Emden ist zudem Sitz und Namensgeber des Bezirkes Emden der Bundesagentur für Arbeit. Dieser umfasst die Stadt Emden, den Landkreis Aurich, den Landkreis Wittmund sowie die Stadt Borkum im Landkreis Leer.

Da das VW-Werk – gemessen an der Zahl der Beschäftigten – für Emden und weite Teile Ostfrieslands nach wie vor eine überragende Bedeutung hat, kann von einer Monostruktur gesprochen werden. Das Volkswagenwerk steht für den Großteil der Umsätze im produzierenden Gewerbe Ostfrieslands.

Die Wirtschaftskraft in Emden liegt dank der Industriebetriebe höher als der Bundesdurchschnitt (folgende Zahlen stammen aus dem Jahre 2003 und sind Regis-Online, der Wirtschaftsdatenbank für Nordwestdeutschland entnommen, siehe Quellen). Das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner betrug 38 995 Euro, das entsprach 151 % des Bundesdurchschnitts. Die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigem lag im produzierenden Gewerbe bei 65 136 Euro (120 % des Bundesdurchschnitts), im Dienstleistungsbereich bei 45 690 Euro (89 % des Bundesdurchschnitts) – ein klarer Hinweis auf Emdens Rolle als Industriestadt. Im Dienstleistungsbereich sind vor allem Hafendienstleistungen zu nennen. Obwohl der Anteil landwirtschaftlicher Flächen an der Gesamtfläche der Stadt mehr als 50 % beträgt, spielt die Landwirtschaft für die Beschäftigtenzahl in der Stadt nur eine äußerst untergeordnete Rolle.

Emden weist einen deutlichen Einpendlerüberschuss auf. Die einpendelnden Beschäftigten stammen zumeist aus Ostfriesland, in geringerem Maße von weiter her. Besonders hoch ist der Anteil der einpendelnden Beschäftigten aus dem Landkreis Aurich. Von den 26 548 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort Emden (Stand: 30. Juni 2004) pendelten 15.624 ein. Zugleich arbeiteten 2666 Einwohner Emdens jenseits der Stadtgrenzen, was einen Pendlerüberschuss von 12.958 Personen ergab. Aufgrund der Größe der Unternehmen sind das VW-Werk und die Nordseewerke das vorrangige Ziel der Einpendler.

Aktuell gibt es in Emden rund 28.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Emder Zeitung, 23. Dezember 2006). Bei einer Einwohnerzahl von zirka 51.700 liegt die Arbeitsplatzdichte in Emden damit bei überdurchschnittlichen 553 Arbeitsplätzen auf 1000 Einwohner. Eine aktuelle Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) führt Emden auf Rang 14 unter den deutschen Städten und Kreisen, wenn es um den Anteil des Pendlereinkommens am insgesamt erwirtschafteten Einkommen in der Stadt geht.

Trotz der hohen Arbeitsplatzdichte liegt die Arbeitslosenquote in der Stadt nicht nur klar über dem Durchschnitt der Bundesrepublik, sondern auch über dem Durchschnitt des Umlandes. So lag im Jahresmittel 2006 die Arbeitslosenquote im Bezirk Emden der Agentur für Arbeit (Stadt Emden, Landkreise Aurich und Wittmund, Stadt Borkum) bei 11,8 %. Im Bereich der Geschäftsstelle Emden (Stadt Emden, Gemeinden Krummhörn und Hinte) lag sie bei 13,9 %, in der Stadt Emden allein jedoch bei 14,6 %.

Halbkreisförmig um Emden herum verläuft die Bundesautobahn 31 mit fünf Anschlussstellen an verschiedenen Punkten der Stadt. Diese Autobahn, die umgangssprachlich auch Ostfriesenspieß genannt wird, verbindet Emden und Ostfriesland mit dem Ruhrgebiet. Der erste Abschnitt der A 31 nach Emden wurde 1976 gebaut; im Dezember 2004 wurde die A 31 fertiggestellt.

Die Bundesstraße 210 beginnt in Emden und führt in West-Ost-Richtung quer durch Ostfriesland nach Wilhelmshaven.

In der Emder Innenstadt gibt es mehrere Fußgängerzonen, in Bahnhofsnähe steht ein Parkhaus mit 394 Einstellplätzen. Tiefgaragen existieren wegen der Bodenverhältnisse in der Stadt nicht, alle anderen öffentlichen Parkmöglichkeiten sind ebenerdig.

Emden verfügt über mehrere Bahnhöfe für den Personen- und Güterverkehr. Als Personenbahnhof dienen der Emder Hauptbahnhof sowie der Bahnhof Emden Außenhafen in unmittelbarer Nähe des Borkum-Kais, wo die Fähren der AG Ems nach Borkum ablegen.

