Ferienwohnung Ferienhaus günstig mieten - Last Minute

Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Deutschland

Erholungs- und Sporteinrichtungen

  • Die erste Kirche im heutigen Stadtgebiet wurde vermutlich im Zuge der Gründung des Klosterkirche Zelle im 12. Jahrhundert gebaut. Die im romanischen Stil gehaltene Klosterkirche an der Straße zum Ortsteil Alberoda ersetzte um 1230 einen früheren hölzernen Kirchbau, war nach der Auflösung des Klosters bis 1914 Dorfkirche von Zelle und wird als Begräbniskapelle benutzt.
  • Neben der Klosterkirche existierte bereits im 13. Jahrhundert ein eigenes Auer Kirchspiel mit einem Kirchgebäude am früheren Kirchplatz (dem heutigen Neumarkt). Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche an gleicher Stelle neu gebaut, 1895 abgerissen und durch die neue Pfarrkirche St. Nicolai in Aue an der Schwarzenberger Straße ersetzt. Zur Nikolaikirchgemeinde gehören auch das 1908 erbaute Haus der Landeskirchlichen Gemeinschaft in der Bockauer Straße sowie die 1951 und 1960 geweihten Kapellen auf dem Eichert und in Auerhammer.
  • Als Pfarrkirche der Zeller Kirchgemeinde errichtete man am Hang des Zeller Berges von 1912 bis 1914 die Friedenskirche (Aue-Zelle).
  • An der Schneeberger Straße steht das von 1913 bis 1915 errichtete Ensemble von Kirche, Pfarrhaus und Kirchplatz der katholischen Gemeinde Mater dolorosa.
  • Die Christuskirche an der Thomas-Mann-Straße wurde 1903 von der Bischöflichen Methodistenkirche geweiht. 1968 vereinigte sich diese mit der Evangelischen Gemeinschaft zur Evangelisch-methodistischen Kirche, zu der das Gotteshaus heute gehört.
  • Am Fuß des Heidelsberges (in der Jägerstraße) steht der 1908 eingeweihte einfache Bau der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.
  • In Neudörfel befinden sich in der Ricarda-Huch-Straße die evangelisch-methodistische Andreaskapelle und in der Hubertusstraße die neuapostolische Kirche in sachlichem Baustil. Die neuapostolische Kirche wurde auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes gebaut und im Jahr 2000 eingeweiht.
  • Die kleine Kirche in Alberoda wurde vom Alberodaer Baumeister Oskar Schuster errichtet und am 28. Oktober 1951 geweiht. Die Einwohner des Auer Ortsteils Alberoda sind nach Lößnitz gepfarrt.

Das 1889/1890 nach Plänen des Stadtbaumeisters Max Püschmann an der Goethestraße errichtete neue Rathaus (anfangs Stadthaus genannt) wurde nach der Wende renoviert und beherbergt heute außer den Arbeitsräumen der Stadtverwaltung die Stadtinformation.

Die Verwaltung der Sparvermögen der Einwohner, die Finanzierung von Investitionen und der Bautätigkeit werden von zahlreichen Bank- und Kreditinstituten wahrgenommen. In den Anfangsjahren der Industrialisierung waren dazu bereits die Stadtsparkasse (1881), Filialen des Chemnitzer Bankvereins (1897), der Leipziger Bank (1899-1901), der Reichsbank (1901), der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, der Deutschen Bank und die Vereinsbank Aue gegründet worden. Zwischen Herbst 1945 bis zum Zusammenbruch der DDR bestanden nur die Sparkasse und eine Gewerbebank in der Stadt. Danach siedelten sich wieder Bankinstitute in Aue an, die historische Gebäude renovierten und nutzen oder Neubauten errichteten. In Aue sind Filialen der Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg und weiterer großer und kleiner deutscher Kreditinstitute vorhanden.

Die beiden mit der aufstrebenden Stadt um die Wende des 20. Jahrhunderts gebauten Amtsgebäude des Königlichen Amtsgerichts mit angeschlossenem Gefängnis und das Königliche Finanzamt sind erhalten und dienen nach umfangreicher Rekonstruktion zwischen 2005 und 2007 weiterhin hoheitlichen Aufgaben als Amtsgericht bzw. Grundbuchamt. In der Wettinerstraße (zwischen 1950 und 1991 Ernst-Thälmann-Straße) befindet sich ein an den Jugendstil angelehnter Bau aus dem Jahr 1924, der für die Verwaltung der Firma Wellner errichtet worden war. In dem Haus ist eine Abteilung des Landratsamts für den Erzgebirgskreis untergebracht.

