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Bemerkenswertes

siehe auch Liste Emder Persönlichkeiten

Der international bekannteste Sohn der Stadt dürfte der Filmregisseur Wolfgang Petersen (Das Boot, Der Sturm, Troja) sein, der nach dem Zweiten Weltkrieg in einem Barackenlager im Emder Hafen aufwuchs. Im Jugendalter zog er nach Hamburg um und startete dort seine Karriere. Ebenfalls in der Hansestadt schaffte der Komiker Otto Waalkes seinen Durchbruch. Otto stammt aus dem Emder Stadtteil Port Arthur/Transvaal, wo eine Ottifanten-Plastik heute an ihn erinnert. Ein weiterer Komiker stammt ebenfalls aus Emden, nämlich Karl Dall, der allerdings in der Nachbarstadt Leer aufwuchs.

In der deutschen Medienlandschaft hat der Journalist und Gründer des Magazins Stern, Henri Nannen, Spuren hinterlassen. Seiner Heimatstadt, in die er im Rentenalter zurückkehrte, hinterließ er zudem die Kunsthalle in Emden, die von einer Stiftung getragen wird.

Im politischen Raum wirken der Diplomat Georg Boomgaarden, seit 2005 Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, und die SPD-Politikerin Gitta Trauernicht, seit 2004 Sozialministerin von Schleswig-Holstein.

Im Bereich des Sports sind die Box-Weltmeisterin Heidi Hartmann und der in Emden geborene iranische Fußball-Nationalspieler Ferydoon Zandi zu nennen.

Gebürtiger Emder ist auch der bedeutende Marinemaler Ludolf Backhuysen, der im 18. Jahrhundert in Amsterdam einer der führenden Vertreter dieses Genres war. Das Stadtbild seiner Heimatstadt hat der Architekt, Kunstmaler und Kartograf Martin Faber in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt.

Max Windmüller war im 20. Jahrhundert ein deutsch-jüdischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Nicht in Emden geboren wurde der Rechtsgelehrte, Politiker und Calvinist Johannes Althusius, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, in Emdens Blütezeit, Stadtsyndikus war. Althusius gilt als einer der ersten Deutschen, die sich systematisch und theoretisch mit Politik befassten und somit als einer der ersten deutschen Politologen.

Bereits wenige Jahrzehnte vor Althusius wirkte der aus Polen stammende Theologe und Reformator Johannes a Lasco in der Seehafenstadt.

Der aus Thüringen stammende Leo Fürbringer, Oberbürgermeister von 1875 bis 1913, war einer der Initiatoren des Ausbaus des Emder Hafens und legte somit den Grundstein für die industrielle Entwicklung Emdens und für die heutige Bedeutung des Seehafens moderner Prägung.

  • Die Überlebenden des letzten Gefechts des nach dieser Stadt benannten Kleinen Kreuzers SMS Emden erhielten das Recht, den vererbbaren Namenszusatz „-Emden“ anzunehmen.
  • „Emden“ ist auch der Name eines Meerestiefs im Philippinengraben. Das Emdentief wurde 1926 vom Leichten Kreuzer Emden der Reichsmarine gelotet und nach dem Schiff (und damit letztlich nach der Stadt) benannt. Bis 1945 galt das Emdentief als die tiefste Stelle der Ozeane, nach derzeitigem Wissensstand ist es das zehnttiefste aller Meerestiefs.
  • Emden war um 1600 eine äußerst wohlhabende Stadt, bedingt durch den Seehandel der Emder Kaufleute und durch den Zustrom niederländischer Glaubensflüchtlinge, darunter viele Kaufleute und Reeder. Emden galt zu jener Zeit als einer der wichtigsten Häfen Nordeuropas. Die in Emden registrierte Handelsflotte soll nach einigen (allerdings nicht nachgewiesenen) Quellen zeitweise diejenige Großbritanniens an Größe übertroffen haben. Nachgewiesen aus jener Zeit ist jedoch eine Bearbeitung des Faust-Themas durch den englischen Dichter Christopher Marlowe. Er schrieb 1592 seinen Dr. Faustus und ließ ihn einen Wunsch aussprechen:
  • Emder oder Emdener? Laut Duden lautet die Bezeichnung der Einwohner Emdens Emder, seltener werde auch Emdener benutzt. Beide Varianten sind somit offiziell erlaubt und im sprachlichen Sinne korrekt. Die einzig akzeptierte Variante in der Stadt der Emder lautet allerdings Emder.

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