Täglich fahren InterCitys in Richtung Köln (über Münster, Ruhrgebiet) sowie nach Berlin/Cottbus und Leipzig (über Bremen und Hannover). Regionalzugverbindungen bestehen nach Münster sowie über Oldenburg und Bremen nach Hannover. Einzelne Züge, die in Emden enden, haben ihren Endpunkt am Bahnhof Außenhafen, abgestimmt auf die Abfahrtzeiten der Borkumfähre. Die anderen enden am Hauptbahnhof.

Emden verfügt über einen kleineren ehemaligen Rangierbahnhof. Dieser Güterbahnhof dient heute nur mehr dem örtlichen Güterverkehr, insbesondere für den Schienentransport der in Emden verladenen Autos. Darüber hinaus gibt es einen Werksbahnhof des VW-Werkes mit einigen Rangier- und Verladegleisen. Im Hafen existieren ein eigener Hafenbahnhof und ein heute kaum noch genutzter Verladebahnhof am früheren Erzkai. Eine Vielzahl von Betrieben im Hafen verfügt über einen Gleisanschluss.

Die heute zweigleisige Emslandstrecke Emden–Rheine war in den 1850er Jahren als Hannoversche Westbahn gebaut worden. Wegen der Erztransporte per Bahn von Emden ins Ruhrgebiet wurde sie schon sehr früh für den Schwerstlastverkehr ausgelegt. Die Ostfriesische Küstenbahn zwischen Emden und Norddeich ist eingleisig.

Der ÖPNV in Emden wird mit Omnibussen sichergestellt. Neben den Stadtbuslinien der Stadtverkehr Emden GmbH (SVE), einer Tochterfirma der Stadtwerke Emden und damit letztlich der Stadt selbst, gibt es Verbindungen ins Umland, die von Regionalbussen der Deutsche-Bahn-Tochter Weser-Ems-Bus GmbH bedient werden.

In Emden existieren Radwege an fast allen Hauptstraßen sowie eine Reihe Fahrradstraßen.

Der kleine Flugplatz Emden dient dem Linienverkehr zu den Ostfriesischen Inseln und dem Geschäftsverkehr der ortsansässigen Unternehmen, insbesondere VW. Auch Sportflieger starten von hier aus. Emden ist Sitz der Ostfriesische Lufttransport, die hier auch eine ihrer beiden Flugzeugwerften betreibt – die zweite, größere befindet sich in Bremen.

Der nächstgelegene internationale Verkehrsflughafen ist der Flughafen Bremen.

Vom Fähranleger im Emder Außenhafen fahren täglich Fähren und Katamarane der AG Ems auf die Insel Borkum. Zudem bestehen technische Kapazitäten für die Abfertigung größerer RoRo-Schiffe. Weitere Fähranleger für den Ausflugsverkehr befinden sich an der Knock und im Stadtteil Petkum.

Richtung Süden verbindet der Dortmund-Ems-Kanal den Hafen Emden via Münster mit dem Ruhrgebiet und dem Rhein; über den Mittellandkanal sind Magdeburg, Berlin, Dresden und Prag erreichbar. Als Ergänzung des Dortmund-Ems-Kanals und zur Entlastung der Schleusen im Emder Hafen dient der Ems-Seitenkanal von Emden zum emsabwärts gelegenen Ort Oldersum.

Über den Ems-Jade-Kanal ist Emden mit Aurich und Wilhelmshaven verbunden. Außer dem Transport von Baustoffen nach Aurich dient er nur noch der Sportschifffahrt.

Die Stadtwerke Emden verfügen über ein eigenes Wasserwerk in Tergast in der Nachbargemeinde Moormerland. Die westlichen Teile des Stadtgebiets werden durch das Wasserwerk des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) in Siegelsum (Samtgemeinde Brookmerland) versorgt. Auch die Stromlieferungen im Emder Westen erfolgen nicht durch die Stadtwerke, sie liegen vielmehr im Konzessionsgebiet der EWE AG. Dies hat seine Ursache in der Kommunalreform 1972, als Stadtteile wie Twixlum und Wybelsum erst nach Emden eingemeindet wurden. Auch das VW-Werk wird von der EWE AG mit Strom beliefert. Das Hauptklärwerk Emdens befindet sich im Stadtteil Larrelt.

In Emden erscheinende Tageszeitungen (außer sonntags) sind die Emder Zeitung (Marktanteil in der Stadt Emden nach eigenen Angaben zirka 70 %) und die Lokalausgabe Emden/Norden der ostfrieslandweit erscheinenden Ostfriesen-Zeitung. Zudem gibt es das mittwochs und sonntags erscheinende Anzeigenblatt Heimatblatt/Sonntagsblatt, welches mittwochs als Heimatblatt erscheint, sonntags als Sonntagsblatt. Ein monatlich erscheinendes Anzeigenblatt ist Der Delftspucker.

