Emden ist überwiegend protestantisch, geprägt durch die Aufnahme von protestantisch-calvinistischen Glaubensflüchtlingen aus den Niederlanden in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Stadt war Ort berühmter theologischer Disputationen und galt lange Zeit als „Genf des Nordens“. In den folgenden Jahrhunderten nahm – vor allem durch Zuwanderung – die Zahl der Lutheraner zu, die inzwischen gegenüber den Reformierten die Mehrheit stellen.
Nach einer Statistik aus dem April 2005 leben etwa 16.800 Menschen evangelisch-lutherischer Konfession in Emden. Es gibt lutherische Kirchengemeinden in Borssum, Petkum sowie vier weitere Gemeinden, die verschiedene Gebiete der zentralen Stadtteile abdecken.
Seit 2007 ist Emden Sitz der Landessuperintendentur für den Sprengel Ostfriesland der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Predigtkirche des Landessuperintendenten ist die Martin-Luther-Kirche. Zuvor lag der Amtssitz in der ostfriesischen Stadt Aurich.
Evangelisch-reformiert sind demnach etwa 16.000 Gläubige. Reformierte Kirchen stehen in Larrelt, Logumer Vorwerk, Twixlum, Wybelsum, Marienwehr, Jarssum, Uphusen, und Wolthusen. Dazu kommen die Neue Kirche und die nicht mehr für Gottesdienste genutzte Große Kirche im Stadtzentrum, früher die moederkerk (ndl. Mutterkirche) des nordwesteuropäischen Calvinismus (mehr dazu im Artikel Geschichte der Stadt Emden). Neben den reformierten Gemeinden gibt es eine altreformierte Gemeinde in Emden. Sie wurde 1856 gegründet und feierte somit 2006 ihr 150-jähriges Bestehen.
Nach der Reformation wurde erst 1803 wieder eine katholische Kirche gebaut. Im April 2005 lebten etwa 4300 Katholiken in der Stadt, die in einer Gemeinde mit zwei Gotteshäusern organisiert sind.
Die Emder Mennonitengemeinde ist weltweit eine der ältesten ihrer Art. Sie stammt ebenfalls aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und geht indirekt auf das Wirken des Täuferführers Melchior Hofmann zurück. Nach eigenen Angaben hat die Gemeinde 125 Mitglieder.
Die Baptistengemeinde wurde 1902 als verfasste Gemeinde gegründet. Eine ihrer Keimzellen war die hugenottische „Gemeinde unter dem Kreuz“, von der ein Teil sich dem baptistischen Tauf- und Gemeindeverständnis zuwandte – darunter ihr Prediger de Haan.
Die 1834–1836 erbaute Synagoge der jüdischen Gemeinde wurde am 9. November 1938 zerstört. Das jüdische Waisenhaus, die jüdische Volksschule und das jüdische Altersheim wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Erhalten ist nur ein jüdischer Friedhof. Es leben heute kaum noch Menschen jüdischen Glaubens in Emden, die Religion wird daher nicht öffentlich praktiziert.
Die Statistik aus dem April des Jahres 2005 gibt eine Zahl von etwa 13.600 Menschen an, die nicht einer der drei großen christlichen Konfessionen angehören. Dazu zählen neben den Konfessionslosen Mitglieder der oben genannten Freikirchen, wie auch Moslems und Mitglieder anderer Glaubensgemeinschaften. Alle kirchlich gebundenen und ungebundenen Einwohner zusammengerechnet, ergibt sich eine kleine Differenz zur Gesamteinwohnerzahl des Aprils 2005, die sich aus unterschiedlichen Erhebungsmethoden oder -zeitpunkten erklären dürfte.
Die Kunsthalle in Emden geht auf eine Initiative des gebürtigen Emders Henri Nannen zurück. Die Planungen begannen 1983, am 3. Oktober 1986 wurde die Kunsthalle vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker eröffnet. Der Sammlungsschwerpunkt liegt auf Bildern der Neuen Sachlichkeit und des deutschen Expressionismus.
