Die ersten Parkfeste, die bis auf eine Unterbrechung im Ersten Weltkrieg bis 1939 im Stadtpark stattfanden, wurden 1953 wieder aufgenommen und bis 1962 fortgeführt. Nach der Etablierung neuer Festlichkeiten wie die Festspielwochen im Rahmen von Arbeiterfestspielen und das 1970 ins Leben gerufene Fest des Liedes und des Tanzes im und um das Kulturhaus wurden die Parkfeste eingestellt. Im Jahr 2005 wurde erstmals das Auer Stadtfest gefeiert. An der Veranstaltung, die vor allem für Touristen konzipiert ist, sind Kleinbetriebe, Jugendgruppen und Traditionsvereine der Stadt beteiligt.
Bereits in den 1930er Jahren fand auf dem Altmarkt ein Weihnachtsmarkt mit Kinder-Fahrgeschäften, Imbissständen und dem Verkauf von traditionellen Volkskunstartikeln statt. Eine große motorgetriebene Pyramide mit bemalten Holzfiguren (1935 erstmalig aufgestellt) bildet den Mittelpunkt. Mit einem öffentlichen „Pyramidenanschieben“ wird der Weihnachtsmarkt alljährlich eröffnet. Im Jahr 2000 kam als weitere Attraktion am Abend vor dem Anschieben eine Parade der lebenden Pyramidenfiguren hinzu. 1990 begann die Wiederbelebung von altem bergmännischen Brauchtum mit einer Bergparade und dem Raachermannelmarkt (Räuchermännchenmarkt).
Seit dem Jahr 2000 organisiert Aue für seine Besucher alljährlich ein Kneipenfest in Gaststätten und mobilen Festzelten, die an verschiedenen Orten im Stadtgebiet aufgebaut werden. Es werden Getränke und regionale Speisen angeboten und Musikveranstaltungen mit Rock, Blues und Schlagermusik veranstaltet. Alle beteiligten Lokale können mit dem selben Ticket besucht werden. Ein Bus-Shuttle verbindet die verschiedenen Veranstaltungsorte.
→ siehe Liste von Persönlichkeiten der Stadt Aue
Einige der in Aue geborenen Personen haben nationale Bekanntheit erlangt. Dazu gehören die Ehrenbürger Gustav Hiltmann (1850–1931), Mitbesitzer der Firma Hiltmann & Lorenz (HILO), Stadtrat und Stadtverordneter, Siegfried Sieber (1885–1977), Pädagoge, Schriftsteller und Heimatforscher sowie die Fabrikanten Alexander Bauer, Webereibesitzer, und Peter Koch, Geschäftsführer der Nickelhütte Aue GmbH.
Personen, die darüber hinaus in der Geschichte der Stadt größere Bedeutung erlangten, sind Ernst August Papst (1843–1921), Fabrikbesitzer, der 1862 den Allgemeinen Turnverein und 1870 die Freiwillige Feuerwehr in Aue gründete; er hat ein Ehrengrab auf dem St. Nicolai-Kirchhof und eine Straße trug seinen Namen; die Künstler Emil Teubner (1877–1958), Holzschnitzer und Bildhauer sowie Kurt Teubner (1903–1990), Maler und Grafiker. Für die Industrieentwicklung wichtige Personen waren Veit Hans Schnorr und Veit Hans Schnorr von Carolsfeld, Besitzer des Auer Hammers. Die Erfindung des Argentans durch Ernst August Geitner verhalf Aue zu einer zentralen Rolle in Europa bei der Herstellung von metallenem Tafelgeschirr.