Die Ratsversammlung von Eckernförde besteht in der Regel aus 27 ehrenamtlichen Mitgliedern, die alle fünf Jahre neu gewählt werden. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate sind es in der Wahlperiode von 2008 bis 2013 insgesamt 34 Ratsherren und -frauen; vertreten sind seit der Kommunalwahl 2008 die CDU mit 14 Sitzen bei einem Stimmenanteil von 37,7 Prozent (- 1 Sitz,-11,1 % gegenüber 2003), die SPD mit 9 Sitzen bei 26,6 Prozent (+1,-1,0 %), Bündnis 90/Die Grünen mit 3 Sitzen bei einem Wähleranteil von 10,2 Prozent (+1,+0,6 %), SSW mit 3 Sitzen und 10,0 Prozent Wähleranteil (+1,+1,0 %), FDP mit 3 Sitzen und 8,1 Prozent (+2,+2,9 %) und DIE LINKE mit 2 Sitzen und 7,5 Prozent der Stimmen (war 2003 noch nicht angetreten). Wie sehr auch auf der Ebene einer Kommune der Stimmenanteil der einzelnen Parteien voneinander abweichen kann, zeigt sich am Beispiel der 15 Eckernförder Wahlkreise: der Stimmenanteil der CDU lag zwischen 27,8 und 48,4 %, der der SPD zwischen 17,9 und 32,8 %, der der Grünen zwischen 6,3 und 13,8 %, der des SSW zwischen 6,5 und 14,0 %, der der FDP zwischen 5,4 und 11,3 % und der der Linken zwischen 6,4 und 12,3 %. Neben den genannten Parteien gehörten seit Ende des Zweiten Weltkriegs der Eckernförder Ratsversammlung auch KPD, BHE, AVP (durch Übertritt eines FDP-Ratsherrn Mitte der 1970er Jahre) und STATT-Partei an. Aus der Mitte der Ratsversammlung wählen die Mitglieder einen Vorsitzenden, den Bürgervorsteher. Dieser leitet die Sitzungen und vertritt die Ratsversammlung gegenüber dem Bürgermeister. Amtierende Bürgervorsteherin ist Karin Himstedt (CDU).
Von 1999 bis 2006 war Susanne Jeske-Paasch (SPD) Bürgermeisterin. Aus der Wahl vom 24. September 2006 ging der parteilose Jörg Sibbel, damals Bürgermeister von Osterrönfeld, mit 65,7 Prozent der Stimmen als Sieger hervor. Sibbel trat das Amt als Bürgermeister zum Jahresbeginn 2007 an. Mit seinem Amtsantritt ging eine rund 35 Jahre andauernde Epoche sozialdemokratischer Bürgermeister - mit Kurt Schulz (Politiker), Klaus Buß, Ingrid Ehlers (amtierend) und Susanne Jeske-Paasch - zu Ende.
Blasonierung: „In Gold über drei blauen Wellenleisten ein breiter, gemauerter blauer Zinnenturm mit geschlossenem Tor, auf dessen Zinnen ein rotes Eichhörnchen läuft.“
- Macclesfield in England (seit 1953)
- Hässleholm in Schweden (seit 1958)
- Tanga in Tansania (seit 1963)
- Nakskov in Dänemark (seit 1969)
- Brzeg (Brieg) in Polen (seit 1989)
- Bützow in Mecklenburg-Vorpommern (seit 1990)
- Freundschaftliche Beziehungen zu Baltijsk (Pillau) in Russland (seit 1955)
Die Altstadt mit ihren engen Gassen und restaurierten Fischerhäuschen liegt zwischen Hafen und Strand. Das Ensemble dreier Wahrzeichen von Eckernförde: die Holzbrücke, das Rundsilo von 1931 und das ehemalige Siegfried-Werft-Gelände mit Holz- und Steinbauten ist am Hafen gelegen. Die Fußgängerzone Kieler Straße hat sich das kleinstädtische Flair erhalten und ist kaum 150 Meter vom Wasser entfernt. Im neuen Ostsee Info-Center am Übergang zwischen Strand und Hafen (Eröffnung Mai 2008) lernen Jung und Alt die Ostsee und ihre Bewohner kennen. Das „Museum Eckernförde“ im Alten Rathaus bietet einen Einblick in die Stadtgeschichte. Das alte Rathausgebäude selbst ist mehr als 500 Jahre alt; der Rathausmarkt ist in der Bausubstanz angrenzender Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend erhalten geblieben und bietet eine historische Kulisse für Wochenmarkt und sonstige Veranstaltungen.