Das 1912/1913 auf dem damaligen Ernst-Geßner-Platz (jetzt Postplatz) gebaute Postgebäude wurde rekonstruiert und dient noch als Postamt.

Die Feuerwehr, 1870 innerhalb eines Turnvereins gegründet, wurde ab 1875 städtisch. Über alle finanziellen Schwierigkeiten hinweg nahmen die Männer der Feuerwehr Löscheinsätze, Personenrettungen und Aufgaben bei der Bekämpfung von Hochwasser wahr. Die Stadtverwaltung ließ zwischen 1991 und 1996 neue Gebäude einschließlich eines Wachturmes auf einem Areal am Muldeufer für rund 60 Millionen DM errichten. Auch neuere Fahrzeuge konnten angeschafft werden.

Das in der Lessingstraße in den 1930er Jahren als NSDAP-Parteizentrale errichtete Gebäude diente ab 1945 der Sowjetischen Stadtkommandantur. Seit 1991 befindet sich dort das Auer Polizeirevier mit den Dienstbereichen Aue, Eibenstock, Lauter, Lößnitz und Schneeberg und für die Gemeinden Bernsbach, Bockau, Bad Schlema, Schönheide, Sosa, Stützengrün und Zschorlau. Es betreut damit insgesamt ca. 92.000 Einwohner.

In einem historischen Huthaus aus dem 17. Jahrhundert an der Bergfreiheit richteten Heimatinteressierte Anfang des 20. Jahrhunderts mit ersten Schaustückenr eine Heimatstube ein. die sich über eine Traditionsstätte Erzbergbau bzw. dem Museum für Bergbautechnik und Bergbaugeschichte zum Stadtmuseum wandelte. In einer Dauerausstellung werden Details der Stadtgeschichte und die Entwicklung des Bergbaus im Auer Gebiet gezeigt. Außerdem veranstaltet das Museum Einzelausstellungen zu aktuellen Themen. So gab es im Herbst 2008 eine Ausstellung zur Geschichte der Eisenbahn im Westerzgebirge und seit Dezember 2008 eine über die Geschichte der Glocken.

Von den früheren Denkmalen sind erhalten: Eine Ernst-Thälmann-Büste wurde 1958 am Rand des Stadtgartens eingeweiht und später vor eine symbolische Fahne aus Beton gestellt. Auf dem Stadtfriedhof an der Schwarzenberger Straße steht ein Gedenkstein für fünf Opfer des NS-Terrors, von denen drei namentlich bekannt sind. Auf dem selben Friedhof wurde für elf (nach anderen Angaben zehn) sowjetische Bürger, darunter ein Kind, als Opfer von Zwangsarbeit ein Ehrenhain angelegt und ein Obelisk aufgestellt. Seit 1955 befindet sich in einer kleinen Grünanlage zwischen Gellertstraße und Floßgraben ein Betonobelisk mit einer Bronzetafel als Ehrenmal für gefallene sowjetische Soldaten. Der Pädagoge Friedrich Fröbel wird auf dem Brünlasberg mit einem Denkmal vor einer Kinderkombination, einem komplexen Gebäude aus Kinderkrippe und Kindergarten, geehrt. Als symbolische Darstellung des von Fröbel empfohlenen Kinderspielzeugs wurden ein Würfel, ein Zylinder und eine Kugel aus Granit übereinander gestellt. In diesem Stadtteil wurde auf einem Betonfries vor einer Schule mit der Darstellung eines Mönchs, eines Bergknappen, eines Händlers, eines Metallarbeiters, einer Mutter mit Kind und einer Lehrerin die Auer Geschichte sichtbar gemacht. Auf dem Zeller Berg steht seit 5. Oktober 1974 ein Denkmal für Juri Gagarin, den ersten Menschen im Weltall. Für einen Schulneubau ebenfalls auf dem Zeller Berg ließ die Stadt eine steinerne Plastik Spielende Kinder anfertigen und anlässlich des Internationalen Kindertages am 1. Juni 1977 einweihen. Eine weitere bronzene Kleinplastik, die zwei Jugendliche im Handstand darstellt, steht seit 1959 im Stadtteil Zelle. Am Zwitterweg am Fuß des Heidelsberges wurde 1996 vom Auer Bürgermeister ein Denkmal mit der Inschrift „In ehrendem Gedenken allen Opfern von Krieg, Terror und jeglicher Gewaltherrschaft“ enthüllt.