Das Ostfriesische Landesmuseum befindet sich in dem ursprünglich von 1574 bis 1576 durch den Antwerpener Stadtbaumeister Laurens van Steenwinckel errichteten und bis 1962 nach fast völliger Zerstörung im Zweiten Weltkrieg neu erbauten Emder Rathaus. Es wurde am 6. September 2005 – dem 61. Jahrestag der Zerstörung der Stadt im Bombenkrieg – nach zweijähriger (Um-)Bauzeit und Erweiterung wiedereröffnet. Das Landesmuseum ist ein Regionalmuseum mit dem Schwerpunkt Emden/Friesland/Europa. Im Landesmuseum ist eine große Sammlung von Harnischen sowie Hieb- und Stichwaffen der frühen Neuzeit ausgestellt. Es handelt sich dabei um die größte in städtischem Besitz befindliche Sammlung Europas.
Die Johannes á Lasco-Bibliothek in den Ruinen der Großen Kirche wurde 1995 nach dreijähriger (Um-)Bauzeit eröffnet. Sie geht auf das Archiv und die seit 1559 bestehende Büchersammlung der reformierten Gemeinde Emden zurück und dient als öffentliche Bibliothek mit dem Schwerpunkt reformierter Protestantismus. Benannt wurde die JALB nach dem polnischen Theologen und Reformator Jan Laski, genannt Johannes á Lasco, der zwischen 1540 und 1555 in Emden wirkte. Die Bibliothek wird in der Rechtsform einer Stiftung betrieben und wurde im Jahre 2001 vom Deutschen Bibliotheksverband und der Zeit-Stiftung zur Bibliothek des Jahres gewählt.
Das 1986 eröffnete Otto-Huus zeigt den Werdegang des im Emden geborenen Komikers Otto Waalkes. Neben kuriosen Jugenderinnerungen und Requisisten werden Ausschnitte aus Veranstaltungen des Komikers gezeigt.
Das Leben in den Bunkern der Stadt während des Zweiten Weltkriegs dokumentiert das Bunkermuseum. Es wurde am 6. Mai 1995 eröffnet (siehe auch Bunker in Emden).
Im Ratsdelft sind drei Museumsschiffe vertäut. Das Feuerschiff Amrumbank, gebaut 1915 auf der Meyer Werft in Papenburg, war 1984 das erste der Museumsschiffe im Ratsdelft. Das Schiff war ab 1917 als „schwimmender Leuchtturm“ auf mehreren Positionen in der Nordsee im Einsatz. Die Amrumbank beherbergt ein schifffahrtshistorisches Museum mit dem Schwerpunkt Seezeichentechnik. Auf dem Logger Stadt Emden wird die Geschichte der Heringsfischerei anschaulich dargestellt. Der Seenotkreuzer Georg Breusing nahm am 23. Dezember 1988 seinen „letzten Liegeplatz“ im Ratsdelft ein. Der Rettungskreuzer der DGzRS wurde 1963 in Dienst gestellt und bis 1988 auf der Station Borkum eingesetzt. Bereits am 2. März 1861 hatte sich ein neu gegründeter Verein die Rettung Schiffbrüchiger als Ziel vorgenommen.
An der Pelzerstraße in der Altstadt Emdens befinden sich die Pelzerhäuser, eine Außenstelle des Ostfriesischen Landesmuseums. Es handelt sich dabei um zwei Häuser, gelegen an der Pelzerstraße Nummer 11 und 12. Das Pelzerhaus 11 ist ein dreigeschossiges, 1909 in Anlehnung an den aus dem 16. Jahrhundert stammenden Vorgängerbau neu errichtetes Wohngebäude mit wieder verwendeten Originalteilen. Beim Pelzerhaus 12, erbaut in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, ist nur noch die dreigeschossige Backsteinfassade mit Volutengiebel erhalten. Das zugehörige Haus wurde 1983 durch einen Neubau ersetzt. Sie gehören zu den ältesten Häusern der Stadt.