In Emden befindet sich zudem die Hauptredaktion des Bürgerradios Radio Ostfriesland, weitere Redaktionen befinden sich in Aurich und Leer. Das Bürgerradio ist eines der 15 niedersächsischen Veranstalter von Bürgerrundfunk, wird aus öffentlichen Mitteln finanziert und hat seinen Emder Sitz im Gebäude der Volkshochschule.

2005 nahm der private lokale TV-Sender Friesischer Rundfunk (mit Sitz in Emdens Vorortgemeinde Hinte) seinen Betrieb auf und wird ebenfalls über das Kabelnetz verbreitet.

Die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven hat in Emden ihren Hauptsitz. Die Seehafenstadt ist einer von fünf Standorten der Hochschule, die anderen befinden sich in Oldenburg, Leer, Elsfleth und Wilhelmshaven.

Die damals noch eigenständige Fachhochschule Ostfriesland (inklusive Standort Leer) wurde 1973 gegründet. Die heutigen Gebäude im Stadtteil Constantia wurden – ebenso wie der gesamte Stadtteil selbst – Anfang der 1980er Jahre errichtet. Die Emder FH ist als Campus-Hochschule konzipiert. Kurz vor der Fusion mit den Fachhochschulen in Oldenburg, Wilhelmshaven und Elsfleth zum 1. Januar 2000 waren bereits knapp 3000 Studenten eingeschrieben.

Am Standort Emden der Fachhochschule werden in erster Linie technische Studiengänge angeboten. Die Fachbereiche am Emder Standort sind Technik, Sozialwesen und Wirtschaft (mit Institut für Seefahrt in Leer). In Emden sind zirka 3500 Studenten eingeschrieben.

Es gibt in Emden zehn Grundschulen, eine Grund-, Haupt- und Realschule, zwei Hauptschulen, eine Haupt- und Realschule und eine Realschule. Zudem gibt es zwei Gymnasien: das Johannes-Althusius-Gymnasium (JAG) mit Außenstelle in Pewsum in der Nachbargemeinde Krummhörn und das Gymnasium am Treckfahrtstief (GaT). Dazu kommen die Berufsbildenden Schulen (BBS) I und II, die größten ihrer Art in Ostfriesland. An den BBSen sind Fachgymnasien untergebracht. Weiterhin existiert eine Förderschule mit den Förderbereichen Lernen, geistige Entwicklung und Sprache.

Die Stadt Emden weist einen deutlichen Einpendlerüberschuss von mehreren Tausend Schülern auf, der Löwenanteil stammt aus dem Landkreis Aurich.

In Emden gibt es zudem eine Volkshochschule und eine Musikschule, beides Betriebe der Stadt Emden.

In Emden gibt es ein reges Sportleben. Der Anteil der Mitgliedschaften in Sportvereinen ist deutlich höher als im Durchschnitt des Landes Niedersachsen. Als populärste Sportart ist Fußball anzusehen. Durch die Nähe zum Wasser (auf See und auf den Binnengewässern) gibt es eine größere Zahl an Wassersportvereinen jeglicher Couleur und mit entsprechender Infrastruktur wie Marinas. Auch die Friesensportarten Boßeln und Klootschießen werden in Emden betrieben. Nicht unbedingt Teil des Vereinslebens, sondern vielmehr traditionell ein Teil des Alltags ist das Fahrradfahren. Im Emden gibt es ein ausgedehntes Radwegenetz.

Größtes Stadion der Stadt ist mit 7200 Plätzen das Embdena-Stadion des BSV Kickers Emden, das nach einem der Hauptsponsoren des Drittligisten benannt ist. Früher hieß das Stadion zunächst schlicht Kickers-Stadion, später Dr. Helmut Riedl-Stadion nach einem ehemaligen Präsidenten des Vereins. Bootshäfen und Marinas befinden sich unter anderem im Außenhafen, im Alten Binnenhafen, am Kleinen Meer (Hieve) und am Uphuser Meer sowie entlang von Kanälen, etwa am Ems-Seitenkanal und am Emder Stadtgraben. Seit dem Bau eines neuen, kombinierten Hallen- und Freibades (Friesentherme Emden, Eröffnung im Dezember 2006) verfügt Emden über drei Freibäder sowie ein Hallenbad. Eines der Freibäder (van Ameren-Bad) wird von einem gemeinnützigen Trägerverein betrieben, der das Bad von der Stadt übernahm, als dieses in den 1990ern geschlossen werden sollte.