An der Straßenecke Post-/Schillerstraße steht seit 1981 ein Betonbrunnen, dessen Mitte eine bronzene Figurengruppe Klatschweiber schmückt (die Figuren sind ein Zweitguss). Auf der Freifläche des Tiergartens sind einige kleine Tierskulpturen aus Sandstein aufgestellt. Der Altmarkt wurde 1969 mit einigen Wasserspielen zwischen Hochbeeten geschmückt. 2004 erhielt der Platz einen neuen Brunnen, der mit poliertem schwarzen Granit eingefasst ist. An der Stelle eines abgetragenen Hauses in der Wettiner Straße befindet sich ein flacher Brunnen, auf dessen Rand ein lesendes Mädchen sitzt, die Bronzefigur wird Die kleine Stadtjungfrau genannt. Eine Gedenktafel am früheren Landespolizeigebäude in der Schlemaer Straße erinnert an die Gräueltaten der NS-Zeit an dieser Stelle. An mehreren Häusern der Innenstadt (Rudolf-Breitscheid-Straße 39, Paul-Strösser-Straße 1 und Clara-Zetkin-Straße 27) erinnern bronzene Gedenktafeln an die dort wohnhaft gewesenen Personen, die durch Deportation oder Misshandlung umkamen: der Kommunist Otto Hempel, Paul Strösser (1946 durch Misshandlungen gestorben) und die Regimegegnerin Marie Müller, nach der eine Straße im Ortsteil Auerhammer benannt wurde.

Der Ende des 19. Jahrhunderts zu Erholungszwecken an den Hängen des Heidelsbergs angelegte Auer Stadtpark wurde in den folgenden Jahrzehnten mit Spazierwegen, Bänken, Blumenrabatten und dem Bau einer Parkwarte auf der Kuppe des Berges immer wieder dem Zeitgeschmack angepasst und diente für große und gut besuchte Volksfeste. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfielen einige Bauten. Die Stadtverwaltung sorgte mit dem Bau einer Skisprunganlage und einer Freilichtbühne zwar für neue Attraktionen, doch bis zum Ende der DDR hatte der Volkspark keine wesentliche Bedeutung mehr. Erst seit der Privatisierung der Gaststätte und der Wiederbelebung von Großveranstaltungen ist der Stadtpark wieder zu einer Sehenswürdigkeit geworden.

Der Tiergarten Aue ging aus einem 1960 eröffneten Schultiergarten hervorging. 1991 wurde ein Tierparkförderverein gegründet, der die geplante Schließung des Tiergartens verhinderte. 2005 wurde daraus der Förderverein zoo der minis e.V., nachdem sich der Tierpark auf die Haltung und Züchtung von weniger bekannten Kleintieren wie eichhörnchengroße Affen, schafgroße Rinder oder Känguru-Ratten spezialisiert hatte. Zusammen mit der Stadtverwaltung werden Tiergartenfeste durchgeführt.

Der FC Erzgebirge Aue ist der bekannteste Sportverein der Stadt. Der traditionsreiche Fußballclub wurde 1945 gegründet, war lange Zeit als BSG Wismut Aue aktiv und wurde mehrfach DDR-Meister. Für den Verein wurde 1950 ein Stadion gebaut, das den Namen Otto Grotewohls trug und seit 1991 Erzgebirgsstadion heißt. Zum Stadiongelände gehören weitere Sportplätze. Neben Fußball gab es im Verein die Sektionen Handball, Volleyball, Ringen, Kegeln, Bogenschießen, Gymnastik und Turnen. Der 1990 gegründete Erzgebirgische Handballverein Aue, der aus der Sektion Handball der BSG Wismut Aue hervorging, trägt seine Zweitliga-Heimspiele in der Erzgebirgshalle Lößnitz aus.

Für Vereine, Schulen und Privatleute stehen die 1959/60 gebaute Sporthalle auf dem Zeller Berg, die benachbarte, 1976 eingeweihte Schwimmhalle und Freibäder zur Verfügung. Seit 2006 organisiert die Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg den Firmenlauf Erzgebirge, einen Staffellauf auf einem innerstädtischen Rundkurs mit je vier Teilnehmern aus Auer Betrieben.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Aue (Sachsen) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.