Das Neue Theater Emden bietet etwas mehr als 600 Plätze und wurde in den frühen 1970er Jahren errichtet. Es liegt im so genannten Kulturviertel, in dem sich auch die Veranstaltungshalle Nordseehalle befindet. Im Neuen Theater werden Theaterstücke und Konzerte gegeben. Die Friesenbühne bietet Plattdeutsches Theater und verfügt über eine eigene Bühne im Stadtteil Groß-Faldern. In wechselnden Abständen finden in Emden Freilufttheater-Veranstaltungen statt.
Das Emder Hafentor wurde 1635 vom Emder Stadtbaumeister Martin Faber erbaut. Es ist eines von mehreren künstlerisch bedeutenden Stadttoren, die in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet wurden - und das einzig erhalten gebliebene. Allerdings wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrfach Restaurierungen vorgenommen, so dass der jetzige Zustand zwar den Originalzustand zeigt, jedoch keine ursprünglichen Materialien mehr aufweist. Auf dem Torbogen steht der lateinische Sinnspruch „Et pons est Embdae et portus et aura deus“ („Gott ist für Emden Brücke, Hafen und Segelwind“).
Die Neue Kirche der evangelisch-reformierten Gemeinde wurde in den Jahren 1643 bis 1648 von dem Emder Stadtbaumeister Martin Faber erbaut. Sie ist der Noorderkerk in Amsterdam nachempfunden.
Die Kesselschleuse ist die einzige Rundkammerschleuse Europas, die vier Wasserstraßen miteinander verbindet, und daher ein einzigartiges Bauwerk. Die in den 1880er Jahren erbaute Schleuse steht unter Denkmalschutz und erfüllt noch heute eine wichtige Funktion im Wasserstraßennetz Emdens.
Nach den schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg haben sich nur noch spärliche Reste der historischen Wohnbebauung erhalten. Den besten Eindruck vom alten Emden vermittelt das weitgehend verschont gebliebene Stadtviertel Klein-Faldern mit vorwiegend kleinbürgerlichen Häusern. An Einzelbauten hervorzuheben sind das Gödenser Haus und weitere Wohnhäuser. Das Gödenser Haus ist ein zweigeschossiges Backsteinhaus im Specklagensystem mit jüngerem Krüppelwalmdach. Es wurde 1551 errichtet und ist damit eines der ältesten Gebäude Emdens. Es dient seit 1985 als Studentenwohnheim.
Jüngeren Datums sind die Häuser an der Torumer Straße und Wilgumer Straße. Die beiden Straßenzüge bilden den Ausgangspunkt der Entwicklung des Stadtteils Port Arthur/Transvaal, die im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts begann. Viele der kleinen, geduckten Gebäude, typisch für eine Arbeitersiedlung, sind noch weitgehend in ihrem Ursprungszustand erhalten. Ebenfalls zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand der Wasserturm der Stadt. Das Jugendstil-Gebäude nahe dem Bahnhof ist 42 Meter hoch.
Im Emder Stadtgebiet existierte in früheren Zeiten eine Reihe von Mühlen, bei denen es sich zumeist um Holländermühlen handelte. Die älteste stammt aus dem Jahre 1732 und steht im Stadtteil Larrelt. Die weiteren Mühlen befinden sich auf dem Wall im Stadtzentrum und im Stadtteil Tholenswehr.
Im Stadtgarten unweit des Rathauses befindet sich ein Denkmal zu Ehren des früheren Oberbürgermeisters Leo Fürbringer. Es ist in Gestalt eines Brunnens angelegt. Fürbringer, Oberbürgermeister von 1878 bis 1913, machte sich sehr um den Ausbau des Emder Hafens in jener Zeit verdient. Am Siel und Schöpfwerk Knock im äußersten Westen Emdens stehen die Denkmäler von Friedrich dem Großen und dem Großen Kurfürsten. Bis zum Kriege hatten sie vis-à-vis des Rathauses gestanden. Beide Monarchen haben sich um Ostfriesland verdient gemacht: der Große Kurfürst durch die Förderung des Seehandels in Emden, Friedrich II. durch die Urbarmachung von Mooren und den Küstenschutz.
