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Schisport

Das Bödele war früher ein Vorsäß ehe der Dornbirner Fabrikant Otto Hämmerle um 1900 die zwölf Vorsäß-Hütten auf der Oberlose kaufte. Er richtete einen Alpbetrieb mit Sennerei ein und ließ die freigewordenen Hütten zu Ferienhäusern, die vorwiegend von der Hämmerle-Sippe genutzt wurden, umbauen.

1904 erwarb Hämmerle von Josef Klocker das Gasthaus am Bödele, das er in Etappen zum Hotel ausbauen ließ. Eine Kapelle und ein künstlich angelegter Badesee (Bödelesee) sollten zudem Touristen anlocken. 1907/08 ließ Hämmerle auf eigene Kosten eine Fahrstraße auf das Bödele errichten.

Schon seit 1899 machte der Dornbirner Schipionier Viktor Sohm zusammen mit seinen Freunden Schitouren auf dem Bödele.

Bereits 1904 gab es das erste Schispringen auf noch einfachen Sprunghügeln am Bödele. Heute ist die Lankschanze eine von der FIS homologierte Sprungschanze mit einer Konstruktionsweite von 83 Metern.

1907 wurde der erste Schilift Mitteleuropas am Bödele in Betrieb genommen. Freilich war diese Konstruktion nicht mit einer modernen Aufstiegshilfe von heute zu vergleichen - es handelte sich vielmehr um eine Art Schlitten, der über ein Seil von einem Motor den Berg hinaufgezogen wurde. Trotzdem kann aufgrund dieser frühen Entwicklung das Bödele durchaus zusammen mit dem Arlberg als Wiege des Schisports in den Alpen bezeichnet werden.

1951 wurde am Lank schließlich ein Schlepplift errichtet. Im Jahr 1957 folgte der Schlepplift auf den Hochälpelekopf. Der Lanklift wurde 2000 zu einer 4er-Sesselbahn umgebaut. Heute umfasst das Schigebiet Bödele-Schwarzenberg acht Aufstiegshilfen.

In den 1980er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden am Bödele auch Weltcup-Abfahrten der Damen ausgetragen.

Der aus Lustenau stammende für Luxemburg startende mehrfache Weltcupsieger Marc Girardelli nutzte das nahe Bödele als Kind und Jugendlicher - aber auch später als er das Alpenhotel Bödele erwarb - für seine Trainingseinheiten.

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