Noch bis in die 1980er Jahre hinein war Castelldefels ein beliebtes Urlaubsziel für Touristen aus ganz Europa, die vor allem die verkehrsgünstige Lage zu Barcelona und den 100 - 200 m breiten, viel Platz bietenden Strand zu schätzen wussten. Die touristische Infrastruktur des Strand-Teils von Castelldefels wurde durch Hotel-Familienbetriebe getragen, beispielsweise die Hotels Elvira, Colibrí, Riviera, Solifemar, Mediterráneo von denen später durch das Ausbleiben der ausländischen Urlauber viele entweder aufgeben oder an große Hotelketten verkaufen mussten, sowie durch Apartments, die teilweise von Deutschen betrieben und vermietet wurden. Alle Dienstleistungen für ausländische Urlauber, die über Unterkunft und Verpflegung hinausgingen, beispielsweise Ausflüge oder Stierkampfbesuche, wurden in Monopolstellung vom Reisebüro Castelltur am Bahnhof abgewickelt. Entlang des damals sehr gut besuchten Strandes schwammen bis in die 1970er Jahre Werbe-Bojen in Form überdimensionaler Joghurtbecher (Danone) oder Getränke-Dosen (Coca-Cola), und zur Strandkultur gehörte der singende Ruf von Eisverkäufern (heladoooooo - hay helado), die aus einer tragbaren Polystyrol-Box heraus die Badegäste belieferten. Dieser Tourismus ausländischer Urlauber ist heute weitgehend zum Erliegen gekommen. Es lässt sich jedoch nicht von der Hand weisen, dass es bis in die 1980er Jahre hinein Umweltprobleme gab, die mit dazu beigetragen haben können, die Touristen zu vertreiben. Sie sind heute gelöst.
Doch der wahre Grund dürfte, nach Bestätigung vieler ehemaligen Touristen aus einigen europäischen Ländern, die private Autobahn, die mitten durch den Ortsteil "Castelldefels Platja (Playa)" gebaut wurde, sein. Die Wege von den Hotels nördlich dieser "Autopista de Pau Casals" zum Strand wurden sehr beschwehrlich. Ein ganz schlimmer Fehler war, während des Baus der Autobahn, dass die komplette südliche Seite der "Avenida Constitutión", bzw. "Vía Triunfal" den Baggern zum Opfer fiel. Wunderschöne Villen und viele uralte Platanen wurden dem Erdboden gleichgemacht, bzw. gefällt. Castelldefels Playa, vor dem Bau der Autopista, war eine beliebte (Familien)Touristenhochburg mit allem was dazugehört. Diese Zeiten sind vorbei. Ein Tourismus ist beinahe nicht mehr vorhanden.
Der unbebaute Landstreifen zwischen Ortskern und Strandteil von Castelldefels, Gavà und Viladecans wurde und wird landwirtschaftlich genutzt, und offenbar dienten bis ca. in die 1980er Jahre hinein die ungeklärten Abwässer dieser Orte zur Bewässerung und speisten sogar vereinzelt übel riechende Abwasser-Lagunen in Strandnähe. Dementsprechend gab es im Sommer ein erhebliches Mückenproblem, dem die Stadtverwaltung von Castelldefels mit Insektizid zu begegnen versuchte, das mittels Rauch verteilt wurde. Ein Kommunalfahrzeug fuhr im Abstand von wenigen Tagen durch die Strandsiedlung und räucherte die Hotels und ihre Gäste ein. Ein weiteres Problem war der Fluglärm. Früher führte die Anflugschneise des Flughafens Barcelona genau über den Strand-Teil von Castelldefels hinweg. Offenbar ist die Start-/Landebahn im Jahre 2003 oder 2004 um einige Grad aufs Meer hinaus gedreht worden (der Campingplatz Toro Bravo fiel dieser Umbaumaßnahme zum Opfer), so dass auch dieses Problem zumindest am Strand nicht mehr besteht - stattdessen beklagen sich nun die Bewohner des alten Ortskerns im Landesinnern über Fluglärm von einer offenbar anderen, neuen Flugschneise.