Als Wahrzeichen Emdens gelten aus früheren Jahrhunderten das Rathaus (auch wenn es sich nach der Kriegszerstörung um einen Neubau handelt) und das Hafentor. Aus dem Industriezeitalter sind der Wasserturm und der Bockkran der Nordseewerke zu nennen.
Emden liegt in der Marsch und ist daher nur sehr spärlich natürlich bewaldet. 1999 wurde daher damit begonnen, auf landwirtschaftlichen Grundstücken im Norden Emdens an der Grenze zur Gemeinde Hinte einen Stadtwald anzulegen. Dieser soll der Naherholung dienen, aber auch ein Beitrag zur Klimaverbesserung werden.
Größte und älteste Grünanlage der Stadt ist der Emder Wall. Ursprünglich als Verteidigungsanlage erbaut, erfüllt der Wall heute eine Naherholungsfunktion. Er wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts zur Verteidigung der damals sehr wohlhabenden Stadt errichtet und bestand früher aus elf Zwingern (fünfeckigen Bastionen), die sich nahezu ringförmig um die Stadt legten. Im frühen 19. Jahrhundert wurden auf den Anhöhen Windmühlen errichtet, von denen noch drei stehen. Heute sind von den einstmals elf Zwingern noch acht übrig.
Der Zentralfriedhof der Stadt, gelegen zwischen den Stadtteilen Tholenswehr und Wolthusen, ist insbesondere in seinem älteren Teil parkähnlich angelegt. Ein weiterer Park ist der Burgplatz in der Innenstadt auf dem Gelände der mittelalterlichen und später geschleiften Burg. Der Stephansplatz im Stadtteil Groß-Faldern wurde im Bett einer nach dem Krieg mit Trümmerschutt verfüllten Gracht, dem Brauersgraben, angelegt und ist neben dem Burgplatz der zweite zentrumsnahe Park. Im Jahr 2006 wurde mit der Umgestaltung der früheren städtischen Mülldeponie zu einem Landschaftspark begonnen. Auf dem Gelände soll die mit mehr als 15 Metern höchste Erhebung Emdens entstehen. In Emden gibt es darüber hinaus sieben Schrebergarten-Anlagen.
Konzerte vor größerem Publikum finden in der Nordseehalle mit einem Fassungsvermögen von bis zu 5500 Personen statt. Hinzu kommen Konzerte vorwiegend im Bereich Rock/Pop im Kulturzentrum Alte Post. Konzerte, Theaterstücke, Revuen und festliche Veranstaltungen werden im Neuen Theater gegeben. Das Forum der örtlichen Volkshochschule in deren Gebäude dient vor allem für Vorträge, Diskussionsrunden und Konzerte vor kleinerem Publikum. In der Johannes á Lasco-Bibliothek sowie in den Kirchen, darunter insbesondere in der Neuen Kirche und der Martin Luther-Kirche, finden darüber hinaus Konzerte statt – vorwiegend klassische Musik, in den Kirchen auch Gospel-Konzerte. Die Bibliothek dient darüber hinaus für festliche Veranstaltungen wie etwa Preisverleihungen. 2005 ist der zum sogenannten Kulturbunker umgebaute Bunker im Stadtteil Barenburg als Veranstaltungsraum hinzugekommen. Im Frühjahr und Sommer gibt es an vielerlei Orten Freiluftveranstaltungen.
Einmal im Jahr finden das Matjesfest, das Delftfest und das Emder Filmfest im Frühjahr und Sommer statt. Im Juli und August wird zum Musikalischen Sommer Ostfriesland/Groningen eingeladen – stets mindestens eines der Klassik-Konzerte wird in Emden gegeben. Im Spätsommer gibt es vor Kneipen in der Innenstadt diverse Konzerte (unter anderem die Reihe Summer In The City). Im September wird seit dem 19. Jahrhundert das Schützenfest gefeiert, das allerdings auf deutlich ältere Traditionen zurückgeht. An einem Freitag zu Beginn des Novembers findet seit Ende der Achtziger Jahre die Blues Night in verschiedenen Emder Innenstadt-Kneipen statt. Der Emder Weihnachtsmarkt befindet sich seit wenigen Jahren zum Teil auf einem Ponton im Ratsdelft (Schwimmender Weihnachtsmarkt).