Eckernförde hat drei evangelische Kirchen: die Sankt-Nicolai-Kirche mit ihrem frühbarocken Altar des Eckernförder Bildschnitzers Hans Gudewerth des Jüngeren und zahlreichen Epitaphien aus Renaissance und Barock, sowie die Kirche Borby und die dänische Egernførde Danske Kirke, außerdem die katholische Sankt-Peter-und-Paul-Kirche und eine neuapostolische Kirche.
Im Umland der Stadt befinden sich zahlreiche Gutshöfe, im Mai viele blühende Rapsfelder. Im Winter bietet das Windebyer Noor manchmal die Möglichkeit zum Schlittschuhlaufen.
In Eckernförde gibt es über 40 Sportvereine. Der größte von ihnen ist mit über 2.000 Mitgliedern und 10 Sparten der Eckernförder Männer-Turnverein von 1864 (EMTV). Die anderen Sportvereine sind Ein- oder Zwei-Sparten-Vereine. Die Palette der angebotenen Sportarten reicht von populären wie Fußball, Handball oder Tennis bis hin zu in mehreren Vereinen angebotenen unterschiedlichen asiatischen Kampfsportarten. Fast schon selbstverständlich ist es, dass sich in einer Stadt an der Küste etliche Sportvereine diversen Wassersportarten wie Angeln, Schwimmen, Rudern, Segeln, Tauchen oder Surfen widmen. Dänische Sportvereine sind u.a. Egernførde IF und der Egernførde Badmintonklub.
Überregional beachtete Erfolge kann vor allem der Segelclub Eckernförde (SCE) aufweisen - insbesondere sind die Namen Horst Dittrich und Holger Jess zu nennen. Die Crew von Horst Dittrich konnte in der Folkeboot-Klasse mehrfach (1978, 1982, 1998, 1999, 2000 - zuletzt in der Besetzung Horst Dittrich, Knut Nommels, Heinz Schacht) den Deutschen Meisterschaftstitel und auch internationale Erfolge erringen, z.B. 1984 die inoffizielle Weltmeisterschaft dieser Bootsklasse, dem Goldpokal, mit dem Boot Mareike (Horst Dittrich, Hartwig Sulkiewicz, Peter Lehr); zweimal (1986, 2000) wurde dieser Wettbewerb in Eckernförde ausgetragen. Der inzwischen für den Potsdamer Yachtclub startende Holger Jess wurde - seit 1999 zusammen mit Dr. Wolfgang Hunger - mehrfach in der 505er-Bootsklasse Deutscher Meister (1995,1996,1997,1998,1999,2001,2002,2003) und darüber hinaus Europameister (2004) und Weltmeister (2001, 2003, 2005). Weitere Meisterschaften im Segeln: Wolfgang Titze 1976 Skandinavische Meisterschaft der 1/4-Tonner, Christian Blenckner 1983 Deutsche Meisterschaft der Folkeboot-Klasse; Andreas Föh wurde 1993 als Crewmitglied der Rubin XII Gewinner des Admiral’s Cups für das deutsche Team, das sich aus den Booten Pinta, Rubin XII und Behälter zusammensetzte.
Auch der Tanzclub Eckernförde e.V. (TCE) mit knapp 200 ständigen Mitgliedern kann auf die Ausrichtung Deutscher Meisterschaften und Meisterschaftstitel aus seinen Reihen verweisen.
Zu den Klassikern jährlich stattfindender Eckernförder Sportveranstaltungen gehören die „Aalregatta“ (bis 2005 als Teil der „Kieler Woche“ ausgetragen) und das Radrennen „Rund um das alte Seminar“, jüngeren Datums sind der „Eckernförder Stadtlauf“ und das „Beach-Basketball-Turnier“, daneben findet in der Nachbargemeinde Altenhof jährlich auch das CSI-Reitturnier statt. Das einzige rein Eckernförder Fußball-Erstliga-Stadtderby fand übrigens am 10. September 1944 in der Gauliga zwischen den beiden Aufsteigern Eckernförder SV und der Betriebssportgemeinschaft TVA Eckernförde statt und endete mit einem 4:2-Sieg des ESV.
