Düren ist mit etwa 93.000 Einwohnern eine große Mittelstadt am Nordrand der Eifel zwischen Aachen und Köln in Nordrhein-Westfalen. Sie ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Kreises und Mitglied der Euregio Maas-Rhein. Die von der Rur durchflossene Stadt nennt sich Das Tor zur Nordeifel. Sie ist geprägt von mehr als 1300 Jahren wechselvoller Geschichte und ihrer heutigen modernen Industrie.
Die Stadt liegt zwischen Rhein und Maas am Nordrand der Eifel. In nördlicher Richtung erstreckt sich die fruchtbare Jülicher Börde als Teil der Niederrheinischen Bucht. Im Südwesten liegt die Rureifel mit Deutschlands zweitgrößter Talsperre, der Rurtalsperre, und dem Nationalpark Eifel. Von Süden (Lendersdorf) nach Norden (Merken) durchfließt die Rur das Stadtgebiet. Dürens höchster Punkt liegt mit 225 m ü. NN auf der Abraumhalde Beythal an der Bundesstraße 399 in der Gemarkung Berzbuir-Kufferath, der niedrigste Punkt mit 105 m ü. NN an der Rur bei Merken.
Während im südlichen Stadtgebiet bei Berzbuir Schichten mit Konglomeratgestein des Devons und Karbons zu Tage treten, wird die Jülicher Börde im nördlichen Stadtgebiet aus einer mächtigen Lößplatte gebildet, unter der Kiese und Sande aus der letzten Eiszeit anstehen, die Rhein und Maas angelagert haben. Zahlreiche tektonische Verwerfungen aus dem Tertiär mit bis zu 400 Meter Höhenunterschied sind nachgewiesen. Die Jülicher Scholle ist der nördliche Teil einer kleinen Scholle zwischen Rur- und Erftscholle und gegenüber der Rurscholle angehoben aber gegenüber der Erftscholle abgesunken. Dazwischen liegen mächtige Braunkohlenflöze aus dem Karbon. Düren gehört zum Erdbebengebiet der Kölner Bucht.
Die Stadt liegt in der gemäßigten Klimazone, die hier vom atlantischen Golfstrom im Übergang zwischen ozeanischem und kontinentalem Klima geprägt wird. Westwinde herrschen vor und Niederschläge gibt es das ganze Jahr hindurch. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 617 mm. Dabei sind Juni und Juli die niederschlagsreichsten, Februar und September die niederschlagsärmsten Monate des Jahres. Die Sommer sind warm und die Winter mild. Im Juli liegt die mittlere Temperatur bei 17° C, im Januar bei 2° C. Den meisten Sonnenschein gibt es im Juli, den wenigsten im Dezember.
Düren liegt im Zentrum des Kreises, zu dem auch alle Nachbargemeinden gehören. Von Norden aus im Uhrzeigersinn sind die Nachbarn Niederzier, Merzenich, Nörvenich, Kreuzau, Hürtgenwald, Langerwehe und Inden.
Das Stadtgebiet erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 85 km². Die Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt maximal 12,5 km, in Ost-West-Richtung maximal 10 km. Die Stadtgrenze ist etwa 50 km lang. Den größten Anteil der Fläche beanspruchte Ende 2007 die Landwirtschaft, die mit 4187 Hektar fast das halbe Stadtgebiet nutzte. Die zweitgrößte Nutzungsart waren Gebäude- und Freiflächen mit 1942 Hektar (22,8 %). 959 Hektar waren mit Wald bedeckt und 792 Hektar wurden vom Verkehr beansprucht. Während sich die Gebäude- und Freiflächen sowie die landwirtschaftlich genutzte Fläche seit 1996 verringerten, ist die Waldfläche um 35 % gestiegen.
Die inneren Stadtbezirke sind nach den Himmelsrichtungen bezeichnet, also Düren-Nord, Düren-Ost (mit der Satellitenstadt und Distelrath), Düren-Süd und Düren-West (Rölsdorf). Hinzu kommt die Innenstadt. Der Grüngürtel ist ein großes Siedlungsgebiet aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts im nordöstlichen Bereich des Stadtgebietes. Am 1. Januar 1972 wurden auf Grund des Aachen-Gesetzes fünfzehn ehemals selbstständige Orte eingegliedert. Dieses sind Arnoldsweiler, Berzbuir, Birgel, Birkesdorf, Derichsweiler, Echtz, Gürzenich, Hoven, Konzendorf, Krauthausen, Kufferath, Lendersdorf, Mariaweiler, Merken und Niederau.
Im Rahmen der kommunalen Neugliederung durch das Köln-Gesetz lehnte die Stadt aus kommunalpolitischen Gründen eine Eingemeindung von Merzenich ab, was ein Novum in der Geschichte der nordrhein-westfälischen Gemeindeumstrukturierung darstellte. Mit Merzenich hätte Düren eine Einwohnerzahl von mehr als 100.000 erreicht und damit die Grenze zur Großstadt überschritten.