Mit dem Matjesfest, das in der Emder Innenstadt rund um das Rathaus und den Ratsdelft stattfindet, würdigen die Emder die Geschichte der Heringsfischerei ihrer Stadt. Das Delftfest (meist im Juli) war bis in die 1990er Jahre das Stadtfest Emdens. Durch die Einbeziehung des Ratsdelftes soll der maritime Charakter der Stadt hervorgehoben werden. Eine große Anzahl an historischen Schiffen sowie Booten von Freizeitkapitänen legt dann im Ratsdelft an. Dazu wird ein Unterhaltungsprogramm „rund ums Wasser“ geboten. Das Internationale Filmfest Emden-Norderney (meist Anfang/Mitte Juni) hat sich seit seiner Gründung 1990 als das größte Filmfestival Niedersachsens etabliert. Es wurde in seinen Anfangsjahren besonders vom deutschen Regisseur Bernhard Wicki gefördert. Federführend bei der Ausrichtung des Filmfestes ist die Volkshochschule Emden. Nach deren Angaben liegen die Besucherzahlen seit mehreren Jahren konstant über 20.000.
In Emden sind zwei Kinos zu finden. Das traditionsreichere, Ende der 1920er Jahre errichtete Apollo-Kino mit drei Sälen war bis zu Beginn dieses Jahrzehnts das einzige Kino der Stadt. Zu Beginn dieses Jahrzehnts wurde zudem in Bahnhofsnähe ein Multiplex-Kino der CineStar-Gruppe errichtet. Dieses Kino hat sechs Säle mit insgesamt 927 Plätzen.
Durch viele erhalten gebliebene Bunker der Stadt bieten sich gute Übungsbedingungen für die lokale Musikszene. Das Nachtleben der Stadt spielt sich vor allem rund um den Neuen Markt ab. Emden hat eine überdurchschnittlich hohe Kneipendichte. Aus jener Zeit, in der die Schiffsbesatzungen bei Hafenaufenthalten noch länger an Land verweilten, haben sich mehrere Freudenhäuser erhalten. Obwohl die Liegezeiten der Schiffe (und damit die Landgänge der Besatzungen) in den vergangenen Jahrzehnten stets kürzer geworden sind, existieren mehrere jener Häuser noch heute.
Als traditioneller wenn auch ehemaliger Seefischereistandort gehört Fisch zu den kulinarischen Spezialitäten Emdens. Hier ist insbesondere der Matjes zu nennen, der in verschiedenen Verarbeitungsformen dargereicht wird. Auch Krabben, die beispielsweise im nahe gelegenen Greetsiel angelandet werden, gehören zu den Spezialitäten. Die zahlreichen Binnengewässer sind ebenfalls fischreich, so dass selbst gefangener und zubereiteter Fisch auch oft auf der Speisekarte steht. Beliebt ist dabei das Räuchern des Fisches.
Im Winter wird gerne Grünkohl – bevorzugt mit Pinkel, Kochwurst, Kassler und Speck – gegessen. Ein Klarer (Korn) gehört dazu. Kohlessen sind oft Bestandteil einer Boßeltour.
In Emden wird Ostfriesisches Platt gesprochen. Wie in anderen Städten und Gemeinden Ostfrieslands auch, hat die Zahl der Sprecher gerade unter den Jüngeren allerdings abgenommen. Zudem gibt es in Emden im Vergleich zu anderen ostfriesischen Kommunen (besonders Landgemeinden) überdurchschnittlich viele Menschen, die nicht mit dem Plattdeutschen aufgewachsen sind und es kaum oder gar nicht sprechen – zurückzuführen zum einen auf die Fachhochschule, zum anderen auf die Unternehmen, wo viele Studenten und Beschäftigte arbeiten, die nicht gebürtig aus Ostfriesland stammen.