Neben den zivilen Sportvereinen und Sportarten gibt es in Eckernförde mit der „Sportfördergruppe Eckernförde“ der Bundesmarine und der von ihr ausgeübten Sportart „Maritimer Fünfkampf“ noch eine militärische Variante. Die „Sportfördergruppe Eckernförde“ wurde seit 1983 mehrmals Welt- und Europameister sowohl in der Mannschafts- wie auch in der Einzelwertung in dieser rein militärischen Disziplin; 1983 und 1996 wurde die CISM-Weltmeisterschaft, 2004 die CISM-Europameisterschaft in Eckernförde ausgetragen.
Eckernförde ist eine mehrsprachige Stadt: Neben der Amtssprache Hochdeutsch werden umgangssprachlich auch Dänisch und Plattdeutsch gesprochen. Eckernförder Amtssprache war bis etwa 1350 Latein, danach Plattdeutsch, seit 1625 Hochdeutsch; staatliche Amtssprache war über Jahrhunderte hinweg auch Dänisch. Historisch reichte der Sprachraum des Südjütischen im Mittelalter bis an die Linie Eckernförde-Treene-Husum.
Aktuell werden die Ortstafeln in Eckernförde durch zweisprachige Ortsschilder mit der niederdeutschen Ortsnamensform Eckernföör ausgetauscht.
- Wochenmarkt jeden Mittwoch und Sonnabend auf dem Rathausmarkt und auf dem Kirchplatz
- Fischmarkt jeden ersten Sonntag des Monats am Hafen
- Floh- und Trödelmarkt am Hafen während der Monate Mai bis September einmal im Monat
- Musik auf dem Rathausmarkt, von Juni bis September i. d. R. alle vierzehn Tage donnerstags
- Aalregatta jährlich (bis 2005 als Teil der Kieler Woche)
- Piratenspektakel jährlich (1997-2006 unter dem Namen "Piratentage")
- Sprottentage jährlich
- Gildefest der Eckernförder Bürgerschützengilde von 1570 e.V. (GELBE-WESTENGILDE) jährlich zu Pfingsten
- Gildefest der Borbyer Gilde jährlich
- Wilhelm-Lehmann-Tag(e), jährlich zu Ehren des Dichters und Ehrenbürgers, veranstaltet von der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft und dem Kulturamt der Stadt Eckernförde
- Eckernförde Classics (Oldtimerveranstaltung) zurzeit alle zwei Jahre
- Altstadtfest zurzeit alle zwei Jahre
- die Nachbargemeinde Altenhof ist ständiger Festivalort des Schleswig-Holstein Musik Festivals
- Internationales Naturfilmfestival GREEN SCREEN jährlich im September
- Kakabelle-Bier: das seit wenigen Jahren wieder in geringen Mengen zu bestimmten Anlässen (jetzt von der „Ricklinger Landbrauerei“) gebraute Bier war im späten Mittelalter (bis 1503 unter dem Namen „Quackeltheiß“) und in der frühen Neuzeit ein Eckernförder Exportschlager und wurde auch von dänischen Königen gerne getrunken. Das vom dänischen König Christian IV. 1622 erlassene Importverbot für ausländische Biere (gemeint: das Königreich, nicht der Staat Dänemark) soll vor allem dem Schutz des Kakabelle-Biers gegolten haben. Wie das Bier zu seinem Namen kam, berichtet Heinrich Rantzau: Eckernförde sei bekannt auch durch sein
- Kieler Sprotte: Die Räucherfischspezialität Kieler Sprotte stammt aus Eckernförde und erhielt ihren Namen nur, weil sie im 19. Jahrhundert bei der Verfrachtung den Frachtstempel des Kieler Bahnhofs erhielt. Die Kieler Sprotte ist eines der Räucherfischprodukte, auf die sich der Spruch „In Eckernför, dor hebbt se't rut, ut Sülver Gold to maken“ (In Eckernförde haben sie's raus, aus Silber Gold zu machen) bezieht: gemeint ist die goldene Farbe, die silberne Fische durch den Räuchervorgang bekommen.
- Küstennebel: Der Küstennebel ist ein seit 1985 von der Spirituosenfirma Behn hergestellter Anisschnaps. Die jahrelang nicht überarbeitete Nebelschallanlagensatzung der Stadt führte bis Mai 1984 dazu, dass in Eckernförde de jure permanent Küstennebel herrschte; denn der herrschte laut örtlicher Satzung, wenn das Gebäude der Firma Sauer und Sohn von der Mole aus nicht mehr zu erkennen ist, der Blick auf dieses Gebäude aber war inzwischen längst durch einen Neubau verstellt und außerdem gehörte es inzwischen der Bundeswehr - die Firma Sauer & Sohn war Anfang der 1970er Jahre in einen anderen Stadtteil umgezogen.