Zu den stärker besuchten Sportveranstaltungen zählen die Heimspiele des BSV Kickers Emden, des Tischtennis-Regionalligisten Blau-Weiß Borssum sowie drei Laufveranstaltungen: der Matjes-Lauf, der während des Matjesfestes stattfindet, sowie der Silvesterlauf. Beide führen durch den Emder Hafen. Außerdem ist Emden Startpunkt des Ems-Jade-Laufes über zirka 72 Kilometer nach Wilhelmshaven. Die Strecke entlang des Ems-Jade-Kanals gilt wegen der kaum ausgeprägten Topografie als Deutschlands „flachster“ Ultramarathon.

Nach einer Erhebung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik weist Emden die höchste Dichte an Mitgliedschaften in Sportvereinen unter den kreisfreien Städten Niedersachsens auf. Die Quote liegt auch deutlich höher als der Landesdurchschnitt. Mitgliedschaften ist in diesem Fall nicht gleichzusetzen mit Mitgliedern, da ein und dieselbe Person natürlich Mitglied in zwei oder mehr Sportvereinen sein kann.

In Emden gab es 2001 (Jahr der Erhebung) 19 679 Mitgliedschaften in Sportvereinen. Bezogen auf die Einwohnerzahl ergibt sich eine Mitgliedschaftsdichte von 384,47 auf 1000 Einwohner. Die entsprechenden Vergleichswerte betragen 362,59 (Landesdurchschnitt) oder beispielsweise 250,85 (Stadt Oldenburg), 193,84 (Hannover) und 273,24 (Delmenhorst). Sogar einige Landkreise, in denen die Mitgliedschaftsdichte aufgrund der eher dörflichen Strukturen meist höher ist, werden übertroffen. Im Zeitraum von 1991 bis 2001 erhöhte sich die Zahl der Mitgliedschaften in Emden um 2,5 Prozent.

  • Kickers Emden – Fußball, Tischtennis. Gegründet 1946, mehr als 900 Mitglieder seit Fusion mit dem Stadtteilverein Blau-Gelb Barenburg im Mai 2008. Die Fußballer von Kickers Emden spielen seit der Saison 2005/2006 in der Regionalliga Nord (3. Liga) und sind damit der höchstrangig spielende Fußballclub Ostfrieslands. Nächstgelegene gleich- oder höherrangig spielende Clubs sind Werder Bremen (1. Bundesliga) sowie der VfL Osnabrück (2. Bundesliga).
  • Integrierter Sportverein Emden – Behindertensport, Tanzen, Turnen, Gymnastik, Leichtathletik, Schwimmen. Gegründet 1989, etwas mehr als 2000 Mitglieder und damit der größte Emder Sportverein. Der ISV hatte sich seinerzeit gegründet, um Menschen mit Behinderungen ein adäquates Sportprogramm bieten zu können und ist seither stark gewachsen. Im Verein treiben behinderte und nicht-behinderte Menschen gemeinsam Sport.
  • Blau-Weiß Borssum – Fußball, Handball, Volleyball, Tischtennis (Regionalliga/3. Liga), Leichtathletik. BW Borssum ist mit rund 1800 Mitgliedern der zweitgrößte Emder Sportverein.
  • Emder Turnverein – Turnen, Fechten, Basketball, Volleyball, Badminton, Kegeln, Moderner Fünfkampf, Faustball, Ballett, Behindertensport, Gymnastik, Tanzen, Tischtennis, Gewichtheben. Gegründet 1861 und damit älteste Sportverein Emdens. Der ETV ist mit 1729 Mitgliedern der drittgrößte Sportverein der Stadt. Aus der ehemaligen Fußballabteilung des ETV (seit den 1920er Jahren) ist nach dem Zweiten Weltkrieg der BSV Kickers hervorgegangen. Fußballer anderer Vereine stießen bei der BSV-Gründung 1946 hinzu.
  • Bezirksfischereiverband Ostfriesland (BVO) – Fischereisport. Gegründet 1914. Der BVO ist – gemessen an der Zahl der ausgegebenen Lizenzen – der größte Bezirksfischereiverband Deutschlands mit mehr als 9000 Mitgliedern. Der Einzugsbereich umfasst ganz Ostfriesland, einzelne Mitglieder stammen gar aus dem Nordosten der Niederlande. Die Zentrale befindet sich in Emden. Betrieben wird auch Casting. Der Emder Wiebold Visser gewann mit der deutschen Nationalmannschaft die Goldmedaille bei der Casting-Weltmeisterschaft in Irland.

Die Vereine sind im Stadtsportbund Emden zusammengeschlossen, der die Interessen der Vereine gegenüber der Stadt Emden vertritt.

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